Quelle: spiegelfechter.com
Der Fall der deutschen “Terrorzelle“, deren drei mutmaßliche Mitglieder am 4. September im Sauerland festgenommen wurden, wird von Tag zu Tag verworrener. Für die Bundesanwaltschaft war am Tag nach der Festnahme alles klar: Fritz Gelowicz und seine zwei Komplizen seien „dringend verdächtig, Mitglieder der terroristischen Vereinigung „Islamische Jihad Union“ zu sein und terroristische Anschläge gegen amerikanische Einrichtungen in Deutschland vorbereitet zu haben“.
Der frühe Verdacht, dass es sich bei der IJU um ein Phantom handele, wurde jetzt von einem führenden Experten bestätigt. Im ARD-Magazin Monitor bestätigte Benno Köpfer, Leiter der Forschungsgruppe für islamistischen Terrorismus beim baden-württembergischen Verfassungsschutz, Zweifel über die Existenz dieser Vereinigung. „Er habe erhebliche Zweifel“, dass es die IJU überhaupt gäbe. Weder die Anschläge, die ihr in Uzbekistan zugeschrieben werden, noch das Bekennerschreiben für die „versuchten Anschläge“ in Deutschland sind für ihn glaubhaft. In einem Interview mit der TAZ bestätigt Köpfer, dass die einzige Quelle, auf die sich die Bundesanwaltschaft bei ihrer Anklage bezieht, US-Geheimdienste sind. Die rhetorische Frage, ob es sich bei der IJU um eine Erfindung westlicher Geheimdienste handelt, beantwortet Köpfer mit einem viel sagenden: „Darüber will ich nicht spekulieren“. Seine Aussagen, die der Bundesanwaltschaft und den “Regenmachern aus den Innenministerien“ in elementaren Teilen widersprechen, sind ein Schuss vor den Bug für die Generalbundesanwältin Monika Harms...







