Weitere Größenordnungen
Die Kostenanteile in den Preisen der Konsumgüter verteilen sich in zwei Gruppen, Arbeitskosten und Monopolkosten (Zins und zinsbedingt). Der zweite Teil kann bis 99% des Preises betragen, aber eigenartigerweise wird das weder von der Wirtschaftswissenschaft noch von der Politik beachtet. Da jedes Einkommen nur einmal ausgegeben kann, wird hier nur ein geringer Bruchteil von Geldbewegungen beachtet und was mit den Monopoleinkommen passiert, die noch dazu täglich bewegt werden können, im Gegensatz zu den Arbeitseinkommen, die wöchentlich oder monatlich anfallen, wird völlig ausgeklammert.
Diese Monopoleinkommen werden nur zum geringsten Teil für den Endverbrauch verwendet, sondern nur immer wieder investiert, solange damit weitere Gewinne erzielt werden können. Gibt es keine lohnenden Anlagen mehr, dann wird eben nicht mehr investiert und der Markt trocknet aus.
Am einfachsten ist das im Großhandel zu erkennen, wo die Investition aus Waren besteht. Ein Großhändler wird nur dann investieren, wenn er Waren zu einem Preis bekommt, bei dem er sicher sein kann, sie mit Gewinn weiter verkaufen zu können. Bei sinkenden Preisen kann er das nicht. Er muß also sein Geld zurückhalten und kann von den Produzenten nichts mehr kaufen. Diese müssen dann ihre Arbeiter entlassen und diese haben dann keine Arbeitseinkommen mehr und da sie ja den Großteil der Endverbraucher stellen, bricht dieser Markt auch zusammen. Die Wirtschaftskrise verstärkt sich. Dabei ist das Geld noch immer vorhanden und das sogar in Riesenmengen, für die es eigentlich keine Waren gibt. Das Geld kommt nur nicht auf den Markt - es ist dynamisch gehortet.
Das ist sicherlich keine Verschwörung, sondern eine logische Notwendigkeit, wenn man auch zugeben muß, daß einige Familien es besser verstanden haben, die Überlegenheit des Geldes zu ihren Gunsten auszunutzen. Sie wechselten immer rechtzeitig vom Geldmonopol in reale Werte, finanzierten oft genug auch noch Sachkapitalzerstörung durch Kriege und inszenierten eine Inflation erst dann, wenn sie in der vorhergehenden Deflation selber auch mit Krediten bei Zwangsversteigerungen Realbesitz angehäuft hatten. Durch die Inflation wurden dann ihre Schulden wertlos während ihr Realbesitz durch die Zerstörung gegnerischen Realbesitzes wertvoller wurde und als Sicherstellung für Kredite, des nach einem Währungsschnitt wieder knappen und daher wertvollen Geldes dienen konnte. Dann nutzten sie wieder die Überlegenheit des Geldmonopols und steigerten mit Zins und Zinseszins ihre Geldvermögen.
Beim Realvermögen versuchten sie immer auch Monopolstellungen aufzubauen und wechselten somit nur von einer Monopolgewinnquelle in eine andere ohne jemals auf Arbeitseinkommen angewiesen zu sein.







