Quelle: nachrichten.t-online.de
Die Taliban in Afghanistan haben sich reorganisiert und haben neue Kampfstrategien entwickelt. Sie arbeiteten nun in kleinen Gruppen, die Feldlager unter Feuer nähmen und Sprengfallen auf den Straßen auslegten, sagte der deutsche Generalmajor Hans-Lothar Domröse. Die Taktik scheint aufzugehen: Der Juni war der verlustreichste Monat für die internatonalen Truppen seit Beginn des Afghanistan-Krieges.
"Gefühl der Unsicherheit"
Die jüngsten Anschläge erfordern nach Ansicht von Stabschef Domröse neue Reaktionen der internationalen Soldaten und der Regierung in Kabul. Die Taliban schüfen "ein Gefühl der Unsicherheit in Afghanistan. Das ist eine neue Herausforderung für die afghanische Regierung, aber auch für die ISAF-Soldaten", sagte er im Hauptquartier der Afghanistan-Schutztruppe.Mehr Tote als im Irak
Die internationale Truppe beunruhigt vor allem die Zahl der getöteten Soldaten. In Afghanistan kamen im vergangenen Monat 51 ausländische Soldaten ums Leben. Dies geht aus Statistiken der Website www.icasualties.org hervor. Damit verzeichnet die ISAF und die US-geführte Koalition Operation Enduring Freedom (OEF) seit Jahresbeginn 122 Todesfälle. In den vergangenen Monaten haben damit mehr Soldaten in Afghanistan ihr Leben gelassen, als im Irak...







