:: Währungsfonds warnt vor weltweiten Hunger-Unruhen ::

· tar, den 13.04.08 in Afrika, Amerika, Börse, Deutschland, Fernost, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: spiegel.de

Wirtschaftspolitiker sprechen vom "Konfliktherd der Zukunft": Rund um den Globus steigen die Nahrungsmittelpreise in drastischem Ausmaß. Ungewöhnlich klar warnt der Weltwährungsfonds nun vor Hunderttausenden Hungertoten - und vor weiteren Revolten wie auf Haiti.

Die steigenden Nahrungsmittelpreise waren ein wichtiges Thema beim Treffen von Weltwährungsfonds (IWF), Weltbank-Vertretern und Ministern der G-7-Staaten in Washington. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn warnte in Washington bei der Frühjahreskonferenz seiner Organisation: "Das könnte ein Konfliktherd für die Zukunft werden."

"Wenn die Lebensmittelpreise sich weiter so entwickeln wie zur Zeit..., werden die Auswirkungen schrecklich sein", sagte Strauss-Kahn auf einer Pressekonferenz. "Hunderttausende werden an Hunger sterben..., was zur Zerrüttung des wirtschaftlichen Umfelds führen wird", warnte der IWF-Chef. Auf diese Weise könnten die Entwicklungsfortschritte in armen Ländern der vergangenen fünf bis zehn Jahre "vollständig zerstört" werden.

In den vergangenen Monaten hatten gestiegene Lebensmittel- und Energiepreise in mehreren Ländern wie Haiti und Ägypten zu gewaltsamen Unruhen geführt. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sprach in Washington mit Blick auf diese Entwicklung von einem "Monster", das die politische Weltbühne betreten habe...




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