Die Auswirkungen von Freigeld
Die Folgen von alternativem Freigeld sind dieselben als die von Freigeld, das durch einen Staat eingeführt wird. Der Übergang ist nur etwas fließender. Parallel umlaufendes Freigeld wird das andere Geld am Markt ersetzen wenn es wegen Stagflation oder Deflation vom Markt verschwindet und da es die wertgebenden Waren vom Markt laufend wegkauft, wird auch die Deflation des anderen Geldes gebrochen werden. Es ist ja dieselbe Warenmenge, die beiden parallel umlaufenden Tauschmitteln den Wert gibt.
Die Betonung liegt hier auf Tauschmittel. Das andere Geld wird bei Deflation übermäßig als Schatzmittel verwendet und kommt erst wieder bei Inflation auf den Markt zurück. Da wird aber dann seine Wertlosigkeit immer mehr offenbar, weil ja die wertgebenden Waren, die sein Gegenwert sein sollen in der Zwischenzeit vom Freigeld weg gekauft wurden. Kein Kaufmann wird so ein Geld annehmen, wenn er seine Waren für wertbeständige Gogos oder Justus verkaufen kann. Das alte Geld wird nur mehr sehr kurze Zeit als Parallelwährung neben den Gogos umlaufen können und dann wegen Wertlosigkeit von der Bildfläche verschwinden.
Ein Tauschmittel MUSS nämlich auch für die kurze Zeit von einer Verwendung zur anderen auch ein wertbeständiges Wertaufbewahrungsmittel sein. Seine dritte Eigenschaft als Wertmaßstab darf nicht entscheidend gestört sein. Das ist sie aber, wenn die Inflation über 20% erreicht. In so einem Fall suchen die Menschen dann einen stabileren Ersatz. Falls stabile Gogos oder Justus da sind, brauchen sie nicht lang zu suchen und damit ist der Untergang des alten Geldes besiegelt.
Wie schnell das gehen wird, hängt davon ab, wie schnell sich Freigeldinseln entwickeln, welche die Warenblockade des Deflationsgeldes brechen. Bilden sich welche, bevor es zu ernsthafter Deflation und Krieg kommt, könnte der Übergang verhältnismaßig sanft sein. Werden sie wieder unterdrückt und es kommt wieder zu Krise und Krieg, dann kann niemand sagen, wie es weiter geht, besonders nicht, wenn es ein Atomkrieg werden sollte.
Ob es da Freigeldinseln in versteckten Tälern geben wird, die ein zivilisiertes Überleben möglich machen, ist unsicher. Es ist zu hoffen, denn nur das könnte den Wiederaufbau zum Aufbau einer neuen Welt machen. Sonst würde voraussichtlich nur eine neue Runde des alten Spiels begonnen. Die alten Nutznießer würden aus ihren Verstecken auftauchen und nach einem Währungsschnitt würde das alte Geld wieder eingeführt und nichts hätte sich geändert.
Das ist der Grund, warum Menschen, die ein Interesse an ihren eigenem Überleben und an dem Überleben ihrer Kinder haben, Freigeld annehmen und sich zumindest darüber informieren sollten.
Monopolfreies Freigeld in Form von kaufkraftbeständigen Warengutscheinen, herausgegeben von den Leuten, die etwas dafür zu verkaufen haben und damit tagaus und tagein den Wert dieser Gutscheine garantieren, kann das alte Geld und seine Macht überwinden. Mit so einem Freigeld gibt es keine Deflation mehr und da die Herausgeber des Freigeldes es ja auch selber als Zahlung annehmen, ist es in ihren eigenen Interesse seinen Wert stabil zu halten. Sie werden also auch keine Inflation zulassen.
Die Herausgeber wollen für ihr Freigeld nicht später weniger bekommen. Sie werden sich daher hüten mehr Gutscheine herauszugeben als notwendig sind die Waren zu bewegen. Sie wollen am Unterschied zwischen Einkauf und Verkauf verdienen und nicht durch Geldspekulation mit einem Geld von schwankendem Wert und durch Erpressung von Zinsen.
Die Herausgeber des Freigeldes sind Kaufleute. Sie wissen genau, daß sie ihre Kunden nicht auf Dauer betrügen können. Sie wissen aber auch, daß die Herren des Monopolgeldes genau das seit Erfindung des Geldes zu tun versuchen. Sie wissen, daß dieses Geld die Welt regiert und mit wechselnden Besitzern regieren wird solange als es nicht Freigeld gibt, das die Monopolmacht bricht.
Es sind vielleicht nur wenige unter ihnen, die die gesamte Tragweite von Freigeld erkennen, aber als direkt im Wirtschaftskreislauf Beteiligte sehen sie die Übermacht des Monopolgeldes und sind deshalb bereit, etwas dagegen zu unternehmen, wenn es nicht mit zu großem Risiko für sie verbunden ist und wenn ihre Kunden mitmachen. Sie sind keine Revolutionäre. Sie haben eine Nische im System gefunden und können überleben.
Erwartet von ihnen nicht, daß sie eure Kastanien aus dem Feuer holen. Wenn es einige unter ihnen gibt, die regionales Freigeld unterstützen oder sogar beginnen, dann ist das wunderbar und ihr solltet alles tun, was euch möglich ist, um ihnen zu helfen.
Versteht es recht. Die Gewerbetreibenden haben bisher in diesem System überleben können. Manche von ihnen glauben, daß sie es auch weiter tun können. Die könnt ihr vergessen. Aber bei den anderen ist der Zeitrahmen sehr kurz. Die sind oft schneller pleite, als sie glauben. Dann können sie auch nichts mehr bewegen. Die Zeit könnte uns davonlaufen, wenn wir zu lange warten.
In der kleinen Stadt in Kanada, wo schon 50 Gewerbetreibende bereit waren, Gogos zu akzeptieren, wie das Freigeld dort genannt wird, mußten 2004 10 ihre Läden schließen. Das sind 20% und so viele selbständige Geschäfte gibt es dort nicht und in einer Geisterstadt kann auch Freigeld nicht mehr helfen. (In der Zwischenzeit 2005 sind es schon 40% geworden)
Es ist schon fatal. Solange die Geschäfte noch gut gehen, intessiert sich niemand für Freigeld, aber wenn jemand schon pleite ist, kann er auch nichts mehr damit anfangen. Haben erst die globalen Monopolisten ihre Konkurrenten ruiniert und die regionalen Kreisläufe zerstört, haben sie zwar selber auch keine Kunden mehr aber meistens existieren sie noch lange genug, um den Wiederaufbau lokaler Kreisläufe zu stören. Man muß also mit Freigeld beginnen, solange es noch regionale Wirtschaftskreisläufe gibt. Freigeld hilft diesen dann zu florieren und den regionalen Erzeugern und Weiterverkäufern von Grundbedürfnissen ein gutes Leben zu ermöglichen. Die denaturalisierten Lebensmittel der Globalisten braucht niemand wirklich und deren Gesundheitsfolgen schon gar nicht. Daran verdienen auch wieder globale Pharmamonopole. Den Monopolisten ist es gleich, welches Monopol ihnen Monopolgewinne oder Zinsen bringt. Sie wechseln je nach Konjunktur von einem zum anderen.
Der teuflische Monopolreigen wird so nie ein Ende nehmen.







