.: Liberalismus :.


:: Die Lügen der Wirtschaftswissenschaften ::

· tar, den 22.09.08 in Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft

Quelle: zeit.de

Pseudowissenschaften 3.1: Die Wirtschaftswissenschaften, Teil 1

In den Wirtschaftswissenschaften findet sich alles wieder, was irgendwie mit Leistungs- und Geldflüssen zu tun hat, außerdem die Verhaltenswissenschaften, Mathe, Jura und natürlich wissenschaftliche Methodenlehre, die Wissenschaftstheorie.

Ohne Zweifel haben Wirtschaftswissenschaftler Großes geleistet, doch das gilt vor allem für wenig publizierte Beiträge. So lässt sich seit den 80-ger Jahren mathematisch beweisen, dass die sogenannte Angebotspolitik der Regierungen spätestens ab Kohl/Genscher Arbeitsplätze vernichtet und Umverteilung von unten nach oben bewirkt.

Das heißt, wir wurden die ganzen Jahre wider nachweisliche Tatsachen belogen.

Das Modell, mit dem man solches ausrechnen kann, ist eine unter Prof. Dr. Boettcher in den 80-gern erarbeitete Fortentwicklung des Keynesschen Wirtschaftskreislaufmodell. Kein Mensch kennt Prof. Dr. Boettcher als Wirschaftsexperten, dafür werden uns Glos und Westerwelle als Wirtschaftsexperten verkauft...

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:: Elfte Bank in den USA geschlossen ::

· tar, den 22.09.08 in Amerika, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Wirtschaft

Quelle: ftd.de

Die Silver State Bank aus Nevada ist das jüngste Opfer der Finanzmarktkrise. Das Institut ist relativ klein - die Schließung könnte dennoch Wellen im Präsidentschaftswahlkampf schlagen, im Verwaltungsrat saß ein Sohn von John McCain.

Die Behörden schlossen am Freitag die Silver State Bank mit Einlagen von fast zwei Milliarden Dollar und 17 Filialen in Arizona und Nevada.

Der Zusammenbruch des relativ kleinen Kreditinstituts aus Nevada könnte auch Wellen im amerikanischen Präsidentschafts-Wahlkampf schlagen: Ein Sohn des Republikaner-Kandidaten John McCain saß bis vor kurzem im Verwaltungsrat der Bank und war unter anderem mit für die Aufsicht über die Finanzen zuständig, wie das "Wall Street Journal" am Samstag berichtete...

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:: US-Regierung bereitet Übernahme von Fannie und Freddie vor ::

· tar, den 22.09.08 in Amerika, Börse, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Wirtschaft

Quelle: spiegel.de

Es geht offenbar nicht mehr anders: In einer dramatischen Rettungsaktion bereitet sich die Regierung Bush jetzt mehreren Zeitungen zufolge darauf vor, die riesigen Finanzinstitute Freddie Mac und Fannie Mae komplett zu übernehmen. So soll ein Kollaps des Kreditmarkts verhindert werden.

Die Krise am US-Finanzmarkt spitzt sich zu. Die US-Regierung könnte noch an diesem Wochenende die Kontrolle über die angeschlagenen halbstaatlichen US-Immobilienbanken Fannie Mae und Freddie Mac komplett übernehmen, um den kriselnden Hypothekenmarkt zu schützen. Das berichten übereinstimmend "Wall Street Journal", "New York Times" und "Washington Post". Sowohl das Finanzministerium als auch Fannie Mae und Freddie Mac wollten sich offiziell zu den Berichten nicht äußern...

zum Thema:
- yahoo.com: US-Regierung übernimmt Kontrolle der größten Baufinanzierer
- mmnews.de: Fannie und Freddie verstaatlicht
- zeitenwende.ch: Ende der freien Märkte
- welt.de: Rettungsaktion sorgt für globales Kursfeuerwerk
- ftd.de: Party vor dem Kater mit Fannie und Freddie
- wiwo.de: US-Senat will Anhörung zu Fannie und Freddie

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:: Wider die Angst: Satyagraha ::

· tar, den 22.09.08 in Amerika, Deutschland, Fernost, Geologie, Geschichte, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung, Wirtschaft

Quelle: lebenshaus-alb.de

Warum es zivilen Ungehorsam braucht, um unsere Allgemeingüter zu verteidigen

Eine der größten Herausforderungen für Solidarität heute ist der Umgang mit den Erfindungen und Konstrukten, die der Kapitalismus geschaffen hat, um uns, unsere Welt und unser Denken zu beherrschen. Ich komme aus Indien. Unser Land wurde jahrzehntelang von der East India Company beherrscht, einer der ersten Kapitalgesellschaften überhaupt. 1857 gab es unsere erste Unabhängigkeitsbewegung. Der Aufstand scheiterte, aber er brachte das Ende der Herrschaft der East India Company. Die Herrschaft der internationalen Konzerne hat für die Menschen in Indien bereits Züge der totalen Kontrolle über Handel und Wirtschaft angenommen, so wie sie einst die East Indian Company ausübte. Damals hatten wir die East Indian Company, jetzt haben wir Saatguthersteller, Pharmamultis, chemische und biogenetische Bigplayer, die unser Land regieren.

Immer deutlicher wird, dass das Gesundheitswesen und die Lebensmittelversorgung weltweit von fünf Konzernen bestimmt werden. Aus meiner Sicht ist das Diktatur und keine Wirtschaftsdemokratie. Ein Wandlungsprozess hat stattgefunden. Die Demokratie ist nicht mehr vom und für das Volk, sondern von und für die Konzerne. Wenn wir uns heute hier mit einer Neubestimmung von Solidarität beschäftigen, dann müssen wir mit dieser Herrschaft der Konzerne umgehen. Wenn wir darüber nicht reden, werden wir nicht die nächsten Schritte auf dem Weg zur Verteidigung unserer Freiheiten und zu unserer Befreiung bestimmen können...

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:: Russland droht neue Rubelkrise ::

· tar, den 22.09.08 in Börse, Europa, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft

Quelle: spiegel.de

Der Georgien-Konflikt hat für Russland ernste wirtschaftliche Folgen. Anleger und Investoren ziehen in großem Umfang Kapital ab - jetzt muss die Zentralbank intervenieren: Sie verkauft Devisenreserven in Milliardenhöhe, um den Verfall der russischen Währung zu stoppen.

Der Krieg ist vorbei, doch die neuen diplomatischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen verunsichern ausländische Geldgeber weiter. Nach Schätzungen von Analysten sollen Investoren mittlerweile bis zu 21 Milliarden Dollar aus Russland abgezogen haben, berichtet die "Financial Times" ("FT").

Der Wert des Rubels fällt dadurch rapide. Gestern senkte die Zentralbank den amtlichen Wechselkurs zur US-Devise auf 24,8 Rubel. Allein in den letzten Tagen verlor der Rubel gegenüber Dollar und Euro rund zwei Prozent an Wert. Auch die Aktienmärkte sind betroffen. Der russische Börsenindex RTS verlor am Mittwoch 4,25 Prozent und am Donnerstag noch einmal 3,94 Prozent an Wert. Analysten zufolge deuten diese Werte darauf hin, dass die Flucht der Anleger anhält...

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:: Reichen 132 Euro zum Leben? ::

· tar, den 22.09.08 in Deutschland, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: mdr.de

Eine neue Studie zum Hartz-IV-Regelsatz sorgt für Aufregung. Zwei Forscher der TU Chemnitz haben einen Mindestbedarf errechnet. Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass der geltende Regelsatz von 351 Euro großzügig bemessen ist. Er liege über der errechneten Mindestsicherung von 132 Euro monatlich. Die Forscher ziehen das Fazit, dass die Gesellschaft den Empfängern von Sozialleistungen einen Lebensstandard finanziert, der dem der Bevölkerung im unteren Bereich der Einkommenskala gleiche.

Wie kommen die Forscher auf ihre Zahlen?

Die Forscher haben das Existenzminimum anhand von zwei Warenkörben berechnet. Beim ersten Warenkorb handelt sich um den Minimumbedarf ohne Wohn- und Energiekosten. Hier kamen die beiden Forscher auf monatliche Ausgaben von gerade mal 132 Euro...

zum Thema:
- nachdenkseiten.de: Die Sarazzins der Wissenschaft: Hartz-IV-Regelsatz von 132 Euro ausreichend

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:: Echter Käse auf Pizza? Vergiss es - Neppkäse auf vielen Produkten ::

· tar, den 22.09.08 in Liberalismus, Probleme, Wirtschaft

Quelle: openpr.de

Käse auf Pizza oder Cheesburgern ist oftmals Nepp. Weil es viel billiger ist, verwenden die Hersteller verwenden in großem Umfang sogenannten Analogläse, ein Gemisch aus Palmöl, Stärkemehl, Milcheiweiß und Salz.

Uns allen sind die Horrormeldungen vom Gammelfleischskandal noch deutlich im Ohr. Der Preiskrieg der Milchbauern und die allgemeine Erhöhung der Lebensmittelpreise haben uns auch eine ganze Weile beschäftigt. Und schon trifft uns die nächste Hiobs-Botschaft: Käse auf Pizza, Cheesburgern und in Fertiggerichten ist oftmals nepp. Er sieht so aus wie Käse, schneidet sich wie Käse, riecht auch so aber ist kein Käse.

Analogkäse wird diese Käse-Imitation genannt. Niemand weiß davon, aber beinahe jeder isst ihn. Fabrikanten und Pizzabäcker verwenden ihn in großem Maß. Analogkäse besteht aus einem Gemisch aus Palmöl, Stärkemehl, Wasser, Milcheiweiß und Salz. Er ist wesentlich preisgünstiger als echter Käse und muss auch nicht mindestens zwei Wochen reifen...

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:: RWE plant "Revolution" ::

· tar, den 12.09.08 in Deutschland, Europa, Liberalismus, Lösungen, Technik, Wirtschaft

Quelle: n-tv.de

Der RWE-Konzern investiert in den Bau kleiner Windkraftanlagen für Privathäuser und Kleingewerbe. Dazu hat sich die Tochtergesellschaft RWE Innogy beim britischen Jungunternehmen Quiet Revolution mit 7,5 Mio. Euro eingekauft. Die Londoner entwickeln Anlagen mit sechs bis 50 Kilowattstunden Kapazität, die bereits auf dem britischen Markt verkauft werden.

Die Windbänder drehen sich im Gegensatz zu Windrädern vertikal um den Masten. Das 6-Kilowatt-Standardmodell koste mit Aufbau umgerechnet mehr als 40.000 Euro. Es liefert ausreichend Strom für ein Zweifamilienhaus. In den nächsten Jahren sollen die Kosten durch technische Weiterentwicklung und Massenproduktion halbiert werden, erklärten beide Unternehmen...

zum Thema:
- spiegel.de: Ökologisch bedacht
- freigeldpraktiker.de: Durchbruch in der Windkrafttechnik

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:: Frau Adbenas kleines Wirtschaftswunder ::

· tar, den 12.09.08 in Afrika, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft

Quelle: spiegel.de

Ihr Mann ließ sich scheiden, ihrer Familie drohte der Absturz in die bittere Armut. Heute betreibt Sinina Adbena einen Dorfladen und will ihre Kinder auf die Uni schicken. Den Erfolg verdankt sie einem Mikrokredit-Programm. Die Geschichte eines Aufstiegs.

Im gestärkten Kleid steht Sinina Adbena in ihrem eigenen Laden, den Rücken durchgedrückt, die Handtasche unter den Arm geklemmt. Sie rückt eine Cola-Dose im Regal zurecht, wischt mit einem Staubwedel über den Tresen. Tütensuppen, Karabinerhaken, Reißverschlüsse, Rattenfallen, Kekse, Damenbinden, Geschirrspülmittel oder scharfe Chilisauce: Bei Sinina Adbena gibt es alles, was ein Haushalt so braucht...

Anmerkung:
Zinssätze von über 25%, Gruppendruck und natürlich Folgekredite, ohne die das Ganze sowieso nicht funktionieren kann. Gibt es noch irgendwelche Fragen zu diesem 'Wunder'?

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:: Ölreichtum zwischen Segen und Fluch: Beispiel Iran ::

· tar, den 12.09.08 in Liberalismus, Nahost, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: lebenshaus-alb.de

Iran ist der viertgrößte Ölexporteur der Welt und der Ölpreis steigt und steigt. Eigentlich verfügt Irans Regierung über finanzielle Rahmenbedingungen, von denen manch andere Regierungen in den Industrie- und Entwicklungsländern nur träumen können. Eigentlich hätte der iranische Präsident auch die einmalige Chance, durch schlüssige Industrieprojekte mehrere Millionen von Arbeitsplätzen zu schaffen und die Arbeitslosenrate von offiziell 20 % drastisch zu senken. Denn an qualifiziertem Personal und starker Inlandsnachfrage mangelt es kaum. Es wäre auch durchaus möglich, parallel dazu das gesamte Sozialsystem zu reformieren, in benachteiligten Regionen die Industrialisierung zu fördern und der Landflucht in die großen Städte Einhalt zu gebieten und die sozialen Ungleichheiten zu verringern. Wie kommt es aber, dass genau dies nicht geschieht, und dass im Gegenteil die Inflation über 20 % beträgt, die Kaufkraft der Lohn- und Gehaltsabhängigen ständig abnimmt und reiche Schichten immer reicher und arme Schichten immer ärmer werden?

Die reale Entwicklung im OPEC-Land Iran zeigt zunächst einmal, dass die Annahme, reiche Bodenschätze gleich florierende Wirtschaft und ausgleichende Gerechtigkeit, nicht stimmt. Sprudelnde Ölquellen müssen nicht in jedem Fall ein Segen sein, sie können sogar zum Fluch werden. Für Iran war der Ölreichtum jedenfalls eindeutig mehr Fluch als Segen. Dafür können zwei Ursachenkomplexe verantwortlich gemacht werden, die folgenreich sind: einen wirtschaftlichen, der als Dutch disease (holländische Krankheit) bezeichnet wird, und einen politischen Ursachenkomplex, den man mit Bürokratisierung und Machtmonopolisierung - typisch für Rentierstaaten - umschreiben kann...

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