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· tar, den 06.06.07 in Deutschland, Freiwirtschaft, Geschichte, Lösungen, Politik, Region, Soziales, Wirtschaft

Das Geld mit den drei Kreuzen

Vor kurzer Zeit wurde ein Tauschmittel eingeführt, das ein Zeichen mit drei Kreuzen trägt. Außer diesem Symbol unterscheidet es sich von normalen Geld durch ein Ablaufdatum und eine Kaufkraftgarantie.
Das Symbol ist das alchemistische Zeichen von Königswasser, damals das einzige bekannte Mittel um Gold aufzulösen, welches die Grundlage des bisherigen Geldes ist. Das Zeichen für Gold ist bezeichnenderweise ein Doppelkreuz und jeder weiß was double-cross auf Englisch bedeutet. Dieses Doppelkreuz wrd durch das dritte Kreuz in der Mitte zerschnitten.

Gold als Geld und das ihm nachgeäffte Geld wird fallweise dem Markt entzogen, weil es straflos in übertriebenem Ausmaß als Wertaufbewahrungsmittel benutzt werden kann. Fälschlicherweise glauben viele Leute, daß Gold ein Wertstandard ist und wollen es daher immer wieder als Geldstandard benützen, um die Inflation zu bekämpfen. Daß damit für die noch viel gefährlichere Deflation die Tür geöffnet wird, will niemand sehen. Wenn Gold Geld ist und welches unweigerlich verschatzt und damit dem Markt entzogen wird, wird es im Verhältnis zu den Waren wertvoller und das ist Deflation.

Das Geld mit den drei Kreuzen kennt weder Deflation noch Inflation und muß, wenn es konvertierbar sein soll, daher einen Wechselkurs zum unstabilen Geld haben, der das ausdrückt.
Die Ausgabestellen dieses Geldes garantieren seine Kaufkraftbeständigkeit und können das tun, weil sie eine Gebrauchsgebühr von 5 % im Jahr für den Gebrauch einer geringen Menge solcher Geldscheine einheben. Sie garantieren den Wert der Geldscheine und ihre Konvertierbarkeit, aber sonst nichts. Der Wert von Verträgen auf der Basis dieses Geldes, Gogo genannt, ist Sache der jeweiligen Vertragspartner, wie er es auch jetzt ist, bei dem heutigen unstabilen Geld.

Der Gogo gibt den Vertragspartnern nur eine ehrliche Basis, bei der niemand betrogen wird. Er ist eine lebende Indexklausel. Bei früheren derartigen umlaufgesicherten Geldern in der Geschichte wurde leider immer einem Wertstandard keine Aufmerksamkeit geschenkt und daher mußten sie am Ende versagen.
Jeder Akzeptant der Gogos weiß genau, daß diese Gogos zwar wertbeständig sind, daß aber einmal im Jahr beim individuellen Ablaufdatum eines jeden Gogoscheines eine Gebrauchsgebühr von 5 % erhoben wird. Er weiß auch, daß diese Gebrauchsgebühr beim Umtausch der Gogos in anderes Geld sofort fällig ist und möchte das gar nicht anders haben. Er weiß, daß dadurch die Gogos zum größten Teil nicht umgetauscht werden und im lokalen Umlauf bleiben. Genau das will er aber, weil er hofft, daß sie auch zu ihm wieder einmal kommen und er dadurch wieder eine Ware oder Leistung mit Gewinn verkaufen kann.
Er hat die Gogos in der Regel ja auch für eine Leistung von einem lokalen Käufer bekommen und jetzt ist eben er der Käufer. Er kann aber damit rechnen, daß der Verkäufer jetzt auch wieder lokal als Käufer oder Investor auftreten muß, wenn er nicht die 5 % einbüßen will. Die 5 % Gebühr verteilen sich so auf viele Käufe und Verkäufe bis zur Unmerkbarkeit. Welche Rolle spielen denn schon eventuell 0.1 % bei einem Verkauf von Waren bei denen ein Verkäufer vielleicht 50 % Handelsspanne hat?

Nur den letzten beißen die Hunde und jeder kann ein Jahr lang vermeiden, der letzte zu sein. In der Zwischenzeit hat er so viele zusätzliche Geschäfte gemacht, daß ihm manche 5 % Gebühr bei einigen Gogoscheinen nicht mehr stören werden.
Solche Bedenken haben meistens auch nicht die Praktiker der Wirtschaft sondern nur die Theoretiker. Lassen wir es also ruhig der Praxis der Gogos über. Die Theoretiker brauchen die Gogos nicht zu akzeptieren, wenn sie Bedenken haben. Jeder Praktiker wird zumindest einige annehmen, um die Sache auszuprobieren. Dann wird er sehen, wie es funktioniert.

Warten wir es ruhig ab. Die Gogos existieren schon in der Realität. Sie kommen schon langsam in Umlauf. Es gibt schon weltweit Leute, die sie verstehen und manchen von denen wird die nutzlose Diskussion mit Theoretikern und Kritikern schon langsam auch zu viel und sie wollen etwas Praktisches tun. Erfolgreiche praktische Beispiele werden nicht ausbleiben und das ist alles, was notwendig ist.
Wer glaubt, daß eine so geringe Gebrauchsgebühr eine Hortung des Bargeldes nicht verhindert hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Während der ersten elf Monate und da ist die Frage, ob nicht die zwei ersten auch ausgeschlossen werden sollten, kann der Gogoschein zum gültigen Wechselkurs gegen Vorziehung der Umlaufgebühr rückgetauscht werden. Nach einem Jahr kann ja nur ein gültiger umgetauscht werden; es kostet also schon 10 %. Nach einem weiteren Jahr 15 % und dann wird jährlich noch ein Säumniszuschlag von 5 % berechnet. Nach zehn Jahren macht die Gebühr dann schon den gesamten Wert des jeweiligen gehorteten Gogoscheines aus. Das macht sie ungeeignet als langfristiges Wertaufbewahrungsmittel. Wohlbemerkt, nur die Gogoscheine und das ist ja der Zweck der Übung. Die geringe Gebühr verhindert keinen kurzfristigen Gebrauch in der Zeit bis er wieder zu einem Kauf und damit zur Vollendung des Tauschvorgangs Ware gegen Ware verwendet worden ist. Nur langfristige Blockierung des Geldumlaufes wie bei unseren heutigen Geld wird verhindert. Manche Initiativen tauschen abgelaufene Scheine auch gar nicht so lange um und lassen sie nach 2 oder 3 Jahren ersatzlos verfallen.
Gogoguthaben sind absolut wertbeständig.

Eine nette Geschichte zu den drei Kreuzen ist die Weissagung des serbischen Sehers Mitar Tarabich aus dem 19 Jahrhundert der sonst auch viele richtige Voraussagen machte, wenn er auch Tito 100 Jahre alt werden ließ, aber immerhin sah er die Todesursache mit dem Bein voraus. Und die zwei Weltkriege und Flugzeuge und Fernsehen,
Er sagte voraus, daß die Leute, die sich in den Bergen mit den drei Kreuzen (als Tauschmittel??) verstecken würden dem Chaos entkommen würden und nachher in Wohlstand und Glück leben.

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Kommentare:

  • Wie könnte ein Bewusstseinswechsel aussehen,
    um in ein neues Zeitalter zu gelangen?

    Ein „Gehversuch“ in drei Schritten:
    Von der empathischen Naturbetrachtung über eine
    Änderung des Bewusstseins zur
    Erkenntnis einer neuen Basistechnologie
    (W. Kothe 2008)

    I. Man stelle sich die Frage: Was ist Wachstum?

    Schlüsselbegriffe: Stabiles Wachstum, Tumorwachstum, Bedeutung von Grenzwerten, Hierarchie, Heterarchie, basale Autarkie, Dezentralität

    I.1. Natürliches Wachstum:

    Beim natürlichen Wachsen, dehnt sich ein Organismus mit der Zeit räumlich aus. Es gibt dabei ein qualitatives Wachstum und ein quantitatives; beides ist eng miteinander verbunden.
    Beim qualitativen Wachstum beobachtet man, dass die Untereinheiten (Organe) eines Organismus in ihren Strukturen ständig komplexer werden. Dabei werden sie in sich immer vielfältiger, nehmen dabei aber i. d. R. ein (relativ zur inneren Oberfläche) immer kleineres Volumen ein. Deshalb läuft das natürliche Wachstum in quantitativer und in qualitativer Hinsicht immer gegen einen Grenzwert. Die räumliche Expansion ist deshalb stabil, weil eine große Vielfalt von Strukturen den eingenommenen Raum „abstützt“ (stabilisiert).
    Die innere Ordnung des gesamten Organismus steigt. Nicht nur die Vielfalt, sondern auch die Zahl der Untereinheiten nimmt zu (quantitatives Wachstum).
    Die Untereinheiten nehmen spezielle Aufgaben wahr. Trotzdem hat eine jede Zelle in den einzelnen Organen noch einen eigenen Grundstoffwechsel, der sie am Leben erhält (basale Autarkie).
    Auf dessen Basis werden dann spezielle Aufgaben übernommen. Je komplexer ein Organismus wird, desto autonomer werden die Untereinheiten. Sie ziehen immer mehr Steuerungsaufgaben an sich, die ihre innere Funktion vor Ort regeln. Dadurch werden die Leitungssysteme verkürzt, welche die Regelprozesse vermitteln. Die Regelung kann schneller ablaufen, das verkürzt die Reaktionszeit. Das Nervensystem beschränkt sich immer mehr auf grundlegende Steuerungsaufgaben und „entmachtet sich“ fortlaufend selber. Je komplexer und größer ein Organismus in der Natur wird, desto mehr Kompetenzen haben die Untereinheiten. Die Einheiten bilden eine flexible Ordnung aus. Auch wenn das Gehirn die zentralen Steuerkompetenzen wahrnimmt, steht es nicht an erster Stelle. Organismen sind deswegen keine hierarchischen Systeme, weil jedes System oder bestimmte Systemgruppen zusammen in bestimmten Lebenssituationen zeitlich begrenzt dominieren kann, wenn dies sein muss (man denke an die geänderten organischen Funktionen bei einen Kreislaufkollaps und deren Steuerung). Das nennt man Heterarchie. Organismen sind offene Systeme und stehen in einem regen Austausch von Energie, Stoffen und Information mit der Umgebung.
    Eine Hierarchie ist ein zentralistisches System, das auf Geschlossenheit bedacht ist. Es geht nach dem II. Hauptsatz der Thermodynamik stets dem eigenen Untergang entgegen, da es seine innere Ordnung schon aus physikalischen Gründen nicht aufrechterhalten kann.

    I.2 Was ist „Tumorwachstum“ (Hauptkennzeichen „Tumore wachsen exponentiell“)

    I.2.1 Allgemeine Kennzeichen von Tumoren:
    Es gibt Tumore, die sich wie ein Krake mit ihren Armen in die Gewebe des Wirtsorganismus „hineinfressen“. Dabei geht das befallene Gewebe allmählich zugrunde, da der Tumor die Blutversorgung zunehmend für sich beansprucht. Manche Tumore wachsen eher kompakt und üben einen steigenden Druck auf das umgebende Gewebe aus, ebenfalls mit dem Ergebnis, dass es immer schlechter mit Blut versorgt wird und abstirbt. Tumore wachsen exponentiell (bei fortlaufender Halbierung der Zeitschritte mindestens jeweils eine Verdopplung der Wachstumsrate). Irgendwann einmal kommt aber die Versorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff nicht mehr mit. Hat der Tumor eine kritische Größe erreicht, stirbt sein Gewebe von innen her ab. Das nennt man „Zentralnekrose“. Oft fallen Bakterien in diese zentrale Zone zerfallenden Gewebes ein. Salopp gesagt: Der Tumor verfault von innen her. Dabei vergiftet er sich selbst und seinen Wirtsorganismus.

    I.2.2 „Tumoröse“ Strukturanaloge: „Stadttumore“:
    Historisch betrachtet, setzte das Wachstum der Städte im Zuge der Industrialisierung mit der großen Landflucht ein. Die zweite Phase städtischer Expansion begann in Europa erst vor einigen Jahrzehnten mit zunehmendem Wohlstand. Dabei wurden die früheren Bewohner zuerst aus den Innenstädten verdrängt, weil zunehmend Platz für den Handel und den Wandel gebraucht wurde. Mietshäuser wurden zunehmend in Geschäftshäuser umgewandelt. Banken und Bürogebäude wuchsen in den früher bewohnten Stadtkernen empor. Die Bevölkerung wich zunehmend an die Peripherie der Städte aus, ein Vorgang ungehemmten Landverbrauchs, der besonders in Schwellenländern noch immer anhält. Im Zuge der weiteren urbanen Expansion siedelten sich dann immer mehr Produktionsstätten in der Umgebung der Städte an. In letzter Zeit werden den Produktionsstätten auch Verkaufsflächen angegliedert. Die Produkte können dort ohne Zwischenhandel billig an den Mann gebracht werden. Die Geschäfte der Innenstädte können nicht konkurrieren und gehen Pleite. Weder von Menschen bewohnt noch kommerziell genutzt, sterben die Städte von innen her ab. In der Tat erinnert das Siedlungsbild moderner Städte in seiner Struktur an einen Tumor. Auch die typische „Zentralnekrose“ findet ihre Schrecken erregende Analogie. Die inneren Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus (Tumorwachstum) enthüllen sich äußerlich auch im Ergebnis der Entwicklung moderner Städte. Es sind ohne jeden Zweifel und offensichtlich die Eigenschaften tumorösen Wachstums, die sich hier als städtische Struktur darstellen (Hinweis: Man betrachte z. B. den Verfall der „Autostadt“ Detroit, deren Innenstadt buchstäblich zerfällt).
    Wenn es nicht gelingt, die Städte wieder „mit Blut zu versorgen“, sprich junge Familien in den Stadtkernen anzusiedeln, werden sie von innen her verfaulen, sprich zerfallen. Dazu muss man in den Lebensraum „Stadt“ wieder genügend „Grün“ bringen und die Betonwüsten beleben. Sonst werden Innenstädte zunehmend aufgelassenen Friedhöfen gleichen.

    Richtige Frage:
    Wie müssen wir unser Bewusstsein verändern, um besser an die Natur angepasst zu sein?

    Richtige Antwort:
    „Wir müssen so denken, handeln und organisieren, wie die Natur wächst.“

    II. Hauptmerkmale eines sog. „transklassischen“ Bewusstseins

    Schlüsselbegriffe: Materie und Bewusstsein als Ausdruck von Erfahrung, Schichttopologie der Erfahrung, der Geist als offenes System

    Für das sog. transklassische (oder offene) Bewusstsein von zentraler Bedeutung ist die Erkenntnis, alle inneren, psychischen Vorgänge der Bildung von Bewusstsein seien auch den Verdichtungsprozessen (oder Kondensationen) analog, die für das Entstehen der äußeren, physikalischen Welt verantwortlich sind. Innere und äußere Welt sind demnach gleichermaßen Phänomene der Tätigkeit von Bewusstsein, also Wirkungen des Geistes. Anschaulicher kann man sich diese Vorgänge machen, wenn man Strukturen in der Natur betrachtet, die natürlich gewachsen sind. Das Wachstum von Organismen kann man, wie oben dargestellt, als eine Expansion auffassen, bei der die Untereinheiten, also die Organe aus denen er besteht, an Komplexität ständig zunehmen. Beides ist beim Wachsen miteinander korreliert (die Expansion fußt einerseits auf einer qualitativen Änderung der Untereinheiten, andererseits auf deren quantitativer Zunahme. All das beinhaltet der Vorgang der Zellteilung, als Differenzierung und Vermehrung).

    Zwischen dem „inneren“ Wachstum von Bewusstsein, sprich der Entstehung von Erfahrung und dem „äußeren Wachsen“ eines Organismus gibt es deutliche Analogien:

    • Für beide Vorgänge sind zuerst einmal Information und Energie nötig, die sie jeweils für die einzelnen Wachstumsschritte brauchen.

    • In jedem Wachstumsschritt „erinnert“ sich sowohl das Bewusstsein als auch ein Organismus an alle vorhergehenden Phasen, die durchlaufen wurden.

    • Alle jeweils „neu“ entstehenden Strukturen „integrieren“ fortlaufend räumlich und zeitlich alles, was vorher war (Stichwort: „Erfahrung der Evolution“, „Phylogenese gleicht Ontogenese“).

    • Das führt zu einem geschichteten Aufbau von Erfahrung in der Gestalt eines „Organismus“.

    Bei Erreichen einer bestimmten Stufe von Komplexität, sprich einer bestimmten Dichte von gespeicherter Information und Energie, erhalten sowohl das Bewusstsein als auch ein Organismus wieder einen „Eintrag“ an neuer Energie und Information und damit neue Möglichkeiten der Regeneration und Wandlung (graduelle Metamorphose). Dies geschieht solange, bis der maximale Grad an Komplexität erreicht ist. Dieser ist vorprogrammiert. Dann muss die Struktur entweder vollkommen transformiert, sprich neu und erweitert programmiert werden (um eine generelle Metamorphose möglich zu machen), oder sie geht unter. Sie bleibt also auf einer Stufe stehen, die man sich als Schleife vorstellen kann: Entstehen, Blüte, Untergang (zyklisch selbstbezügliche, oder selbst-referentielle Zeitqualität)

    Es gibt aber auch die kreative, offene oder gerichtete Zeitqualität:
    Wegen dieser „vertikalen Dimension des vollkommen Neuen“, die man sich senkrecht zu den Wachstumsschichten stehend vorstellen muss, kann keine auf elementare Eigenschaften von Einheiten zurückgeführt werden, die jeweils darunter liegen. Es also gibt „das unvorhersagbar Neue!“ Elementare Eigenschaften, auf die alle Schichten reduzibel wären, existieren dabei aus diesem Grunde nicht. Das sind Kennzeichen eines offenen kreativen Systems.
    III. Transtechnik:

    Schlüsselbegriffe. Offene Systeme; konservativ-selbstbezügliche Zeitdimension; offen kreative Zeitdimension; Schichttoplogie der Erfahrung, abgebildet durch Membransysteme; Empathie

    III:1

    These A: Das Weltbild auf der Basis des transklassischen Bewusstseins ermöglicht auch die Entwicklung einer transklassischen Art der Technik (einer „Transtechnik“).
    Diese stellt, weil hochgradig an die Natur angepasst, für eine technische Zivilisation die optimale Entäußerung von Bewusstsein dar.

    Der Transfer der aufgeführten Analogien zwischen dem Wachstum von Erfahrung, also auch dem von Organismen auf die Technik kann geleistet werden.

    Wie bewerkstelligen wir also es konkret, zu solch einer „Transtechnik“ zu kommen? Wir müssen Schichten aufbauen. Eine (geschlossene) Schicht kann als zyklisch-selbstreferentiell, ein Stapel also offen –gerichtet angesehen werden.

    III.2

    Künstliche Membranen als primitive Träger einfacher Prozesse geschichteter Reflexion

    These B: Geschichtete poröse Membranen mit bestimmten physikalischen Eigenschaften können Prozesse tragen, die in primitiver Weise geistigen Reflexionen analog sind.

    Der Prozess der laufenden Verdichtung von Erfahrung setzt die Analyse von Bewusstseinsinhalten sowie deren Neuordnung voraus. Komplexe Ideen werden zerlegt, auf ihre Essenz (ihre wesentliche und grundsätzliche Bedeutung) hin untersucht, im Lichte völlig neuer Zusammenhänge gesehen und dann entsprechend verknüpft. Die ideelle Analyse und Synthese können auf materieller Ebene als Lyse (Auflösung) in die Komponenten eines Stoffes und deren Neusynthese mit anderen Komponenten aufgefasst werden.

    Wenn diese materiellen Prozesse der „geistigen Verdichtung“ von Erfahrung analog sein sollen, muss die Struktur komplexer, das eingenommene Volumen kleiner werden. Das setzt eine bestimmte Struktur der Diaphragmen oder Membranen und eine bestimmte Form der Anregung voraus.

    Die Stoffe, welche durch eine Membrane passieren, können sich in der genannten, analogen Weise verändern, wenn die inneren Reaktionsräume sich eignen. Dazu müssen diese selber immer kleiner, aber auch in sich komplexer werden. Man kann das am Aufbau einer Lunge sehen (Man sieht zur Oberfläche hin eine „Verfeinerung“: Bronchien, Bronchioli, Alveolen)

    Die Lungenalveolen stellen selber „kondensierte“ komplexe Strukturen dar, welche vornehmlich außen unter der Oberfläche der Lunge angelegt sind. Um diese Prinzipien auf Werkstoffe abzubilden, muss man sich einen geschichteten Aufbau einer Membrane vorstellen, wobei die Reaktionsräume, in nach außen immer dünneren Schichten, immer komplexer werden.
    Was hat man davon?

    In der Chemie sorgen oft große Drücke und Temperaturen dafür, dass die Reaktionspartner sich treffen und mit einander reagieren können. Man braucht dazu also viel Energie. In den Membranen, die man als chemische Reaktoren auffassen könnte, sorgt zum einen die Geometrie der Reaktionsräume dafür, dass die Reaktionspartner zueinander kommen.

    In sog. BROWN‘schen Motoren (s. Internet), die man nano-technologisch herstellen kann, dagegen erreicht es eine ausgeklügelte Geometrie elektronenmikroskopisch kleiner Poren und Leitungen, dass die molekulare Wärmebewegung (die sog. „BROWN‘sche Zitterbewegung“) stark eingeschränkt wird. Die Moleküle können sich fast nur noch in der gewünschten senkrechten Passagerichtung durch die Membrane bewegen.

    Die BROWN‘schen Motoren werden gewöhnlich mechanisch angeregt, indem an die flüssigen Medien, die sie i. d. R. enthalten, ein Wechseldruck angelegt wird. Denkbar sind aber auch elektrische Felder, welche dafür sorgen, dass die Moleküle, die miteinander reagieren sollen, im Raume vorgeordnet werden. Ihre Bewegungsmöglichkeiten sind ebenfalls weiter einzuschränken, wenn die Reaktionskavernen von elektrischen Feldern durchzogen sind, welche die Moleküle des Membranmaterials aufbauen. Man nennt diese inneren elektrischen Felder „LORENTZ-Felder“, die genannten Materialien Ferroelektrika. Die Energie, welche sie zum Start der chemischen Reaktion brauchen, könnte ebenfalls auf elektrischem Wege (durch einen Impuls z. B.) eingebracht werden.

    Dazu könnte man die Schichten nach einander gezielt durch eine Wechselspannung oder eine gepulste Gleichspannung anregen. Die Synthese eines Stoffes würde dadurch in ihren einzelnen Schritten zu kontrollieren, ohne große Energien aufbringen zu müssen, da Verluste durch Wärmebewegungen weitgehend reduziert sind. Natürlich muss man die geeigneten Frequenzen für die Anregung der Moleküle ermitteln.

    Nach der Reaktion weichen die Syntheseprodukte in die nächst obere Schicht (oder den Raum zwischen Membran und Reaktorgehäuse) aus, um den anregenden Impulsen zu entgehen. Dort nehmen sie eine neue Eigenfrequenz an und reagieren nicht mehr auf die Impulse der Anregung (diese müsste jetzt bei Bedarf neu angepasst werden). Das wiederum erlaubt die Einnahme eines neuen Zustandes „kleinst möglicher Feldenergie“. Entfernt man das gewünschte Produkt durch einen Unterdruck aus dem Reaktor, würde die Reaktion bei geringerem Energieeinsatz ablaufen und erhalten werden, als in Hochdruckreaktoren. Ein neues Kapitel der Elektrochemie könnte geschrieben werden. Dazu gehört auch das Gebiet der kalten Fusion.

    Was transtechnische Systeme vielleicht „sonst noch“ können, dazu siehe ...

    Fazit:
    Die Natur ist und bleibt unser bester Lehrmeister und Ratgeber. Es hängt damit von unserer Fähigkeit zur Empathie ab, ob und wie wir uns weiterentwickeln. Denn nur auf der Basis eines gesteigerten Einfühlungsvermögens können wir die Anpassungsleistung erbringen, die jetzt von uns verlangt wird. Empathie ist letztlich ein Ausdruck der Liebe.


  • zitat"....Die Untereinheiten nehmen spezielle Aufgaben wahr. Trotzdem hat eine jede Zelle in den einzelnen Organen noch einen eigenen Grundstoffwechsel, der sie am Leben erhält (basale Autarkie).
    Auf dessen Basis werden dann spezielle Aufgaben übernommen. Je komplexer ein Organismus wird, desto autonomer werden die Untereinheiten. Sie ziehen immer mehr Steuerungsaufgaben an sich, die ihre innere Funktion vor Ort regeln. Dadurch werden die Leitungssysteme verkürzt, welche die Regelprozesse vermitteln. Die Regelung kann schneller ablaufen, das verkürzt die Reaktionszeit. Das Nervensystem beschränkt sich immer mehr auf grundlegende Steuerungsaufgaben und „entmachtet sich“ fortlaufend selber. Je komplexer und größer ein Organismus in der Natur wird, desto mehr Kompetenzen haben die Untereinheiten. Die Einheiten bilden eine flexible Ordnung aus. Auch wenn das Gehirn die zentralen Steuerkompetenzen wahrnimmt, steht es nicht an erster Stelle. Organismen sind deswegen keine hierarchischen Systeme..."
    (ziataende)

    Genau...Aber das Gehirn hält trotzdem alles zusammen..Du meinst jetzt das autonome Nervensystem...Deswegen folge ich auch nicht der Ansicht von tar,das das Geldmonopol völlig entmachtet wird..dann bricht alles zusammen..
    Mehr Autonomie ist wichtig ,und dafür ist Regio einen Wertvolle Ergänzung,
    Ich denke aber nicht,das wir die Verantwortung für gesamte Wirtschaft und Geldumlaufmenge den einzelnen Regionen übergeben dürfen
    Ich denke der text oben ist etwas idealistisch angehauscht,aber setzt sich nicht wirklich auseinander mit wirtschaftlichen Fakten

    zitat.."Man muß den Leuten allerdings klar machen, daß das alte Geld eigentlich leider wertlos ist und daß sie es so schnell als möglich los werden sollen. Es wird die meisten nicht sehr stören, wenn man ihnen klar macht, daß gleichzeitig auch ihre Schulden wertlos werden..."

    Das ist einfach so behauptet.Hinter dem Wert der Währung steckt stets eine Wirtschaftskraft..und deswegen wird man es den Leuten nicht klarmachen,weil es Unsinn ist..und der Regio kann nicht die Kraft des Euros erreichen,weil ein Regio stets nur die Wirtschaftskraft der jeweiligen Region verkörpern kann..doch viele regionen gaben heute gerade wegen des Euros Wirtschaftskraft..doch das blendet tar einfach aus..


  • @tar
    Es wird durch regionale Tauschmittel eine Dezentralisierung der Staatsmacht erzwungen werden. Die politischen Auswirkungen, werden nicht nur ein Europa der Regionen bringen. Es wird auch aus Ländern der Regionen bestehen. Die wirtschaftliche Überlegenheit der Freigeldregionen und deren Beispiel wird sehr schnell Nachahmer in der ganzen Welt finden und die Zusammenarbeit der verschiedenen Freigeldinseln wird leicht organisiert werden können, weil sie ja alle ein kaufkraftbeständiges Tauschmittel haben werden.
    Ein Tauschmittel, welches sich keine Region verbieten lassen wird. In diesen Regionen werden Unternehmer Zugang zu viel günstigeren Krediten haben als ihre Konkurrenten in Regionen oder Ländern ohne Freigeld. Damit können sie ihre Waren unschlagbar günstig anbieten. Jeder Prozentpunkt, um den die Zinsen sinken, senken den Kostenanteil an Kapitalkosten in den Preisen und steigern den Unternehmergewinn. Wieviel dieses höheren Unternehmergewinnes dann als Preissenkung weiter gegeben wird oder als höhere Entlohnung der Mitarbeiter hängt von der Konkurrenz um gute Mitarbeiter ab, die in einer Freigeldregion wegen der fehlenden lohndrückenden Arbeitslosen recht stark sein wird.

    Das ist ja ganz was Neues,dass Konzerne und Unternehmer ihre Kapitalkostenersparnis unbedingt sofort an die Preise weitergeben...Das ist sehr unwarscheinlich in einem konkurierendem Markt...Ausserdem bestimmen Monopole heute den Markt und können
    jederzeit Preiskämpfe führen
    Das Arbeitslosenproblem wird es genauso wie jetzt geben...
    Das hat was mit Wachstum zu tun...und vielen anderen Dingen
    Es gibt viele weitere Ursachen von Arbeitslosigkeit,abgesehen von der kapitalbedingeten.
    Konjunkturbedingte Arbeitslosigkeit,strukturell bedingte Arbeitslosigkeit und organisationsbedingte Arbeitslosigkeit.Ein paar Punkte kann ich ja kurz dazu stichpunktartig nennen als Gründe für Arbeitslosigkeit,die mir spontan einfallen:
    Künstliche Verteuerung des Faktors Arbeit(zu hohe oder starre Löhne),Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland,wo die Löhne oder Steuern billiger sind,Rationalisierung duch moderne Technik(Maschinen ersetzen Menschen zur Steigerung der Profitrate des Unternehmers,)starre Arbeitsmärkte im Bezug auf Mobilität und Qualifikation.Ein anderer Grund sind auch z.B. Gewinneinbußen des Exports durch den schwachen Dollar(Beispiel BMW,die deswegen Produktionsstätten nach Amerika verlagert haben),also Einkommensverlagerungen,Insolvenzen,freiwillige Arbeitslosigkeit wegen z.b hoher Kapitaleinkommen(Erbschaft,Gewinn u.a.),Fehlallokation


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