Quelle: cp27.xsadmin.de
Die Aufklärungsarbeit zur Impfung vor Gebärmutterhalskrebs sollte nicht allein den Herstellerfirmen des Impfstoffes überlassen werden. Das betonte die SPD-Gesundheitsexpertin Mechthild Rawert bei der Auftaktveranstaltung zur frauengesundheitspolitischen Reihe „Treffpunkt Bundestag: Politisch verantwortlich, persönlich betroffen“ am 13. November in Berlin.
Zwar stelle die Entwicklung der beiden Impfstoffe unbestreitbar einen medizinischen Fortschritt dar, so Rawert. „Aus der umfangreichen Bewerbung und der Anwendung der Impfstoffe ergeben sich allerdings zahlreiche Fragen im Hinblick auf eine qualitätsorientierte Gesundheitsversorgung von Mädchen und Frauen.“
Rawert: Werbung von Pharmafirmen ist irreführend
Durch massive Werbung seitens der Impfstoffherstellerfirmen würden Mädchen, junge Frauen und deren Eltern in den Glauben versetzt, eine Impfung sei zwingend geboten, um sich dauerhaft vor Gebärmutterhalskrebs zu schützen. „Dabei wird außer Acht gelassen, dass sich zwar viele Frauen und Männer in ihrem Leben mit humanen Papillomaviren (HPV) infizieren, diese Infektionen jedoch zumeist harmlos verlaufen, da unser Körper bei gutem Immunzustand die Infektion abwehren kann“, sagte die Leiterin des Klinischen Forschungszentrums Frauengesundheit in der Charité, Martina Dören. Die HPV-Impfung ist auch in Fachkreisen umstritten: Es besteht die Befürchtung, dass sich viele Mädchen und junge Frauen durch die Impfung so sicher fühlen könnten, dass sie vorhandene Angebote zur Früherkennung als überflüssig betrachten. Mechthild Rawert findet deshalb die Art und Weise, wie die HerstellerInnen durch ihre Werbung mit den Wünschen nach Gesundheit und den Ängsten vor einer Krebserkrankung spielen ethisch eher fragwürdig...
Siehe auch:
- dradio.de







