Quelle: welt.de
Rettungsaktionen für marode Banken wie Bear Stearns sind bedenklich. Dadurch wird die fatale Botschaft ausgegeben: Zockt in guten Zeiten, was das Zeug hält; und wenn etwas schief geht, lässt sich immer noch ein guter Deal aushandeln. Doch wer an der Börse verdienen will, muss auch Risiken in Kauf nehmen.
Die Rettung des Wall-Street-Hauses Bear Stearns bringt alle Facetten mit sich, die typisch für eine schwere Krise sind – und vielleicht noch etwas mehr. Panikartig hatte die US-Notenbank Federal Reserve gemeinsam mit JP Morgan vor einer Woche den Kollaps der Investmentbank verhindert.
Statt eines Totalausfalles sollten die Aktionäre nur 200 Millionen Euro für eine Bank erhalten, die noch wenige Tage zuvor fast 30mal soviel wert war. Es scheint nur allzu verständlich, dass die Bear-Stearns-Aktionäre nun nicht bereit sind, sich mit zwei Euro pro Aktie abspeisen zu lassen. Deshalb hat nun JP Morgan den Angebotspreis verfünffacht...







