:: Im Reich der Rich Boys ::
Quelle: spiegel.de
Hier sind kritische Nachfragen unerwünscht: Ausgerechnet im Schweizer Kanton Zug residieren einige der mächtigsten Rohstoffhändler der Welt - und machen diskrete Milliardengeschäfte mit Öl, Gas, Metall und Kaffee. Ein Blick auf die Geheimnisse einer umstrittenen Branche.
Die ganze Region deckte den Mann. Selbst die Landesregierung in Bern legte ihre schützende Hand über ihn. Trotzdem musste er ständig mit der Entführung durch Geheimdienstler der Vereinigten Staaten rechnen. Die hatten für ein Kidnapping per Helikopter schon die Steigung der Straße errechnet, an der er wohnte. Auf dem Dach seiner Firmenzentrale patrouillierten Sicherheitsleute mit Ferngläsern. Zum Lunch ging der "Most Wanted" des FBI durch einen Tunnel, der zu seinem Lieblingsrestaurant führte.
Unglaubliches geschah im Innerschweizer Kanton Zug.
Erst seit dem 20. Januar 2001 führt Marc Rich wieder ein - fast - normales Leben. An diesem Tag wurde der so geniale wie berüchtigte Rohstoffhändler von US-Präsident Bill Clinton begnadigt - nur wenige Stunden vor dem Ende von dessen Amtszeit. Mit einem Federstreich war die seit 1983 bestehende Anklage wegen Steuerhinterziehung, Ölpreismanipulationen und Handel mit dem Feind ebenso aus der Welt geschafft wie die drohende Höchststrafe von 325 Jahren...








