:: Goldgeld = Zinsgeld ::

· tar, den 26.01.08 in Geschichte, Politik, Probleme, Wirtschaft

2. Die Annahme, Gold hätte einen absoluten Wert z.B. gegenüber einem Brot

Das Wertesystem ist sozusagen schwimmend. Alles wird zu Allem in Relation betrachtet. Es gibt keine fixe Größe außer den menschlichen Grundbedürfnissen zum Überleben, der Endlichkeit der meisten Ressourcen und der Zeit, die für alle gleich abläuft. Für einen Menschen, für den es gilt sein Überleben und das seiner Familie sicherzustellen, hat Gold keinen Nutzen und somit auch keinen Wert, wenn keiner bereit oder in der Lage ist ihm für das Gold Nahrung einzutauschen. Er könnte auf einem Berg Gold verhungern. Also ist auch hier die Akzeptanz und das bloße Vorhandensein von tauschbaren Waren Grundvoraussetzung für irgendeine Art von Goldwert.

Genauso wie heute.

3. Die Annahme, die Art der Geldschöpfung sei beim Goldstandard eine andere

Geld wurde in der Vergangenheit und würde auch in Zukunft bei der Verwendung eines Goldstandards auf die heute übliche Art und Weise geschöpft, über Kredit. Oder was denkt Ihr? Genau da setzt doch die Idee des Freigelds an. Denkt doch über diesen wichtigsten Fakt einmal nach und informiert Euch darüber. Klar würde sich einiges ändern und so leichtes Zockergeld wie heute ließe sich dann nicht mehr verdienen. Das Wertpapiergeramsche als eigentliche Ursache für die heutigen Finanzkrisen würde man hoffentlich endlich abschaffen oder zumindest für die reinen Zocker so uninteressant machen, daß es sich nicht mehr lohnt. Die Macht, die die Familien der heutigen Herren des Kreditgeldes über uns haben wären gebrochen, der Arbeitsertrag müsste nicht mehr mit parasitären Spekulanten geteilt werden. Was außer den paar Zinskrümeln würden die Menschen denn verlieren?

Das wäre dann anders als heute.

Seiten: 1 2 3

Kommentare:

  • Hallo, wirklich eine verblüffende Story, gut erzählt. Sie beleuchtet ganz hervorragend e i n e Funktion des Geldes - nämlich die als Tauschmittel. Es gibt trotdem einen Haken: Geld muß nämlich ebenfalls als möglichst unveränderlicher Wertmaßstab dienen, soll der Wirtschaftskreislauf dauerhaft funktionieren !
    Leicht erkennbar, wenn man sich zehn oder 100 Pelzhändler in der Story vorstellt - und wie dann die Preise fürs Mauern und Feiern etc. in die Höhe schnellen.
    Also lieber nicht, das Tauschmittel braucht einen möglichst schwer veränderbaren "Anker" - und Gold ist wegen seiner 'Beliebtheit (Nachfrage) und den hohen Förder- und Lohnkosten ideal dafür.


  • da halte ich brötchen für viel idealer und keinen irrsinnigen rohstoff, der dann wieder bei einigen wenigen akkumuliert, abhängig macht und letztlich deflation erzwingt.


  • @tar
    ein unsinniger Beitrag, mit Verlaub (eigentlich keiner Antwort würdig). Würde den Bäckern per Brötchen-Inflation die Welthrrschaft einräumen; wir wären also schnell wieder da, wo wir heute sind: nicht vor, sondern über dem Abgrund...


  • @ tar, nochmal: Nicht eine einzige deiner Begründungen über den "irrsinnigen" (!?!) Rohstoff Gold ist auch nur entfernt stichhaltig. Konzentriere dich bitte lieber auf deine Konfirmation...


  • @atzekeule: Von Beruf Pferde-von-hinten-Aufzäumer? ;-)

    Wenn Gold als Währungs"anker" einen schwer veränderbaren Bezug zum Tauschmittel "Geld" herstellt, hat das null Einfluß auf Preise ! Bitte mal zwischen Preis und Wert differenzieren.
    Die nicht beliebige Vermehrbarkeit von Gold (weil dessen Förderung per Lohn- und Produktionskosten für Maschinen, Energie, Fertigung etc. immer "teuer" ist, also im engen Verhältnis zu Arbeitskraft und Existenz bleibt), diese sehr eingeschränkte Vermehrbarkeit hat ja gerade den Vorteil, daß Spekulation endlich unterbunden und Zinsen unter 2% dauerhaft möglich werden. Wem das Gold gehört, ist dabei nicht einmal wichtig.... Denn: Entscheidend ist die Temperatur, nicht der Besitzer des Thermometers!

    Auch Kriege werden dadurch übrigens - nachweislich! - kaum noch durchführbar, weil hier ein Agressor als möglicher Verlierer mit dem Joch der Sklaverei rechnen muß, um seine Schulden plus der Kosten des Siegers real abzutragen, statt per Inflation und/oder Währungs"reform" bezahlen....


  • nochmal kurz und ich hoffe diesmal auf argumente deinerseits:

    1. gold akkumuliert (als monopolstellung) oder müsste in privatbesitz verboten werden, da es zu abhängigkeiten der goldhalter führt
    2. die geförderte goldmenge kommt dem wirtschaftswachstum nicht nach, d.h. es führt zu einer ständigen deflation, da die umlaufende geldmenge nicht ausreicht
    3. das gold ist jetzt schon ungleichmäßig verteilt, was machen also staaten ohne gold? sich natürlich von den anderen abhängig. tolle idee!
    4. auf jeden menschen käme so in etwa ein kleinster prozentsatz einer unze als 'deckung'. hurra!
    5. der nutzwert von gold ist mit dem hauptsächlich illusorischen nicht gleichzusetzen!

    bis donnerstag


Kommentar schreiben: