Frieden durch Freiheit · Freiheit durch Wissen · Wissen durch Aufklärung · Aufklärung durch Mut zur Diskussion
"Die proletarische Revolution kann unbeschwert überall beginnen, wo autonome proletarische Versammlungen die Trennung der Individuen, die Warenwirtschaft und den Staat abschaffen werden, indem sie außerhalb ihrer selbst weder die Autorität noch das Eigentum von irgend jemanden anerkennen und ihren Willen über alle Gesetze und alle Spezialisierungen stellen. Die Revolution wird jedoch nur triumphieren, wenn sie sich weltweit durchsetzt, ohne irgendeiner noch bestehenden Form der entfremdeten Gesellschaft auch nur den kleinsten Raum zu überlassen." - Guy Debord
Das Trinkwasser in Deutschland gilt als besonders sauber - und doch finden sich Arzneimittelrückstände in dem kostbaren Lebensmittel. Zehn Wirkstoffe seien mehrfach nachgewiesen worden, darunter der Blutfettsenker Bezafibrat, das Antirheumatikum Diclofenac, Röntgenkontrastmittel oder das Antischmerzmittel Ibuprofen, sagt der renommierte Toxikologe Hermann Dieter vom Umweltbundesamt. Bei anderen gebe es einen oder einige wenige Befunde. Wie viele der 3000 zugelassenen Wirkstoffe im Trinkwasser vorkommen, könne nicht angegeben werden. "Das ist schwer abzuschätzen, wissenschaftliche Aussagen kann man dazu nicht machen." Verbesserte Analysemethoden würden künftig wohl Rückstände weiterer Arzneien zutage fördern.
"Die nachgewiesenen Mittel im Trinkwasser sind zwischen 100 und eine Million Mal niedriger als die verschriebene Tagesdosis", erklärt Dieter. Das bedeute aber nicht, dass sie unbedenklich seien: "Eine Quantifizierung des Risikos auf einer wissenschaftlich fundierten Grundlage ist noch nicht möglich. Ich sehe hier unbedingt mehr Forschungsbedarf." Vor allem die Wirkung, die sich ergeben könne, wenn Verbraucher viele Jahre lang mehrere Wirkstoffe gleichzeitig in geringen Konzentrationen über das Trinkwasser zu sich nähmen, sei noch unklar. Es gebe aber ernstzunehmende Hinweise aus der Tierwelt: Bei Fischen etwa, die an Kläranlagen-Ausgängen leben, wurden nach Östrogen-Aufnahme Geschlechts-Umwandlungen beobachtet...
Ein Dokumentationsfilm vom Discovery-Channel. Autos bauen, die mit 120 km/h ohne einen Kratzer auf ein Hindernis fahren. Papier herstellen, ohne Bäumen zu schaden (OCB).
Der politische Umgang mit Drogen ist ein brisantes Thema, der politische Umgang speziell mit Cannabis ist besonders brisant. Brisant deshalb, weil es das "Problem Cannabis" für die Politik erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts gibt. Vorher war dieses Politikfeld einfach nicht existent, da der Umgang mit Cannabis nichts Problematisches oder gar Gefährliches darstellte. Ganz im Gegenteil. Was wir heute unter "Drogen" verstehen, waren zu einem großen Teil ursprünglich weitverbreitete Medikamente oder Genußmittel, im Fall Cannabis eben auch eine Nutzpflanze, aus der man unzählige Dinge herstellte, und die man in manchen Ländern seit vielen hundert Jahren rauchte. Übermäßigen Konsum von Drogen hat es zwar sicherlich immer gegeben, spielte aber bis zu dem Zeitpunkt keine Rolle, als man sich völkerübergreifend darauf verständigte, aus welchen Gründen auch immer, bestimmte Drogen zu verbieten. Diese restriktive Umgangsweise mit Drogen an sich, und die Prohibition von Cannabis im besonderen sind, aufgrund von steigender Konsumentenzahlen trotz hoher Strafen, höchst kontrovers.
Die Frage, warum Cannabis verboten werden mußte, stellt sich zwangsläufig bei der Behandlung dieses Komplexes, denn die Widersprüche und Irrationalitäten, sowie die Ineffizienz der Politik sind offensichtlich.
Eine Studie aus Belgien wirft laut einem Zeitungsbericht beunruhigende Fragen über die Auswirkungen elektromagnetischer Strahlen auf, wie sie von Mobiltelefonen und WiFi-Funknetzwerken verbreitet werden. Ratten, die über längere Zeit solcher Strahlung ausgesetzt waren, hätten in einer Testreihe eine doppelt so hohe Sterblichkeitsrate aufgewiesen, berichtete die belgische Zeitung "Le Soir" (Dienstagsausgabe). In den an der Katholischen Universität Löwen (KUL) gemachten Tests seien bei den Ratten auch Veränderungen in den Blutkörpern gefunden worden, die für das Immunsystem verantwortlich sind. Ratten unter dem Einfluss der Strahlen wiesen zudem Verluste der Erinnerungsfähigkeit auf...
Oppositionsvertreter haben die Unabhängigkeit des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) in Frage gestellt, dessen Abschlussbericht heute in Berlin vorgestellt wurde. Keine Tumorgefahr, die gültigen Grenzwerte sind ausreichend, zog Bundesumweltminister Sigmar Gabriel das Fazit, allerdings bestünde weiterer Forschungsbedarf. Kritiker sagen, die Co-Finanzierung der Studie durch die Mobilfunkbetreiber sei problematisch. Die Forschung verkomme zum Ablasshandel, die Forschungsinstitute würden durch die Handybranche subventioniert.
Das Deutsche Mobilfunkforschungsprogramm wurde jeweils mit 8,5 Millionen Euro vom Bundesumweltministerium und den Betreibern der Mobilfunknetze finanziert. Eine Tumorgefahr durch das Telefonieren mit dem Handy lasse sich nicht nachweisen, so das Ergebnis. Forschungsbedarf bestehe aber weiter zu Risiken für Nutzungszeiten von mehr als zehn Jahren und bei Kindern, die möglicherweise empfindlicher auf Handystrahlung reagieren als Erwachsene.
Die großen Unterschiede zwischen den Wirkungen auf Kinder und Erwachsene fänden bisher weder in den Messvorschriften noch in den daraus abgeleiteten Schutzempfehlungen Berücksichtigung, wendet Bernd Rainer Müller, Mobilfunkexperte des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), ein: "Solange es keine kindgerechten Schutzstandards für die Nutzung von Mobiltelefonen gibt, fordern wir deshalb für Kinder ein Verbot der Nutzung von Handys."..
In Frankreich sollen die Regeln für Organspender geändert werden: Schon wenn ein Mensch einen Herzstillstand erleidet, sollen Ärzte zugreifen dürfen. Doch an dem Verfahren gibt es Zweifel - nachdem ein vermeintlich Toter auf dem OP-Tisch wieder aufwachte.
Die Grenze zwischen Leben und Tod verläuft von Land zu Land unterschiedlich. In Frankreich sogar von Klinik zu Klinik: In neun Krankenhäusern beginnt der Tod zurzeit früher als im Rest der Republik. Das zeigt ein Fall eines Mannes in Paris, der nach einem Herzstillstand für tot erklärt wurde und dem die Organe entnommen werden sollten. Die Chirurgen hatten nicht sofort Zeit, sich um den vermeintlich Toten zu kümmern. Das war sein Glück: Denn kurz vor der Organentnahme fing sein Herz wieder an zu schlagen.
Was sich anhört wie ein Alptraum, ist in Frankreich geduldeter Teil einer neuen Strategie: Das Land will mehr Organspender gewinnen.
13.000 Franzosen warten derzeit auf ein lebensrettendes Organ - oft vergeblich. Im Jahr 2007 hat die französische Behörde für Biomedizin daher ein Experiment gestartet, bei dem Organe nicht erst nach dem Hirntod entnommen werden dürfen, sondern schon nach einem Herzstillstand. Auch in Großbritannien, Belgien, Holland, Spanien, Österreich, der Schweiz und den USA gelten diese Regeln...
Sollten immer noch Zweifel über die von Handys abgestrahlte Wärme bestehen und ihre Schädlichkeit für das menschliche Gehirn, so schau man sich dieses kurze Filmchen aus Frankreich an, in dem mit vier Mobiltelefonen Mais so erhitzt wird, dass Popcorn entsteht.
Wer sich als Verbraucher die Mühe macht und in den Supermärkten in den Regalen die Etiketten der fertig verpackten Lebensmittel liest, wird feststellen, dass, mit wenigen Ausnahmen, fast alle Produkte den Zusatz tragen: „mit jodhaltigem Speisesalz“, „enthält jodiertes Speisesalz“ o. ä.. Das betrifft Fertigprodukte und -gerichte in Dosen, Fertigsoßen und -suppen in Tüten und Kleinpackungen von weltbekannten Anbietern ebenso wie z. B. Gewürzmischungen.
Auch im Tiefkühlfach findet sich künstlich jodierte Kost. Schon der Fettdruck lässt darauf schließen, dass dem Lebensmittel vom Hersteller etwas Unnatürliches beigemischt wurde, dass außer dem Speisesalz noch jodiertes Salz zugefügt worden ist.
Aber eins liest man im Supermarkt nicht: Dass nämlich auch Milch, Butter, Käse, Joghurt, Sahne, Eier, ja sogar Fleisch und Wurst Jod enthalten können. Über das Tierfutter, das der Erzeuger jodiert, gelangt es ins Endprodukt. Es muss ja dort nicht ausgewiesen werden! ...
Sogenannte Cannabis-Blocker haben in tierexperimentellen Studien in Neuron (2008; 58: 340-345) die Plastizität des Gehirns so sehr gestört, dass die Forscher dringend vom Einsatz des Appetitzüglers Acomplia bei Kindern abraten, dessen Wirkstoff Rimonabant eine ähnliche Wirkung hat.
Das Medikament Acomplia ist wegen fehlender Studienergebnisse nicht zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren zugelassen. Die auch in dieser Altersgruppe immer häufiger auftretende Adipositas könnte jedoch Ärzte veranlassen, das Medikamente off-label einzusetzen, was möglicherweise negative Auswirkungen auf die Hirnentwicklung haben könnte.
Diese ist während der Geburt noch nicht abgeschlossen. Viele Nerven werden im Kindesalter und auch während der Pubertät neu verschaltet, was die Neurowissenschaftler mit dem Schlagwort Plastizität beschreiben...
Das Wissen der Welt wächst explosiv. Doch aus Profitgier und Angst wird der Zugang zu neuen Erkenntnissen immer stärker beschränkt. Physik-Nobelpreisträger Robert B. Laughlin warnt in einem Essay für SPIEGEL ONLINE vor einem neuen dunklen Zeitalter der Desinformation und Ignoranz.
Wir stehen am Beginn des Informationszeitalters, in dem der Zugang zu Wissen in vielerlei Hinsicht wichtiger ist als der Zugang zu materiellen Ressourcen. Tatsächlich wird aber in dieser sogenannten Wissensgesellschaft der Zugang zu Informationen versperrt, und frei erworbene Erkenntnisse werden aus wirtschaftlichen, politischen oder militärischen Gründen als illegal erklärt. Die zunehmenden Bemühungen von Staaten, Unternehmen und Individuen, Konkurrenten um jeden Preis davon abzuhalten, bestimmte Dinge in Erfahrung zu bringen, die sie selbst wissen, hat zu einer erstaunlichen Ausweitung des Schutzes geistigen Eigentums im Urheberrecht und zu einer beträchtlichen Ausweitung staatlicher Geheimhaltungsmöglichkeiten geführt.
Nach dem amerikanischen Digital Millenium Copyright Act von 1998 und der Urheberrechtsrichtlinie der Europäischen Union aus dem Jahr 2001 ist es zum Beispiel strafbar, gegen Datenpiraterie gerichtete Maßnahmen zu umgehen (also verschlüsselte Informationen unbefugt zu entschlüsseln) und Vorrichtungen zur Umgehung solcher Schutzmaßnahmen in den Handel zu bringen (also verschlüsselte Informationen anderen Menschen unbefugt zugänglich zu machen). Nach dem Bayh-Dole- und dem Stevenson-Wydler-Act von 1980 soll staatliche Forschungsförderung in den USA der Entstehung privaten geistigen Eigentums dienen...