:: Weltwirtschaftskrise 2.0 ::
Quelle: coutoo-magazin.de
Man darf erstaunt über Wortschöpfungen nachdenken, die einem suggerieren sollen, dass alles unter Kontrolle und in bester Ordnung ist. Beispielsweise spricht sowohl die Deutsche Bundesbank, als auch die Europäische Zentralbank in offiziellen Verlautbarungen ihrer Vorsitzenden vom 14.8.2007 angesichts der beängstigenden Entwicklungen von „Normalisierung der Risikobepreisung“. Mit diesen Worten im Ohr ist man geneigt wieder in den wohligen Schlummer seiner ganz persönlichen heilen Welt zurück zu fallen. Oder man erforscht ein paar Hintergründe.
Was bisher geschah:
Seit Monaten ist immer wieder von einer Immobilienkrise in den USA die Rede, wobei nie wirklich klar war, was es damit eigentlich auf sich hat. Es mehrten sich die Andeutungen, dass es in den USA eine riesige Anzahl an Immobilienkrediten geben muss, deren Schuldner nicht mehr in der Lage sind, ihre Schuld zurückzuzahlen. Wie konnte es dazu kommen?Die jahrelange Politik des billigen Geldes der US-Notenbank ließ im Bereich der Hypothekenfinanzierung eine hierzulande nicht denkbare Welle an Wohneigentumsfinanzierungen
entstehen. Hypothekarinstitute vergaben Kredite an Schuldner, die weder ein stabiles Einkommen noch einen Cent Bargeld besaßen. Der Hintergedanke dabei war stets, dass die auf diesem Wege finanzierten Immobilien stark an Wert gewinnen würden und aufgrund Zahlungsunfähigkeit ausfallende Schuldner keinen Schaden für die Bank anrichten könnten, da ja die im Wert gestiegene Immobilie als Pfand zur Verfügung stehen würde. Eins der ersten dieser Institute, welche mit dieser Fehleinschätzung in den Bankrott gingen, war die New Century Financial, die am südkalifornischen Markt tätig war und auf die erwähnten riskanten Darlehen spezialisiert war, sogenannte Subprime-Darlehen...







