:: Platzt in Kürze die spekulative Ölpreisblase? ::

· tar, den 27.07.08 in Amerika, Börse, Fernost, Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft

Quelle: info.kopp-verlag.de

Am Donnerstag, dem 3. Juli, erreichte der Ölpreis einen absoluten Rekordhöchststand von 145,85 US-Dollar, und die Investmentbank »Goldman Sachs« geht davon aus, dass er schon bald die 200-Dollar-Marke übersteigen wird. Sind dies Anzeichen dafür, dass die größte Spekulationsblase aller Zeiten bei Rohstoffpreisen demnächst im Begriff ist, zu platzen? Es gibt ernst zu nehmende Hinweise darauf, dass dies schon bald der Fall sein könnte. Sollte dem so sein, können wir mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Insider an der Wall Street – die sich immer noch die Wunden lecken, die sie sich durch ihre Dummheiten mit der Verbriefung von »Wert«papieren wie den zweitklassigen US-Hypothekenkrediten und den Riesenverlusten damit zugezogen haben – genauso schamlos Riesengewinne durch Spekulation auf den Rückgang des Ölpreises machen werden, wie sie es auch schon auf seinem Weg nach oben getan hatten. Diejenigen Trader, die als Zwischenhändler zwischen Derivatkäufern und -verkäufern fungieren, wissen genau, was die US-Regierung lieber nicht wissen will: wer nämlich in diesem Markt welche spekulative Position hält.

Wie ich bereits detailliert in meinen beiden früheren Veröffentlichungen zum Thema Ölpreisexplosion ausführte, ist der wahre heutige Preistreiber bei diesem Rohstoff die Spekulation, nicht »Peak Oil« (Ölfördermaximum und versiegende Reserven) oder ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. Dieser Markt ist der mit Abstand undurchsichtigste der Welt – vom internationalen Rauschgifthandel einmal abgesehen. Niemand außer einer kleinen Handvoll von Banken und Ölmultis ist über die tatsächliche Lage im Bilde, was Ölmengen, -reserven und -preise sowie die spekulativen Futures-Positionen der Beteiligten auf dem Ölmarkt betrifft...




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