Quelle: faz.net
Es ist wieder einmal soweit. Die Wirtschafts- oder Unternehmensmeldungen mögen noch so schlecht sein, aber die Börsen boomen zumindest kurzfristig. Denn die Daten „waren besser als erwartet“, wie es regelmäßig heißt, wenn sich Anleger Kursbewegungen sonst nicht logisch erklären können.
So kann der Gewinn bei Intel schrumpfen, der Gewinn bei JPMorgan Chase kann im ersten Quartal um 50 Prozent einbrechen, der amerikanische Immobilienmarkt verzeichnet die geringsten Baubeginne seit 17 Jahren, sowie die höchsten Überbestände und Insolvenzen seit Jahren, während die amerikanischen Produzentenpreise mit 6,9 Prozent auf dem höchsten Niveau seit mehr als 25 Jahren verharren. Selbst die hohe, statistisch unterschätzte Inflationsrate scheint zunächst keine Rolle zu spielen.
Seltsame Kombination zwischen schwachem Wirtschaftswachstum und inflationären Tendenzen
Dabei deutet angesichts der hohen Energie- und Rohstoffpreise vieles auf eine unheilvolle Kombination zwischen schwachem Wirtschaftswachstum und inflationären Tendenzen hin. Sie wäre unter normalen Umständen nicht sonderlich positiv für Unternehmen. Zumindest nicht für jene, die über keine Preissetzungsmacht verfügen, da ihre Margen unter Druck geraten dürften. Dagegen sind Aktien von Unternehmen, die steigende Kosten über ihre Verkaufspreise weitergeben können, ein guter Inflationsschutz...







