:: Geldmengenveränderungen (Warum M3 zur Zeit steigen muss) ::

· tar, den 03.08.08 in Politik, Probleme, Wirtschaft

Die Menge M3 steigt jedes Jahr und das deutlich stärker als M1. Das ist die Beobachtung der heutigen Zeit. Und das wird auch weiter so sein, solange die Guthaben verzinst sind und durch Neubewertungen Fonds, die unter M3 fallen immer höher bewertet werden. Es werden schlichtweg „Luftbuchungen“ durchgeführt, die real als potentielle Geldansprüche in die Welt gesetzt werden.

Die Kreditinstitute werden dabei zerquetscht. Die müssen als Gegengewicht immer mehr Kredite vermitteln als Ausgleich für die Guthabenzinsen. Dabei entsteht wiederum neues M1, das wiederum M3 erhöht. Die exponentielle Entwicklung wird sichtbar. Ein grosser Anteil davon MUSS sogar als neuer Kredit in die Welt gebracht werden.

Sobald im Gesamtsystem Schulden getilgt werden, bricht das System direkt zusammen, denn M3 steigt durch Guthabenzinsen stärker als die Abnahme durch Kreditttilgungen M3 verringert.

Sollte M3 tatsächlich mal sinken, dann hat es beliebig viele Fonds "zerrissen" und beliebig viele Kreditinstitute sind "hops" gegangen. Die vielen Geldansprüche habe sich in Luft aufgelöst.

Nachwort:
Was sind das eigentlich für Wirtschaftswaise und Wirtschaftsexperten, die jedes Jahr ganz toll feststellen, das die Geldmengen gestiegen sind und M3 deutlich stärker als deren Untermengen. Bei mir kommt das immer so rüber, als wenn die mit den Schultern zucken und schicksalsergeben feststellen: „das ist halt so“. Ist es doch u.a. deren Aufgabe, darüber mal nachzudenken.

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