:: Kniefall in der Knesset ::
Quelle: freace.de
Die Rede der deutschen Bundeskanzlerin in Israel
Am Dienstag hielt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel im israelischen Parlament eine Rede, die vor allem aufgrund der dabei offen zur Schau getragenen "unbegrenzten Solidarität" mit Israel bemerkenswert ist – und nicht, weil es das erste Mal war, daß einem ausländischen Regierungschef statt eines Staatsoberhaupts gestattet worden ist, dort zu sprechen.
In ihrer Rede hätte sie die Tatsachen der israelischen Besatzung Palästinas und der seitens Israels begangenen Völkerrechtsverbrechen kaum gründlicher ausblenden können, als sie es tat.
"60 Jahre Israel - das sind 60 Jahre großartiger Aufbauarbeit der Menschen unter schwierigen Bedingungen. 60 Jahre Israel - das sind 60 Jahre Herausforderungen im Kampf gegen Bedrohungen und für Frieden und Sicherheit. 60 Jahre Israel - das sind 60 Jahre Integration von Zuwanderern in das Gemeinwesen dieses Staates", so Merkel zu Beginn ihrer Rede vor den Knesset-Abgeordneten.
Schon die ersten beiden Punkte dürften von der palästinensischen Bevölkerung wie ein Schlag ins Gesicht empfunden werden, dann aber noch von der "Integration von Zuwanderern" zu sprechen ist entweder ein Zeichen erschreckender Unwissenheit oder – wesentlich wahrscheinlicher – von geradezu grenzenlosem Zynismus. Die "Integration in das Gemeinwesen" ist nur im Hinblick auf zugewanderte Juden "erfolgreich" – und gewünscht. Hinsichtlich arabischen Menschen – selbst der arabischen Teile der eigenen Bevölkerung – ist rassistisches Verhalten nicht nur alltäglich, sondern auch in großen Teilen der Bevölkerung akzeptiert. Angesichts zahlreicher Äußerungen israelischer Politiker, die in Deutschland eine Anklage wegen Volksverhetzung nach sich ziehen dürften, kann es aber sicherlich kaum verwundern, daß auch die israelische Bevölkerung wenig Grund für Zurückhaltung sieht...







