Quelle: spiegel.de
Nach E.on denken nun auch Vattenfall und EnBW über den Verkauf ihrer Stromnetze nach - und beugen sich damit dem Druck aus Brüssel. Damit wären drei der vier großen Stromkonzerne in Deutschland bereit, sich von ihren Netzen zu trennen. Potentielle Investoren stehen bereit.
Nach dem Energiekonzern E.on treiben nun auch Vattenfall und EnBW den Verkauf ihrer Stromnetze voran. Man werde deswegen in den kommenden Tagen potentielle Investoren ansprechen, teilte Vattenfall am Freitag in Berlin mit. Falls es zu einem Verkauf komme, solle dieser spätestens in der ersten Jahreshälfte 2009 abgeschlossen sein.
Hintergrund dieser Entscheidung von Vattenfall sei die seit Monaten andauernde politische Debatte über die eigentumsrechtliche Entflechtung der Höchstspannungsnetze von den Stromerzeugern. Die EU-Kommission will, dass die Energiekonzerne ihre Stromnetze entweder verkaufen oder deren Verwaltung an eine vollkommen unabhängige Betreibergesellschaft abtreten. Deutschland war von der EU-Kritik besonders betroffen, weil das gesamte Hochspannungsnetz hier unter vier Energiekonzernen aufgeteilt ist, die zugleich die größten Stromproduzenten sind: E.on, RWE, EnBW und Vattenfall...







