:: Wachstum ::

· tar, den 22.03.09 in Probleme, Wirtschaft

In der Wirtschaftswachstumsbetrachtung werden natürlich nicht nur Stühle betrachtet, sondern verschiedenste Güter. Dabei können wir bei klarem Verstand davon ausgehen, dass es sich im Mittel beim technologischen Fortschritt aller Güter um eine logarithmische Kurve handelt. Eben weil man aus einem Stuhl kein Auto machen, sondern ihn höchstens marginal verbessern kann, was sich - wie oben betrachtet - kurzfristig auf den Bestand auswirkt.

Was könnte man noch tun?

Man kann den Preis von bestimmten Einzelstücken künstlich in die Höhe treiben. Und zwar, indem der Stuhl bspw. von einem Künstler entworfen oder hergestellt wird. Erhöht der Künstler nun ebenfalls seine Produktion, erreicht der Stuhl ebenfalls irgendwann eine Marktsättigung, da die Seltenheit des Einzelstückes - und damit der vormals hohe Preis, also die Wertschätzung der Käufer wegfällt. Dabei tritt, wie oben, irgendwann natürlich Marktsättigung ein.

Was bleibt übrig?

1) Künstliche Nachfrage schaffen! Bspw. in Form gesetzlicher Zwangsmaßnahmen, wie der CO2-Steuer.

2) Den Bestand regelmäßig vernichten, um die Nachfrage nach Gütern dauerhaft zu erhöhen! Bspw. über staatliche Subventionierung in Form einer sog. Abwrackprämie oder mittels direkter Sachwertvernichtung durch Krieg.

Warum ist dieser Irrsinn nun überhaupt erforderlich?

Wieso propagiert man Wachstum, wenn dies in 1) und 2) enden muss?

Dazu müssen wir zu den Zentralbanken gehen, die sich das seltsame Ziel der sogenannten Preisniveaustabilität gesetzt haben - und hiernach ihren Leitzins ausrichten. Durch diesen wird eine inflationäre Entwicklung angestrebt, und zwar um besagte 2%, weswegen ich diese auch im Beispiel verwendet habe.

Zitat aus Wikipedia:
Der Regierungsrat der Europäischen Zentralbank definiert Preisstabilität "als Anstieg des Harmonisierten Verbraucherpreisindexes (HVPI) für das Euro-Währungsgebiet von unter 2% gegenüber dem Vorjahr."

Die richtige Bezeichnung wäre demnach Preisniveauverfallsstabilität.

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