Bankengeld
... sind immer nur Zahlen auf einem Konto. Diese Zahlen sind ein Anspruch auf Zentralbankgeld. Dieser Anspruch kann durch Überweisung an einen weiteren übertragen werden.
Dabei können folgende Fälle eintreten:
1. es wird ein neuer Geldanspruch (=neues Bankengeld) erschaffen
Konto 1 geht ins Minus und Konto 2 weist einen positiven Betrag auf (ein Kontokorrentkredit)
2. es wird ein Anspruch auf ZB-Geld verschoben
Konto 1 geht ist Plus und Konto 2 hatte einen positiven Betrag
3. das Bankengeld verschwindet
Konto 1 bleibt positiv und Konto 2 war negativ und bleibt negativ (oder wird null)
Hä??? Einmal nachdenken. Nichtbank 1 hat 1.000 und überweist davon 400 an NB 2 mit Kontostand -500.
Nun hat 1 noch 600 und 2 hat -100. Wo sind die 400? Niemand hat sie mehr, bei der Bank sind die auch nicht, es liegt eine Bilanzverkürzung vor
Es dreht sich bei Geld immer nur um Zentralbankgeld, hier liegt der Schlüssel zum Verstehen der „Finanzkrise“.
GB-Geld einer Bank verbleibt innerhalb dieser GB. Es dient nur zur Verrechnung der Tagessalden zwischen den Konten der einzelnen GB-Konten. Jede Bank schafft ihr eigenes Geld.
Dieses Geld ist Anspruch auf ZB-Geld und kein ZB-Geld selbst.
Transfers von GB-Geld einer GB an eine andere GB erfolgt mit ZB-Geld. Ist der Tagessaldo zwischen 2 Banken zufällig exakt Null, dann ist es so, als wenn alle Überweisungen innerhalb der GB stattgefunden hätten.
GB-Geld der einen Bank kann in einer anderen Bank keine Einlage werden. Das in gleicher Höhe mitübertragene ZB-Geld ist die "Einlage". Es wird ein Anspruch auf ZB-Geld übertragen zusammen mit ZB-Geld in gleicher Höhe.
ZB-Geld und GB-Geld sind vollständig voneinander getrennt.







