:: Geldmengen ::

· tar, den 26.06.08 in Politik, Probleme, Wirtschaft

M1 sind Geldansprüche auf M0, nur der Bargeldanteil von M1 ist schon ZB-Geld. Wird nur mit M1 bezahlt, dann erfolgt eine Buchung innerhalb der gleichen Bank.

Erfolgt eine Buchung auf eine andere Bank, dann läuft das über die Konten der Zentralbank. Der Betrag wird der einen Bank abgezogen und der anderen Bank gutgeschrieben. Es wird mit M0 bezahlt (ZB-Guthaben gehören zu M0) und der Geldanspruch M1 verweilt nun auf einem Konto bei der anderen Bank.

Was kann beim Bezahlvorgang alles passieren?

Der Bezahlvorgang erfolgt per Überweisung auf ein positives Konto. Die Menge M1 bleibt unverändert.

Trifft die Überweisung auf ein negatives Konto, dann löst sich der Betrag auf und ist vollständig verschwunden. Der Absender hat ihn nicht mehr, der Empfänger hat ihn nicht und die Bank hat den auch nicht.

Erfolgt die Überweisung zwischen 2 Banken, dann ist M0 immer noch gleich hoch, nur die Verteilung von M0 hat sich geändert. Bei der Überweisung innerhalb einer Bank bleibt die M0 Verteilung unverändert. Die Menge M1 und M3 sinken um den Tilgungsbetrag.

Sollten aber umfangreiche in der Menge M3 gebundenene Ansprüche in M1 gewandelt werden, dann steht wirklich eine sehr große liquide Geldmenge M1 den Waren gegenüber, was (hyper-)inflationär wirkt. Man beachte also immer die Geldmenge M1.

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