Quelle: nzz.ch
In instabilen Zeiten greifen geldpolitische Akteure gerne auf die Rezepte von John Maynard Keynes zurück: Um die Konjunktur zu beleben, pumpen die Notenbanken Liquidität in die Märkte. Wie der Autor in Anlehnung an Keynes' Widerpart, Friedrich A. von Hayek, darlegt, wird dadurch der Zins als Steuerungsinstrument ausgehebelt.
Wenn es konjunkturpolitisch hart auf hart geht, orientieren sich die geldpolitischen Akteure an John Maynard Keynes, auch wenn er immer wieder für tot erklärt wird. Mit Zinsen auf Niedrigstniveau wollen sie die Konjunktur stimulieren; und sie fluten schliesslich die Märkte mit Liquidität, um ein Ausgreifen von Gefahrenherden auf die Gesamtwirtschaft zu unterbinden. Die theoretischen Erkenntnisse von Keynes' Widerpart, Friedrich August von Hayek, sind in Vergessenheit geraten. Hayek sah die Ursache für konjunkturelle Turbulenzen in einer verzerrten Zinsbildung begründet. Seine Konjunkturtheorie lässt sich in fünf Phasen gliedern: ...








