:: Trügerische Sicherheit ::
Quelle: dradio.de
Experten kritisieren US-Pläne zur Raketenabwehr in Europa
Bis 2012 sollen in Polen zehn Abfangflugkörper installiert werden, die die USA und Teile Europas vor Langstreckenraketen aus dem mittleren Osten schützen sollen. Experten bezweifeln aber, ob das System technisch, aber auch politisch seinen Zweck erfüllen wird.
Eine Batterie von Abfangraketen, die feindliche Atomsprengköpfe vom Himmel holt - in Warschau fand man diese umstrittene Vision des Pentagons so verlockend, dass die Regierung jetzt ihr Einverständnis für ein Raketensilo in Nordpolen gab. Ein spezielles Bahnverfolgungsradar in Tschechien soll den zehn Abfangraketen darin im Ernstfall den Weg weisen. Der MIT-Professor Ted Postol bezweifelt allerdings, dass die Polen mit ihrer Entscheidung gut beraten sind. Die bodengestützte Raketenabwehr wird nämlich kaum halten, was die Pentagon-Strategen versprechen.
Wir haben die Behauptungen der Raketenabwehrbehörde geprüft. Unseren Analysen zufolge ist es technisch unmöglich, dass das System jemals so funktioniert, wie man uns Glauben machen will.
Weil die Abfangraketen noch nie unter realistischen Bedingungen getestet wurden, ist völlig offen, ob sie im Ernstfall ihr Ziel treffen. Zumal die in Tschechien geplante Radarstation, die sie mit Zieldaten versorgen soll, dazu gar nicht leistungsfähig genug ist. Ihre zentrale Komponente befindet sich derzeit noch auf den Marshall-Inseln. Eine riesige Kuppel mit 17000 Sende- und Empfangsantennen. Bei Raketenabwehrtests im Pazifik setzen US-Militärs dieses Radar seit über zehn Jahren ein. 2011 soll es nach Tschechien versetzt werden...








