:: Innsbrucker zittern um ihr Geld ::

· tar, den 25.09.08 in Europa, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: derstandard.at

Finanzkrise erfasst Cross-Border-Deals der Innsbrucker Kommunalbetriebe und Tiwag

Der Beinahe-Kollaps des US-Versicherungsriesen American Insurance Group (AIG) treibt nicht nur österreichischen Bankern und Versicherern Schweißperlen auf die Stirn. Auch bei Energieversorgern und Kommunalbetrieben steigt die Nervosität.

Der Grund: Die im vergangenen Jahrzehnt zuhauf abgeschlossenen Cross-Border-Leasings (CBL), mit denen Strom- und Kanalnetze ebenso steuerschonend an US-Trusts verleast und zurückgemietet wurden, wie Kraftwerke, Waggons und Lokomotiven. Nun zittern viele dieser Leasing-Nehmer um ihr Geld - allen voran die zu 49 Prozent plus einer Aktien im Besitz der Tiwag stehenden Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB). Die haben ihr Strom- und Kanalnetz samt Kläranlage 2002 auf vier CBL-Tranchen verteilt für 250 Jahre an US-Partner verleast und für 29 Jahre rückgemietet. Eine der Depotbanken, bei der ein Teil des Verkaufserlöses (laut Insidern rund 190 Mio. Euro, mit denen die Leasingraten bedient werden) veranlagt wurde, ist: die AIG. Das Transaktionsvolumen betrug seinerzeit 358 Mio. Dollar (wären derzeit 253 Mio. Euro), der erzielte Barwertvorteil 15,58 Mio. Euro)...



Kommentare:

  • Ja, wirklich ausnehmend "klug gedacht".. Wie dämlich muss man sein, sich auf diese Weise "seine", eigentlich dem Volk gehörenden Ressourcen abnehmen zu lassen?
    Aber das macht ja nichts, er wird ja eh Steuergeld zum bezahlen der anstehenden Verbindlichkeiten verwendet werden..Ein Gutes hat die ganze "Geschichte des Crahs" ja, es kommen nun - und zwar von den "etablierten Medien" verbreitet - finanzielle Transaktionen ans Tageslicht, die einem die Leute schwer geglaubt haben.
    Vielleicht wachen dadurch ja einige auf..

    Gruß, Steven Black


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