:: Linksammlung vom April 2007 ::

· tar, den 30.04.07 in Pax Aeterna

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Kommentare:

  • Ursprünglich von klenes:

    wer zum teufel hat dieses arschloch eigendlich gewählt...
    dem gehört prügel....

    Ursprünglich von Peter Christian Nowak:

    Es bildet sich eine neoliberale Hegemonie heraus, wie man die öffentliche Meinungsführerschaft des Marktradikalismus nennen kann. Sie ist deshalb eine Gefahr für die Demokratie, weil Politik durch ökonomische Mechanismen ersetzt wird. Bisher demokratisch ausgeübte Macht verlagert sich von den staatlichen Autoritäten hin zu den ökonomischen Interessen von Privatpersonen und Konzernen. Dadurch wird die demokratische Kontrolle von Macht noch schwieriger.

    Einen hegemonialen Impetus haben auch die Privatisierungen öffentlicher Einrichtungen und Infrastrukturen. Aber auch die "Tafeln", teilweise gesponsert von Anhängern des Neoliberalismus`, die lediglich Solidarität vorgaukeln sollen, man sich aber offensichtlich von dem Artikel der Eigentumsverpflichtung billig loskaufen kann. Oder:
    Wenn die Stadtwerke an einen Großkonzern verkauft werden, kann ein durch Wahlen legitimierter Gemeinderat keine Energiepolitik mehr machen, weil Manager und Kapitaleigner die Entscheidungen fällen. Wenn ganze Länder, Städte und Gemeinden wie Firmen geführt werden und Parteiprogramme, statt soziale Utopien zu entwerfen, eher Bilanzen gleichen, dankt die demokratische Politik ab.
    Neoliberale verändern das in der Gesellschaft herrschende Gerechtigkeitsverständnis. Statt des für einen Sozialstaat konstitutiven Bedarfs präferieren sie Leistungsgerechtigkeit.

    Bundesfinanzminister Peer Steinbrück nahm beispielsweise eine totale Deformation des Gerechtigkeitsbegriffs vor und brach gleichzeitig mit dem Sozialstaatspostulat des Grundgesetzes, als er die soziale Gerechtigkeit auf die Sorge des Staates um die Leistungsträger verkürzte, (Zitat): "Soziale Gerechtigkeit muss künftig heißen, eine Politik für jene zu machen, die etwas für die Zukunft unseres Landes tun: die lernen und sich qualifizieren, die arbeiten, die Kinder bekommen und erziehen, die etwas unternehmen und Arbeitsplätze schaffen, kurzum, die Leistung für sich und unsere Gesellschaft erbringen. Um die – und nur um sie – muss sich Politik kümmern." Eine glatte Fehlinterpretation des Grundrechts sozialer Verantwortung.
    Hier handelt es sich um einen neoliberal verkürzten Gerechtigkeitsbegriff, weil unter Leistung in erster Linie wirtschaftlicher Erfolg verstanden wird. Wenn ein Superreicher nach Rücksprache mit seinem Anlageberater an der Börse die richtigen Aktien kauft und sie ein Jahr später zum doppelten oder dreifachen Preis verkauft, muss er selbst einen Millionengewinn nicht versteuern. Ob darin eine Leistung besteht, die sich "lohnen" muss, erscheint aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive fraglich. Bildet sich ein Arbeitnehmer in seiner Freizeit weiter, muss er den daraus resultierenden Mehrverdienst hingegen voll versteuern. Und auch die Bemühungen eines Menschen mit Behinderungen, seine körperlichen Einschränkungen durch unermüdliches Üben zu verringern, "rechnen" sich nicht.

    Es gibt immer mehr "Tafeln", soziale Initiativen, die Bedürftigen oft von Supermärkten und Lebensmittelhändler gespendete, abgelaufene Lebensmittel zur Verfügung stellen. In Düren und Aachen haben sich nun auch Initiativen gebildet, die alte Schultornister und gespendete Schulutensilien sammeln, damit Kinder von Bedürftigen zu Schulbeginn nicht mit leeren Händen dastehen...

    Ursprünglich von Unkas:

    Eine schöne Aktion. Es müssen mehr Menschen begreifen, dss wir nur in einer Scheindemokratie leben und eine Änderung in Richtung Basisdemokratie bewirken. Ich bin mal gespannt, wie die Medien darüber berichten werden.

    von mir:

    das eigentliche problem, nämlich der wachstumszwang der wirtschaft aufgrund des zinseszinses, wird aber hier ebenso nicht erkannt oder zur sprache gebracht. nicht die wirtschaft, besonders nicht die deutsche, und auch nicht die arbeitgeber sind die bösen, denen der bundestag dient, sondern der kapitalismus in reinkultur, dem sich jeder unterwerfen muss.

    Ursprünglich von winfried aus chemnitz:

    Aktionen dieser Art sind immer gut -weil auch Friedlich und geschickt inszeniert.
    Das die Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Geldlismus immer noch verwechselt werden ist aber eher schade.

    Hier einige kostenlose Bücher zum Thema:

    ...

    von mir:

    zunächst einmal war die aktion teilweise berechtigt, andererseits schoß sie in die falsche richtung, denn die notwendigkeit der bundesregierung, die wirtschaft anzukurbeln und ihr zu dienen, schlägt sich im kapitalismus selbst nieder:

    ...

    lösungsansätze findet man derlei unterschiedliche. da gibt es die freiwirtschaft samt bodenreform unter dem verbesserten vorbild von silvio gesell mit abschaffung des bestehenden zinssystems. dann gibt es das bürgergeld / bedingungsloses grundeinkommen, welches allerdings in letzter zeit schamlos ausschließlich für den unternehmer positiv zurecht gebogen wird. dann wäre da eine neue mindestlohnregelung in aussicht oder eine umverteilung des geldes (max. besitz eines menschen auf 50 mio. € beschränkt) usw. usf.

    3 seiten zum anregen:

    -> ...
    -> ...
    -> ...

    Ursprünglich von Dipl.-Phys. Helmut Gobsch:

    Ich nehme seit zwei Jahren mit großem Erfolg Strodival 3 mg mr ein und
    konnte den Betablocker Sotalex absetzen.
    Weiterhin verweise ich auf das Buch von Petry "Die Lösung des Herzinfarkt-Problems durch Strophanthin".
    Auf der Seite: ... habe ich vieles über Strophanthin
    zusammengetragen.

    Helmut Gobsch

    Ursprünglich von Wiessner:

    Man sollte Physiker oder Heilpraktikern nicht einfach so die Bewertung eines Wirkstoffs aus der Pharmakologie überlassen. Das sollte man Pharmakologen oder Ärzten überlassen, sonst kommen Verschwörungstheorien wie die von dem Petry bei raus. Ausserdem liest sich der Beitrag wie eine Produktwerbung für die Pharmaindustrie und die milliardenschwere schwedische Meda-Pharm.

    Internationale Standardwerke der Pharmakologie nennen ünereinstimmend schwankende und schlechte Resorptionswerte für das orale Strophanthin. Es spielt in der heutigen Medizin keine Rolle mehr, es wurde durch effektivere Mittel ersetzt. Ausserdem hat sich inzwischen in placebo-kontrollierten, prospektiven Studien herausgestellt dass Strophanthin und analoge Na-Kalium-Kanalblocker keinen Vorteil beim Herzinfarkt zeigen. Dass die orale Resorption schlecht ist, ergibt sich schon aus der Produktinformation des Pharma-Multis Meda-Pharm zu seinem Strodival ®: dort wird selbst eine Resorption von etwa 2,5% angegeben.
    Der Anwender muss also mit verschiedenen Dosierungen herumexperimentieren bis er die richtige Dosis findet. Strodival enthält das umstrittene Dibutylphthalat wegen der Resortionsprobleme. Es soll die Resorption erhöhen. Die Substanz DBP wurde von der Europäischen Union und der Weltgesundheitsorganisation als fruchtbarkeitsschädigend und entwicklungsschädigend eingestuft. Der Stoff stellt also ein Risiko für ungeborenes Leben dar. Es wird vermutet, dass DBP im Zusammenhang mit Fehlbildungen der Geschlechtsorgane von männlichen Neugeborenen stehen. Wers nicht glaubt: Öko-Test brachte einen Bericht darüber.

    Ursprünglich von Rudi:

    Dieser Wiesner scheint ein von gewissen Leuten bezahlter Schreiberling zu sein.
    Exakt den selben Wortlaut hat er auch in einem anderen Forum wiedergegeben.
    Ich bin mir fast sicher, dass dieser Herr sich nicht die Mühe gemacht hat und die Bücher von Kern, Petry und Schmidsberger zu lesen.
    Gebetsmühlenartig werden hier die Standardargumente der Pharmaindustrie wiedergegeben, genauso wie die Standardargumente der STIKO zu den Impfungen.

    von mir:

    lassen wir es trotzdem stehen - so kann sich jeder ein eigenes urteil bilden, wenn er die bücher gelesen hat.

    Ursprünglich von Rolf-Jürgen Petry:

    HAllo, hier RJ Petry, der Autor von "Die Lösung des Herzinfarktproblems."
    Also ich antworte mal auf die Vorwürfe:
    1) "Verschwörungstheorien wie die von dem Petry". Ich habe nichts anderes gemacht, als jahrelang alle fakten zu dem Thema zusammenzutragen, und habe dafür als einziger Heilpraktiker wegen der Bedeutung des Themas und wegen der Qualität meiner Arbeit (1665 Quellenangaben in der 2. Auflage) das (befürwortende) Vorwort eine med.Professors bekommen, der dazu tatsächlich noch weltberühmt war.

    "Ausserdem hat sich inzwischen in placebo-kontrollierten, prospektiven Studien herausgestellt dass Strophanthin und analoge Na-Kalium-Kanalblocker keinen Vorteil beim Herzinfarkt zeigen."

    ZUerst einmal gibt es zu Strophanthin diese Studien nicht ! Nur Studien, die extreme Vorteile zeigen (z.B. die weltbesten Herzinfarkt-Überlebensraten in einem großen pöffentlichen Krankenhaus in Berlin-West über 12 Jahre lang mit Erfahrungne an über 1000 Patienten). Ansonsten ist natürlich Digitalis bei der Herzschwäche gemeint, da trifft das zu. Bei Herzinfarkt ist schon lange bekannt, daß Digitalis NAchteile hat.

    Und noch etwas Strophanthin ist KEIN Natrium-Kalium-Kanalblocker (Natrium-Kalium-Pumpe wäre die korrekte BEzeichnung gewesen), denn es wirkt in den betreffenden niedrigen Konzentrationen eindeutig als Stimulator derselben, was durch über 50 Studien erwiesen ist ohne Gegenbeobachtungen (im Gegensatz zu Digitalis, das nur hemmen kann in allen Konzentrationen). Deshalb ist eine geringe Resorption ja sogar von Vorteil. Strophanthin wirkt in unvorstellbar geringen Mengen !

    Selbst Prof. Schoner anerkennt die Stimulation der Na-K-Pumpen:
    ...

    zum DBT: Der Schreiber hat wirklich keine Ahnung. Das DBT wird ja nicht zur Verstärkung der Resorption zugesetzt, sondern um die Kapsel magensaftresistent zu machen. Naja.

    Ansonsten soll DBT nur (in größeren Mengen) für das ungeborene Leben schädlich sein. Also erst einmal die Frage: Wie viel Prozent (besser wohl Promille) der Strodival-Patienten sind schwangere Frauen ?

    DBP in den Hülsen von Strodival mr ist natürlich unerwünscht, auch wenn es nur lt. Hersteller in geringsten Spuren enthalten ist. Allerdings würde eine DBP-freie Kapselhülse eine völlige Neuzulassung nötig machen, was angesichts des Kampfes gegen den Erhalt von Strophanthin zunächst zweitrangig ist. Spurenschadstoffe sind in sehr vielen Lebensmitteln enthalten und natürlich ebenso unerwünscht. Die Nebenwirkungen von Strodival mr in Bezug auf seine DBP-Spuren sind mit Abstand geringer als z.B. die Nebenwirkungen eines ß-Blockers - daran denken Sie bitte ! Solche Nebenwirkungen werden aber selbstverständlich Millionen von Herz- und Bluthochdruckkranken zugemutet - davon spricht niemand. Im Übrigen sind die Hülsen von Strodival Zerbeißkapseln (hellrot) DBP-frei.

    Ich fand den folgenden Text auf der Homepage von Natur und Heilen bezüglich dieses "Sturms im Wasserglas". Ich bin zwar dem BfArM sehr skeptisch eingestellt, aber die können ja auch mal (wie sehr wahrscheinlich in diesem Punkt) rechthaben:

    "Originaltext der BfArM: 05/06 Phthalate in Arzneimitteln: BfArM warnt vor Verunsicherung Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sieht auch nach den jüngsten Medieninformationen über neue Studienergebnisse keine akute Gefährdung von Patienten, die Arzneimittel mit dem Hilfsstoff Dibutylphthalat (DBP) einnehmen. Die von Schwangeren mit einigen Arzneimitteln eingenommenen Mengen DBP sind so gering, dass eine Schädigung von Neugeborenen unwahrscheinlich ist. DBP wird in Arzneimitteln als sogenannter Weichmacher in Kapselhüllen oder in Tablettenüberzügen verwendet. Sie erfüllen darin wichtige Funktionen, z.B. ermöglichen sie eine gesteuerte und modifizierte Freisetzung von Wirkstoffen im Magen-Darm-Trakt oder sorgen für eine ausreichende Haltbarkeit. Es besteht also ein entscheidender Unterschied zwischen der Verwendung von DBP in Arzneimitteln und in anderen Produkten wie z.B. Kosmetika oder Kinderspielzeug. Über eine mögliche fruchtschädigende Wirkung von DBP liegen Ergebnisse aus Tierversuchen vor, aus denen ein Grenzwert für eine unbedenkliche lebenslange Einnahme von DBP abgeleitet wurde. Dieser liegt in der EU für Gebrauchsgegenstände bei 100 Mikrogramm/kg Körpergewicht und Tag und wurde im vergangenen Jahr für Lebensmittel auf 10 Mikrogramm/kg Körpergewicht und Tag neu festgesetzt. Die neuen Studiendaten weisen zwar auf eine deutliche Überschreitung dieser Grenzwerte hin, wenn DBP-haltige Arzneimittel wie empfohlen eingenommen werden. Die von den Versuchspersonen eingenommenen Mengen DBP waren aber immer noch deutlich niedriger als die, die in Tierversuchen überhaupt einen biologischen Effekt auslösten. "Eine Verunsicherung von Patienten, die DBP-haltige Arzneimittel einnehmen, ist deshalb nicht gerechtfertigt", betont BfArM-Leiter Prof. Dr. Reinhard Kurth. "Sollte sich aus den neuen Studienergebnissen tatsächlich eine andere europaweite Bewertung von DBP in Arzneimitteln ergeben, hat das BfArM die Möglichkeit, den Austausch gegen andere gleichwertige Hilfsstoffe einzuleiten."

    Mehr zu Strophanthin bei ...

    Ursprünglich von winfried aus chemnitz:

    Die Impulserhaltungsregel - Zahn um Zahn - Aug um Aug ist nicht nur Unchristlich sondern erhält den Streit und den Konflikt über die ewigen Zeiten!

    Das Gegenteil: Vergelte das Böse mit etwas weniger Bösen aber fast Gleichviel und das Gute mit etwas mehr als das Empfangene.

    Ursprünglich von m.milz:

    was glaubt der typ eigentlich wer er ist,das er laufend an unserem grundgesetzt rumschrauben will.das grenzt für mich schon an größenwahn.
    jeder kleine politfuzzi denkt schon er kann ganz deutschland nach seinen
    wünschen verändern.wir sind das volk und nicht die paar dünbrettbohrer.

    von mir:

    Dass man derlei Berufe, wie im o.g. Artikel, nicht vergleichen kann, sollte jedem klar sein. Dass Frauen, da sie sich eben gerade den einfacheren Arbeiten widmen, weniger verdienen, ebenso. Vergleiche bieten sich hier nur innerhalb derselben Segments an, z.B. Arzt & Ärztin, Lehrer & Lehrerin, Sozialarbeiter & Sozialarbeiterin, etc.


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