Quelle: welt.de
Die spanische Wirtschaft steckt mitten in der Krise. Das Wachstum hat sich halbiert – und das, obwohl Regierungschef Zapatero im Frühjahr ein großes Wahlgeschenk unters Volk brachte. 400 Euro pro Person verteilte er unter den Spaniern, um den Konsum anzukurbeln. Doch das Programm ist verpufft.
Spaniens Regierung macht Sommerpausenpause. Ministerpräsident José Luis Zapatero unterbrach für zwei Tage seinen Urlaub im südspanischen Naturschutzgebiet Donaña und beorderte sein Kabinett nach Madrid: Den nächsten scharfen Knick in der Konjunkturkurve sollten die Mitglieder seiner Regierung nicht am Strand, sondern am Arbeitsplatz erleben. Um neun Uhr verkündeten die Statistiker gestern, dass das spanische Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal nur noch um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen war, und noch am gleichen Vormittag beschloss das Kabinett ein 24-Punkte-Aktionspaket gegen die Wirtschaftskrise.
Die spanische Wirtschaft ist in der Krise. Innerhalb von zwei Quartalen halbierte sich der Jahreswert des BIP-Wachstums von 3,5 auf 1,8 Prozent – und das, obwohl Zapatero im Frühjahr sein großes Wahlgeschenk unters Volk brachte. 400 Euro pro Person verteilte er unter den Spaniern, um den Konsum anzukurbeln und die Belastung durch den Anstieg von Ölpreis und Zinsniveau auszugleichen. Doch das 18-Milliarden-Euro-Programm ist verpufft. Der Absatz von langlebigen Konsumgütern lag zuletzt 20 Prozent unter dem Vorjahresergebnis, die Industrieproduktion im Juni lag neun Prozent tiefer als im Vorjahr...







