:: Mega-Rettungsplan: Der Teufel im Detail ::

· tar, den 25.09.08 in Amerika, Börse, Krise, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: ftd.de

Jetzt zücken der US-Finanzminister und der Fed-Chef die richtig große Waffe gegen die Kreditkrise: Eine gigantische Auffanggesellschaft soll den Banken die Problempapiere abkaufen. Doch die Historie lehrt: Das ist einfacher gesagt als getan.

US-Finanzminister Henry Paulson und Notenbankchef Ben Bernanke sind hyperaktiv: Erst der 29 Mrd. $ schwere Rettungsschirm für Bear Stearns, dann die Verstaatlichung der beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac, diese Woche der Notfallkredit an die American International Group, zwischendurch eine ganze Batterie an neuen geldpolitischen Instrumenten wie beispielsweise die Term Securities Lending Facility (TSLF). Eines kann man Paulson und Bernanke nicht vorwerfen: Dass sie tatenlos zusehen, wie die Wall Street und der gesamte amerikanische Finanzkapitalismus in Schutt und Asche versinkt.

Allein: Vertrauen hat das alles nicht geschaffen. Die Banken misstrauen sich so sehr wie seit dem Börsencrash von 1987 nicht mehr. Die Anleger flüchten aus Geldmarktfonds und leihen dem Staat Geld für lau - und sind bereit, soviel für Sicherheit zu zahlen wie zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Das Problem ist, dass Paulson und Bernanke die Grundwurzel allen Übels nicht gepackt haben: Die Milliarden an problematischen Wertpapieren, die in den Portfolios von Banken und Fonds lauern. Deshalb greifen die beiden wichtigsten Finanzbeamten der Welt wahrscheinlich zum allerletzten Mittel: Dem direkten Kauf dieser Papiere durch eine Auffanggesellschaft. Die Idee ist sinnvoll, wird aber in der Umsetzung teuflisch schwierig...



Kommentare:

  • Der Teufels will gerettet werden und braucht 700 oder 900 oder 1,5 oder 6,8 oder ... ??? ... Wer soll gerettet werden? Die FED!


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