Quelle: spiegel.de
Ein fünf Millimeter kleiner Käfer tötet im Westen Kanadas Millionen von Bäumen - und beeinflusst damit sogar das Weltklima. Besonders bedrohlich: Die Käferplage wurde in diesem Ausmaß erst durch den Klimawandel möglich. Jetzt verstärkt sie ihn.
Erst grün, dann rot, dann grau, dann tot: In den Kiefernwäldern der westkanadischen Provinz British Columbia vollzieht sich derzeit millionenfach eine traurige Verwandlung. Einstmals gesunde Bäume, vornehmlich Küstenkiefern, sterben binnen kurzer Zeit ab. Schuld daran ist ein fünf Millimeter kleiner Schädling, der Bergkiefernkäfer. Seine Larven - und der durch die Borkenkäfer eingeschleppte Bläuepilz - bringen den Nährstofffluss in den Bäumen binnen kurzer Zeit zum Erliegen.
Zunächst machen sich sogenannte Pionier-Weibchen auf den Weg. Haben sie ein interessantes Ziel gefunden, senden sie Lockstoffe aus, die Heerscharen von Männchen anlocken. 1000 bis 2000 Käfer reichen aus, um einen Baum zu töten. Mehr als 130.000 Quadratkilometer Wald sind in den vergangenen Jahren auf diese Weise zerstört worden, was fast der doppelten Fläche Bayerns entspricht. In manchen Bereichen, wo auch andere Baumarten wachsen, ist der Wald nicht komplett tot, doch auch das gibt es...







