Quelle: handelsblatt.com
Die beiden Hypothekengiganten Freddie Mac und Fannie Mae stehen nach Ansicht von Experten offenbar vor der Pleite. Derweil fordern Fed-Chef Ben Bernanke und Finanzminister Henry Paulson eine umfassende und langfristig ausgerichtete Reform der Banken- und Finanzaufsicht, damit sich die Finanzkrise nicht wiederholt.
Der frühere Präsident der Notenbank Fed von St. Louis, William Poole, sagte, der Kongress „erlaubt es ihnen nur aus Prestigegründen weiter zu existieren.“ Gleichzeitig warben am Donnerstag Fed-Chef Ben Bernanke und Finanzminister Henry Paulson vor Abgeordneten des US-Kongresses für eine umfassende und langfristig ausgerichtete Reform der Banken- und Finanzaufsicht, damit sich die jüngste Kreditkrise nicht wiederholt.
Bei Freddie Mac überstiegen im ersten Quartal die Verbindlichkeiten die Vermögenswerte um 5,2 Mrd. Dollar (3,3 Mrd. Euro). Damit wäre der Hypothekenfinanzierer nach den Bilanzierungsvorschriften gemäß fairem Wert insolvent. Der faire Wert der Vermögenswerte des größeren Schwesterinstituts Fannie Mae ist um 66 Prozent auf 12,2 Mrd. Dollar gesunken und dürfte nächstes Quartal negativ werden, erwartet Poole.
Die Wahrscheinlichkeit nehme zu, dass die USA den beiden Hypothekenfinanzierern zur Hilfe eilen müssten, sagte Poole weiter. „Der Kongress sollte zugeben, dass die Gesellschaften insolvent sind.“...
zum Thema:
- spiegel.de: Märkte bangen um US-Immobilien-Finanzierer







