Quelle: derstandard.at
Finanzkrise erfasst Cross-Border-Deals der Innsbrucker Kommunalbetriebe und Tiwag
Der Beinahe-Kollaps des US-Versicherungsriesen American Insurance Group (AIG) treibt nicht nur österreichischen Bankern und Versicherern Schweißperlen auf die Stirn. Auch bei Energieversorgern und Kommunalbetrieben steigt die Nervosität.
Der Grund: Die im vergangenen Jahrzehnt zuhauf abgeschlossenen Cross-Border-Leasings (CBL), mit denen Strom- und Kanalnetze ebenso steuerschonend an US-Trusts verleast und zurückgemietet wurden, wie Kraftwerke, Waggons und Lokomotiven. Nun zittern viele dieser Leasing-Nehmer um ihr Geld - allen voran die zu 49 Prozent plus einer Aktien im Besitz der Tiwag stehenden Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB). Die haben ihr Strom- und Kanalnetz samt Kläranlage 2002 auf vier CBL-Tranchen verteilt für 250 Jahre an US-Partner verleast und für 29 Jahre rückgemietet. Eine der Depotbanken, bei der ein Teil des Verkaufserlöses (laut Insidern rund 190 Mio. Euro, mit denen die Leasingraten bedient werden) veranlagt wurde, ist: die AIG. Das Transaktionsvolumen betrug seinerzeit 358 Mio. Dollar (wären derzeit 253 Mio. Euro), der erzielte Barwertvorteil 15,58 Mio. Euro)...







