:: Russland und China wollen im Handel auf US-Dollar verzichten - "Nesawissimaja gaseta" ::

· tar, den 03.08.08 in Europa, Fernost, Politik, Wirtschaft

Quelle: rian.ru

Moskau und Peking kämpfen gegenwärtig beharrlich um einen Ausbau des Bereichs für Rubel- bzw. Yuan-Verrechnungen. Das teilte Vizepremier Igor Setschin nach einem Kurzbesuch in Schanghai mit, schreibt die Tageszeitung "Nesawissimaja gaseta" am Dienstag.

Dieser Schritt "wäre von Bedeutung für eine Verringerung der Abhängigkeit der Handelsoperationen von den äußeren Faktoren", fügte Setschin hinzu.

Nach Ansicht von Experten wäre eine Umstellung des bilateralen Handels auf die nationalen Währungen von wirtschaftlichem Vorteil. In beiden Ländern würden sich viele Handels- und Finanzpartner finden, die bei ihren gegenseitigen Verrechnungen gerne auf den Dollar verzichten würden.

Der überwältigende Teil der bilateralen Lieferverträge zwischen Russland und China wird derzeit in US-Dollar abgewickelt, was beim Transferieren der US-Währung in die jeweiligen nationalen Währungen Kosten mit sich bringt, die angesichts des wachsenden Warenumsatzes zwischen beiden Ländern beachtlich geworden sind...



Kommentare:

  • von Grek 1

    Hallo,

    so allmählich wird McKinders Alptraum Realität:

    Rußland und China wollen im Handel untereinander künftig auf US-Dollars verzichten und stattdessen direkt in den Landeswährungen Rubel und Yuan abrechnen - warum kommen die da erst jetzt darauf? Immerhin beläuft sich der Warenaustausch zwischen diesen beiden Ländern auf rd. 48 Milliarden US Taler, was nicht gerade wenig ist. Das dürfte den USA/FED wohl weniger gefallen.

    Hinzu kommt noch die enge militärische Zusammenarbeit Rußlands mit der nächsten aufstrebenden Großmacht Indien. Es wird wieder ein modernisiertes U-Boot an Indien geliefert und sogar von Atom U-Booten gesprochen. Bei der Panzerwaffe setzt Indien ohnehin schon traditionell auf die Russen. Und ähnliches wird wohl demnächst auch bei der Luftwaffe erwartet.

    - ...

    Kein Zweifel, Rußland wehrt sich jetzt vehement gegen die Umklammerungspolitik Washingtons und rüstet selbst kräftig mit Riesen-U-Booten und verstärkter Präsenz im Schwarzen und Mittelmeer auf.

    Quellen:
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    Gruß


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