von Axel
M3 wächst viel stärker als die Untermenge M1. Warum das so ist, lässt sich durch eine Detailbetrachtung herausfinden und wird dann auch verständlich.
Bei der Betrachtung sind nur die Geldmengen M1 und M3 von Interesse.
M1 ist eine Untermenge von M3. M2 ist ebenfall eine Untermenge von M3, die in der Betrachtung einfach zu M3 hinzugeschlagen wird, es ändert nichts an den Erkenntnissen.
M1 = Bargeld und Sichtguthaben bei den Geschäftsbanken (umgangssprachlich: Girokonten)
M3 = M1 + Einlagen mit vereinbarter Laufzeit bis zu zwei Jahren und Einlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist bis zu drei Monaten; Anteile an Geldmarktfonds, Repoverbindlichkeiten, Geldmarktpapieren und Bankschuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren
dazu dieses Bild
Die Menge M1 verändert sich, was bedeutet das für M3?
Wenn M1 sinkt, dann
- sinkt M3 um den gleichen Betrag = Tilgung eines Kredits
- bleibt M3 gleich = Wandlung von Sichtguthaben in eine Geldanlage, die zu M3 gehört
- bleibt M3 gleich = Zinsbuchungen
Damit M1 nicht sinkt, müssen mindestens die Guthabenzinsen abzüglich des Saldo der Geldanlagen (neue minus aufgelöste) als neue Kredite geschaffen werden.
Das heißt: Bleibt M1 von einem Jahr zum anderen gleich, dann ist M3 um genau den Betrag der Guthabenzinsen plus Saldo der Geldanlagen gestiegen.








