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	<title>Pax Aeterna</title>
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	<description>Wirtschaft, Recht und andere Kleinigkeiten...</description>
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		<title>Die Geburt des Staates</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 12:29:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leitfaden]]></category>

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		<description><![CDATA[Beginnen wir mit einem kurzen historischen Abriss zur Bev&#246;lkerungsentwicklung der Menschheit &#8211; und zwar im Zusammenhang mit den sich fortw&#228;hrend ver&#228;ndernden Ern&#228;hrungsbedingungen, die sich durch die neolithische Revolution derart drastisch verbesserten, dass die vormals durch die ber&#252;chtigte Dunbar-Zahl im Neocortex &#8230; <a href="http://www.pax-aeterna.net/die-geburt-des-staates/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.pax-aeterna.net/bilder/vulkanausbruch.jpg" alt="Vulkanausbruch" align="right"/>Beginnen wir mit einem kurzen historischen Abriss zur Bev&#246;lkerungsentwicklung der Menschheit &#8211; und zwar im Zusammenhang mit den sich <strong>fortw&#228;hrend ver&#228;ndernden Ern&#228;hrungsbedingungen</strong>, die sich durch die <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neolithische_Revolution">neolithische Revolution</a></strong> derart drastisch verbesserten, dass die vormals durch die ber&#252;chtigte <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dunbar-Zahl">Dunbar-Zahl</a></strong> im Neocortex ausge&#252;bte soziale Kontrolle menschlicher Gemeinschaften schlicht und ergreifend ausgehebelt wurde.</p>
<p>Das bedeutet nichts anderes, als dass die einstigen <strong>Gemeinschaften</strong> zerbrachen bzw. zwangsl&#228;ufig zu <strong>Gesellschaften</strong> expandieren mussten und es in und zwischen diesen Gesellschaften zu Konflikten kam, so dass man die vormals freiwillig solidarische Umverteilung nun per Gewalt durchsetzen musste.</p>
<p>Doch der Reihe nach:</p>
<p>Laut aktuellem Kenntnisstand wurde die Menschheit vor 70.000 Jahren aufgrund einer extremen D&#252;rre nahezu ausgel&#246;scht. F&#252;r diese Katastrophe wird u.a. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Toba-Katastrophen-Theorie">der Ausbruch des Toba-Vulkans</a> verantwortlich gemacht. Beim mehrere Wochen andauernden Ausbruch dieses Supervulkans wurde rund 2.800 km³ Material in atmosph&#228;rische H&#246;hen von mehr als 25 km geschleudert, wodurch die Sonneneinstrahlung gemindert wurde, was zu einem neuen K&#228;ltemaximum in der Weichsel-Eiszeit f&#252;hrte. Angesichts solcher und vorhergehender Katastrophen ist die Entwicklung <a href="http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/archaeologie/archaeologie_aid_120234.html">religi&#246;ser Rituale</a> nicht verwunderlich.</p>
<p>Die Weltpopulation schrumpfte auf etwa 2.000 Menschen, die in isolierten Gruppen zu den afrikanischen und indischen K&#252;sten zogen, da sie auf Grund der anhaltenden D&#252;rre ihre Ern&#228;hrung zwangsl&#228;ufig auf das noch vorhandene Nahrungsangebot umstellen mussten. Dies f&#252;hrte zu einer einschneidenden Entwicklung des Intellekts und der verwendeten Werkzeuge und Waffen, infolgedessen eine rasante Bev&#246;lkerungsvermehrung begann, die bis heute anh&#228;lt. Zun&#228;chst bildeten sich kleinere Gruppen von 30-50 Menschen, die schlie&#223;lich bei etwa 150 (Dunbar-Zahl) eine kritische Masse erreichten.<span id="more-3621"></span></p>
<p>Bei gr&#246;&#223;eren menschlichen Ansammlungen kommt es in der Regel zur Teilung des Stammes, wobei es beim Aufeinandertreffen fremder St&#228;mme zwangsl&#228;ufig zu Konflikten kam, aus denen mal dieser und mal jener Stamm erfolgreich hervorging. Es herrschte sozusagen ein fragiles Gleichgewicht. Dies hielt allerdings nur bis zur Evolution der Waffentechnik an, bei der man mit enormer Geschwindigkeit Waffen aus Metall fertigte. Das Metall war Bronze (daher &#8220;Bronzezeit&#8221;) &#8211; eine Kupfer/Zinn-Legierung, deren Optimierung einige Zeit in Anspruch nahm. Der Ursprung der Bronzewaffentechnik liegt mutma&#223;lich in <a href="http://www.archaeologie-online.de/magazin/thema/montanarchaeologie/bergbau-mittelasien/seite-4/">Muschiston (Tadschikistan)</a>. Von dort beginnt der Siegeszug der Bronze (die Herkunft des Zinns ist noch ungekl&#228;rt) bis nach Mittel- und Vorderasien, womit einige Hirtenst&#228;mme mit Hilfe ihrer nun &#252;berlegenen Waffen die dort im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fruchtbarer_Halbmond">fruchtbaren Halbmond</a> siedelnden Bauerngemeinschaften dauerhaft unterjochen und zu Abgaben zwingen konnten.</p>
<p><img src="http://www.pax-aeterna.net/bilder/neolithische_revolution.jpg" alt="Getreideanbau" align="right"/>Aus den durch diverse katastrophale Ereignisse entstandenen religi&#246;sen Ritualen bildete sich eine eigene Priesterkaste heraus, die man als erste politische F&#252;hrungsschicht interpretieren kann und f&#252;r die allgemeine Sicherung der Versorgung in Notf&#228;llen verantwortlich war. So ist die zeitgleiche Entwicklung der Landwirtschaft und mit ihr in engem Zusammenhang stehenden Schrift und Mathematik zur logistischen Bew&#228;ltigung der Feldbew&#228;sserung kein Zufall, sondern eine sich aus der wachsenden Bev&#246;lkerung und Engp&#228;ssen geschuldete Notwendigkeit, die durch die mit einer Unterjochung einhergehenden Abgabenpflicht noch verst&#228;rkter Anwendung fand. Denn die Abgaben an die neuen Machthaber musste auf den riesigen Gebieten (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Latifundium">Latifundien</a>) zun&#228;chst in natura geleistet werden.</p>
<p>Dies ist die <strong>Geburt des Staates</strong>, bei der jemand die Waffe erhob und Tribut forderte, um sein Rechtssystem zu installieren. Es ist die Geburt des Kredits und die Geburt des Marktes, in der der tributpflichtige Untertan nun alles daran setzen musste, den Tribut zu erwirtschaften – in welcher Form auch immer. <strong>Dies ist also die Geburtsstunde der Wirtschaft, des Geldes und all seiner Verwerfungen.</strong> Es ist die &#8220;Vertreibung aus dem Paradies&#8221;.</p>
<p>Diese <strong>Machttheorie</strong> m&#252;sste im Grunde allen &#246;konomischen Theorien voranstehen. Insofern aber irgendeine sogenannte Wirtschaftswissenschaft diesen zugrundeliegenden Baustein in ihren Modellen und Erkl&#228;rungen ignoriert (also so ziemlich alle), taugt sie eben keinen Deut, als zur Verbl&#246;dung des Geistes und sinnleeren Geld-, Verteilungs- und Stabilisierungsdiskussionen, die allesamt am Thema vorbei gehen.</p>
<p>Bildquellen:</p>
<ul>
<li><a href="http://de.flash-screen.com/free-wallpaper/uploads/201010/imgs/1288514330_1440x900_buring-volcano-eruption.jpg">flash-screen.com</a></li>
<li><a href="http://www.mp2.de/agd-info/wp-content/images/neolithische_revolution.jpg.jpg">mp2.de</a></li>
</ul>
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		<title>Grundlegende Herangehensweise</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 03:13:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leitfaden]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele (zumindest oberfl&#228;chlich) positiv gemeinte Weltverbesserungskonzepte scheitern leider bereits in ihren Ans&#228;tzen, da sie elementare Teile der Realit&#228;t entweder nicht kennen, als unwesentlich erachten, nicht wahrhaben wollen und damit vors&#228;tzlich ausblenden oder per Dekret einer zwangsverordneten Ver&#228;nderung unterwerfen wollen. In &#8230; <a href="http://www.pax-aeterna.net/grundlegende-herangehensweise/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.pax-aeterna.net/bilder/weltkonzept.jpg" alt="Heile-Welt-Konzept" align="right"/>Viele (zumindest oberfl&#228;chlich) positiv gemeinte Weltverbesserungskonzepte scheitern leider bereits in ihren Ans&#228;tzen, da sie elementare Teile der Realit&#228;t entweder nicht kennen, als unwesentlich erachten, nicht wahrhaben wollen und damit vors&#228;tzlich ausblenden oder per Dekret einer zwangsverordneten Ver&#228;nderung unterwerfen wollen. In welcher Form dies auch immer umgesetzt wird, es wird vom Verfasser meist nicht bewusst wahrgenommen, dass man sich in ideologische, voreingenommene Scheinwelten begeben hat, die sich in der Realit&#228;t nicht umsetzen lassen k&#246;nnen, weil sie grundlegenden Abl&#228;ufen und Zusammenh&#228;ngen widersprechen. Interessant ist hierbei allerdings, dass die Realit&#228;t selbst aus zahllosen Widerspr&#252;chlichkeiten besteht, mit denen man sich allerh&#246;chstens arrangieren, sie aber nicht aus der Welt schaffen kann – wiederum mit der Folge, dass ein etwaiges Utopia, das diese Widerspr&#252;che nicht zur Kenntnis nimmt, ein feuchter Traum bleibt.</p>
<p>Aus eigener Erfahrung wei&#223; ich, wie schwierig es ist, dem bequemen Pfad der Ideologie wieder zu entkommen, wenn man ihn einmal beschritten hat und m&#246;chte daher eine Empfehlung abgeben, dass man sich Themen wie dem Verst&#228;ndnis von Wirtschaft, Geld und dem herrschenden Finanzsystem, der Sozialen Frage und dergleichen eben nicht von einem rein systemisch-zusammenh&#228;ngenden Blickwinkel n&#228;hern sollte. Hier braucht es eine historisch vergleichende Sichtweise, die nicht nur die Systematik vorhandener Strukturen analysieren, sondern sich insbesondere deren Entwicklung betrachten muss, um damit die Aufmerksamkeit auf <strong>unterschiedliche Formen sozialer Strukturen</strong> zu lenken. Diese f&#252;hren &#252;berdies zu verschiedenen Arten der Religions- und Machtaus&#252;bung und folglich divergierenden Distributionstypen. Mit dem Erkennen der Ursachen, die zur Entstehung der jeweiligen sozialen Strukturen f&#252;hrten, versteht man die Hintergr&#252;nde <strong>rechtlicher Komponenten</strong>, die bspw. eine Feudalgesellschaft oder eine b&#252;rgerliche Gesellschaft voneinander unterscheiden. Damit einhergehend ist unbedingt eine <strong>eindeutige, abzugrenzende Begriffsbestimmung</strong> notwendig, um u.a. nicht aneinander vorbei zu reden. Erst anhand solcher Analysen – und genau darum geht es – kann man ein sinnvolles IST-SOLL-Konzept erstellen und es zielf&#252;hrend auf etwaige Schwachstellen untersuchen, ohne sich dabei in unrealistischen Wunschvorstellungen zu verlieren. Erst dann wird &#252;berhaupt eine konstruktive Debatte erm&#246;glicht.<span id="more-3616"></span></p>
<p>Dieser Weg dauert mit hoher Wahrscheinlichkeit seine Zeit und ist dennoch effizienter, als bspw. Jahre damit zu vergeuden, sich durch die unterschiedlichen nationalen &#246;konomischen Schulen und ihre jeweiligen Geldansichten (neoklassisches <a href="http://books.google.de/books?id=LXE2xCv2SdYC&#038;pg=PA7">Tauschparadigma</a>, marxistische <a href="http://igw.tuwien.ac.at/christian/technsoz/marx2.html">Arbeitswerttheorie</a>, <a href="http://www.institutional-money.com/cms/fileadmin/user_upload/Bilder_Magazin/IM_1_2009/IM0109_Umlauf.pdf">Quantit&#228;tstheorie</a> von Fisher und Friedman samt monetaristischer <a href="http://knol.google.com/k/uwe-buchholtz/monetarismus/32g7i6y02vn3p/39">Geldmengenbetrachtungen</a>, &#246;sterreichisches <a href="http://www.weissgarnix.de/2010/10/05/gutes-geld-kommt-vom-markt-nicht-vom-staat/">Privatgeld</a>, <a href="http://www.freimark-t.de/html/freigeld.html">Freigeld</a> durch Negativzinsen, sogenanntes <a href="http://www.monetative.de/wp-content/uploads/geldordnung-ii-reform-der-geldschopfung-durch-vollgeld-mai-09-m-homepage-kompatibilitatsmodus.pdf">„Vollgeld“</a>, …) zu w&#252;hlen, nur um letztlich ggf. zur selben Erkenntnis zu gelangen, n&#228;mlich <strong>dass es ohne allgemeing&#252;ltigen rechtlichen Rahmen &#252;berhaupt kein Geld (besser: Kreditbeziehungen) und eben auch keinerlei Markt geben kann</strong> und dieser rechtliche Rahmen samt zugeh&#246;riger Abgabenpflicht mit Sanktionsandrohung aufgezwungen wird – von Machthabern, Waffenhaltern, Eigent&#252;mern – gar der Kollektive selbst.</p>
<p>Zu dieser Erkenntnis gelangt man dann aber auch nur, wenn man sich einmal von den vorher eingetrichterten Dogmen befreien kann und den Gesamtzusammenhang beleuchtet oder sich einfach nicht l&#228;nger in die eigenen Taschen l&#252;gt. In diesem Zusammenhang w&#228;re es einmal interessant, sich mit <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Dissonanz">kognitiver Dissonanz</a></strong> zu besch&#228;ftigen, deren &#220;berwindung dann besonders schwer ist, wenn man f&#252;r bestimmte &#220;berzeugungen bezahlt wird oder hat.</p>
<p>Bildquelle:
<ul>
<li><a href="http://thumbs.dreamstime.com/thumblarge_578/1296405990lnlJdj.jpg">thumbs.dreamstime.com</a></li>
</ul>
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		<title>Versuch einer Einleitung</title>
		<link>http://www.pax-aeterna.net/versuch-einer-einleitung/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Mar 2011 23:13:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leitfaden]]></category>

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		<description><![CDATA[Oft habe ich mich gefragt, wieso die Welt so ist, wie sie ist. Wieso sie scheinbar an au&#223;erordentlicher Ungerechtigkeit, Ignoranz, Stumpfsinn und allgemeinem Leiden &#252;berquillt, w&#228;hrend sich doch nahezu jeder eine bessere Welt w&#252;nscht und daraufhin so allerhand Utopien ersonnen &#8230; <a href="http://www.pax-aeterna.net/versuch-einer-einleitung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.pax-aeterna.net/bilder/komintern.jpg" alt="KomIntern" width="200" align="right"/>Oft habe ich mich gefragt, wieso die Welt so ist, wie sie ist. Wieso sie scheinbar an au&#223;erordentlicher Ungerechtigkeit, Ignoranz, Stumpfsinn und allgemeinem Leiden &#252;berquillt, w&#228;hrend sich doch nahezu jeder eine bessere Welt w&#252;nscht und daraufhin so allerhand Utopien ersonnen werden, in denen entweder nur an ganz bestimmten Stellen ein paar Schr&#228;ubchen gedreht oder gleich die ganze Menschheit ge&#228;ndert werden m&#252;sse, um das herbeigesehnte Paradies zu erreichen, in welchem dann vielleicht nicht alles, aber doch zumindest <em>irgendwas irgendwie</em> besser w&#228;re.</p>
<p>Da bilden sich dann eben so h&#252;bsche Gruppen wie Christen, Sozialdemokraten, Gewerkschaftler, Hippies, Anarchisten, Liberale, Nationalisten, Kommunisten, Transhumanisten und all deren zigtausende &#220;ber-, Unter- und Intergruppierungen in verschiedensten Abstufungen, die selbstverst&#228;ndlich die einzig wahrste Wahrheit gefunden oder sich in endlosen Kompromissen verrannt, aber allesamt nur <em>das Beste f&#252;r die Menschheit</em> im Sinne haben. Dass solche Bestrebungen stets zur allgemeinen Zufriedenheit gl&#252;ckten, sollte wohl allgemein bekannt sein.</p>
<p>Statt nun aber zu resignieren, werden die Gr&#252;nde f&#252;r das eigene Versagen oder das bisherige Scheitern der Umsetzung des herrlichen Paradieses an etwaigen finsteren M&#228;chten, falschen Zeitpunkten oder inkonsequenter Durchsetzung ausgemacht. Manchmal findet man den geeigneten S&#252;ndenbock auch bei einzelnen Individuen oder schlicht in allgemeinen Kapitalinteressen, womit man dem tats&#228;chlichen Problem f&#252;r die Umsetzung des doch so technisch pr&#228;zise geplanten Paradieses zumindest einen Schritt n&#228;her kommt – jedoch noch meilenwert entfernt ist.<span id="more-3529"></span></p>
<p>Entscheidend ist hierbei allerdings, &#252;ber die Verteufelung des oft als <em>jederzeit re-konzeptionierbar</em> angesehenen &#246;konomischen Regelwerkes hinauszugehen und die Ursachen zu begreifen, weswegen dieses Regelwerk gerade so beschaffen ist (vielleicht sogar so beschaffen sein muss), wie man es heute in seiner Art und Weise vorfindet. Dazu dient vor allem <strong>die vergleichende Analyse</strong> historischer anthropologisch-soziologisch-&#246;konomischer Zusammenh&#228;nge, die u.a. dazu f&#252;hrt, einen Gro&#223;teil der bekannten, v.a. auf Logik und Systemik beruhenden, idealistischen Vorstellungen, die man zun&#228;chst als <em>vermeintlich konstruktiv</em> angenommen hat, als das zu entlarven, was sie sind: <strong>erm&#252;dende Tr&#228;umereien</strong>.</p>
<p>Bildquelle:
<ul>
<li><a href="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0c/Communist-International-1920.jpg">wikimedia.org</a></li>
</ul>
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		<title>Was ist Geld</title>
		<link>http://www.pax-aeterna.net/was-ist-geld/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 21:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>tar</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geldtheorie]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurz und knapp: Geld ist eine dokumentierte Eigentumsforderung. Ein Unterschied zwischen Geld und Kredit existiert aus meiner Sicht daher nur scheinbar. Ich werde versuchen, dies am Beispiel einer typischen Kreditvergabe zu erkl&#228;ren: Unternehmer (U) geht zu einer Gesch&#228;ftsbank (GB) und &#8230; <a href="http://www.pax-aeterna.net/was-ist-geld/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kurz und knapp: <strong>Geld ist eine dokumentierte Eigentumsforderung</strong>.</p>
<p>Ein Unterschied zwischen Geld und Kredit existiert aus meiner Sicht daher nur scheinbar. Ich werde versuchen, dies am Beispiel einer typischen Kreditvergabe zu erkl&#228;ren:</p>
<p>Unternehmer (<strong>U</strong>) geht zu einer Gesch&#228;ftsbank (<strong>GB</strong>) und m&#246;chte einen Kredit. Die GB pr&#252;ft die Bonit&#228;t des U, also dessen Eigentum und dessen zu erwartenden <em>Eigentumsforderungen</em> (Einkommen), die zu seinem k&#252;nftigen Eigentum zu z&#228;hlen sind.</p>
<p>Nach eingehender Eigentumshaftungspr&#252;fung gew&#228;hrt die GB den Kredit an den U. Damit bucht sie eine <span class="bggreen1">&#8220;Forderung gegen das Eigentum von U&#8221;</span> mit F&#228;lligkeit zum Termin X in ihre Bilanz ein.</p>
<p>Normalerweise (zumindest theoretisch) reicht die GB nun entsprechend eigenes Eigentum an den U weiter, &#252;blicherweise <span class="bgred1">&#8220;Forderungen gegen das Eigentum der ZB&#8221;</span> (sprich <u>Zentralbankengeld</u> in Form von Bargeld). Der Einfachheit halber (und weil durch den Fortschritt der EDV &#252;berwiegend Zahlungen per <u>Gesch&#228;ftsbankguthaben</u> get&#228;tigt werden) &#8211; &#252;berl&#228;sst der U diese <span class="bgred1">&#8220;Forderungen gegen das Eigentum der ZB&#8221;</span> der GB und erh&#228;lt im Gegenzug eine <span class="bgblue1">&#8220;Forderungen gegen das Eigentum der GB&#8221;</span>, sprich <u>Gesch&#228;ftsbankguthaben</u> (<strong>GBG</strong>) bei dieser Gesch&#228;ftsbank. Damit gew&#228;hrt der U der GB Kredit, was zun&#228;chst einer Forderung mit <u>unbefristeter</u> F&#228;lligkeit (jederzeit abrufbar) entspricht. Diese kann nat&#252;rlich auch in eine <u>befristete</u> Forderung gewandelt werden (Sparbuch usw.).</p>
<p>Eine heutige, angebliche <u>einfache</u> GB-Kreditvergabe entspricht demzufolge (mittlerweile) einer <u>doppelten</u> Kreditvergabe zwischen GB und dem Publikum.<span id="more-2670"></span></p>
<p>Dies wird auch daran deutlich, da die GB dem U erst eigenes Eigentum (gemeinhin die <span class="bgred1">&#8220;Forderungen gegen das Eigentum der ZB&#8221;</span>) leiht und daf&#252;r Kreditzins verlangen kann und im Gegenzug der U diese der GB leiht und daf&#252;r wiederum einen Guthabenzins erh&#228;lt. </p>
<p>Ein Kredit ist demzufolge immer die Gew&#228;hrung einer <span class="bggreen1">&#8220;Forderungen gegen das Eigentum des Kreditnehmers&#8221;</span> zugunsten des Kreditgebers. <strong>Und eben diese &#8220;Forderungen&#8221; sind Geld.</strong></p>
<p>Damit ist zun&#228;chst klar, dass prinzipiell jeder Geld per Kreditgew&#228;hrung schaffen kann.</p>
<p>Der generelle Unterschied besteht in der allgemeinen Akzeptanz anhand des jeweils vorhandenen <u>Vertrauens</u> in das Eigentum, auf das die jeweilige Forderung lautet. Das liegt haupts&#228;chlich an der fehlenden Information &#252;ber das Eigentum, dass die jeweilige Forderung &#252;berhaupt deckt &#8211; denn ohne diese Information kann keine eigene Bewertung vorgenommen werden! Desweiteren liegt es aber auch daran, dass nur <span class="bgred1">&#8220;Forderungen gegen das Eigentum der ZB&#8221;</span> als <u>steuerschuldbefreiend</u> gelten (sog. <em>gesetzliches Zahlungsmittel</em>, <strong>gZ</strong>). Jeder ist letztlich darauf angewiesen &#8211; oder auf entsprechende Forderungen gegen jemand, der wiederum gZ in seinem Eigentum h&#228;lt &#8211; also bspw. per Zession der Steuerschuld an die GB, indem man als Nichtbank seine Steuerschuld gegen&#252;ber dem Finanzamt per GB-&#220;berweisung tilgt.</p>
<p><u><strong>Fazit:</strong></u></p>
<p>Jeder kann anhand seines Eigentums Kredit und damit Geld schaffen. Die jeweils explizite H&#246;he des Geldbetrags h&#228;ngt einzig und allein von der <u>Bewertung des Eigentums</u> durch den Kreditgeber ab. Nach Kreditgew&#228;hr h&#228;lt der Kreditgeber ein Dokument in seiner Aktiva: die <span class="bggreen1">&#8220;Forderung gegen das Eigentum des Kreditnehmers&#8221;</span>. Das ist Geld und nichts anderes.</p>
<p>Dadurch, dass <strong>Eigentum i.A.</strong> die Basis zur Ausreichung von <span class="bggreen1">dokumentierten Forderungen</span> (Geld) darstellt und eben <strong>nicht</strong> nur bereits ausgestellte <span class="bgred1">&#8220;Forderungen gegen das Eigentum der ZB&#8221;</span> (sog. Geldbasis, ZBG, M0) oder <span class="bgblue1">&#8220;Forderungen gegen das Eigentum der GB&#8221;</span> (GBG, M1 abzgl. M0), wird deutlich, dass Geld <strong>keine</strong> direkt steuerbare Gr&#246;&#223;e ist.</p>
<p>Nachtr&#228;glich m&#246;chte ich noch anmerken, dass es sich bei diesen <span class="bggreen1">dokumentierten Forderungen</span> (Geld) aber grunds&#228;tzlich um <span class="bggreen1">&#8220;Forderungen gegen das Eigentum des Kreditnehmers <strong>i.A.</strong>&#8220;</span> und eben <strong>nicht</strong> um <span class="bgpurple1">&#8220;Forderungen auf das Zentralbankguthaben des Kreditnehmers&#8221;</span> o.&#228;., also eingeschr&#228;nkte Forderungen, handelt. Dies wird leider erst im Insolvenzfalle deutlich, da dann die ausgestellte Forderung in die Insolvenzmasse wirkt &#8211; und damit eben gegen das <u>gesamte Eigentum</u> des Schuldners. Das ist sehr gut bei sogenanntem &#8220;Kreditausfall&#8221; zu beobachten.</p>
<p><u>Ein einstufiges Geldsystem ist demnach widerspr&#252;chlich:</u></p>
<p>Da diese Forderungen Geld sind, bedeutet ein R&#252;ckfluss der in dem ausgestellten Dokument (der Forderung) festgeschriebenen ausgeliehenen G&#252;ter oder vorher entstandenen Forderungen (z.B. Bargeld) zum Kreditgeber, dass dieser dem jetzigen Einzahler dieser G&#252;ter/Forderungen seinerseits Kredit gew&#228;hrt und dieser dar&#252;ber wiederum ein Dokument h&#228;lt (im obigen Beispiel: Sichtguthaben bei der GB = GBG = <span class="bgblue1">&#8220;Forderungen gegen das Eigentum der GB&#8221;</span> bei Wiedereinzahlung von Bargeld).</p>
<p>Damit sind ohne notwendige Erh&#246;hung der Geldbasis (der ausgeliehenen G&#252;ter oder Forderungen, was im jetzigen System dem Zentralbankengeld, <strong>ZBG</strong>, entspricht) weitere <span class="bggreen1">&#8220;Forderungen gegen das Eigentum des vormaligen Kreditgebers (jetzt: zweiter Kreditnehmer)&#8221;</span> entstanden.</p>
<p>Identisch verh&#228;lt es sich bei der heute vorhandenen dritten Stufe, wenn wir bspw. bei Paypal das Konto &#252;berziehen (Paypal gew&#228;hrt uns dann Kredit) und ein dritter (bei dem wir mit der &#220;berziehung eingekauft haben) entsprechendes Guthaben bei Paypal gutgeschrieben bekommt. N&#228;mlich <span class="bgcyan1">&#8220;Forderungen gegen das Eigentum von Paypal&#8221;</span> (elektronisches Geld, <strong>E-Geld</strong>), die &#252;blicherweise gerade in Gesch&#228;ftsbankguthaben lauten, da Paypal, soweit mir bekannt ist, kein Zentralbankkonto und wohl auch keine Briefe mit Bargeld verschickt.</p>
<p>Letztlich wird Paypal diese Forderungen an die GB zedieren und diese wird sie dann per &#220;berweisung und Clearing mit ZBG zahlen oder im g&#252;nstigsten Fall einfach nur intern umbuchen, falls das GB-Konto des Empf&#228;ngers bei derselben GB ist wie das GB-Konto von Paypal. Aber diese Prozesse sind ebenso nachrangig, wie jede andere durch das Publikum vorgenommene &#220;berweisung, die letztlich nur Forderungen an die GB zediert. Die GB ben&#246;tigen bekanntlich keine Volldeckung ausgereichter <span class="bgblue1">&#8220;Forderungen gegen das Eigentum der GB&#8221;</span> in ZBG. So d&#252;rfte auch Paypal seinerseits keine Volldeckung in GBG ben&#246;tigen. Eine entsprechende Studie w&#252;rde hier wohl h&#246;chst Interessantes zutage f&#246;rdern.</p>
<p>Ich hoffe, dass man diese Erkl&#228;rung anhand des Gesch&#228;ftsbankenkredites gut nachvollziehen konnte.</p>
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