Frieden durch Freiheit · Freiheit durch Wissen · Wissen durch Aufklärung · Aufklärung durch Mut zur Diskussion
"Die proletarische Revolution kann unbeschwert überall beginnen, wo autonome proletarische Versammlungen die Trennung der Individuen, die Warenwirtschaft und den Staat abschaffen werden, indem sie außerhalb ihrer selbst weder die Autorität noch das Eigentum von irgend jemanden anerkennen und ihren Willen über alle Gesetze und alle Spezialisierungen stellen. Die Revolution wird jedoch nur triumphieren, wenn sie sich weltweit durchsetzt, ohne irgendeiner noch bestehenden Form der entfremdeten Gesellschaft auch nur den kleinsten Raum zu überlassen." - Guy Debord
Ralf Becker, Finanzexperte der INWO (Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung), am 20.10.2008 zu Gast bei den 10 Uhr-Nachrichten von N24
Einschätzung des Rettungspaketes/Wachstum von Vermögen und Realwirtschaft - Systematische Lösung: Liquiditätsabgabe - Umlaufsicherung statt Zinsmechanismus - Staatlicher Eingriff & Natürliche Wirtschaftsordnung/Rettungspakt bringt keine langfristige Lösung - Einschätzung weiteren Entwicklung: weitere Vermögensblasen/systemische Korrekturen am Zinssystem nötig
Von INWO.de - mit freundlicher Genehmigung von N24.
Jetzt zücken der US-Finanzminister und der Fed-Chef die richtig große Waffe gegen die Kreditkrise: Eine gigantische Auffanggesellschaft soll den Banken die Problempapiere abkaufen. Doch die Historie lehrt: Das ist einfacher gesagt als getan.
US-Finanzminister Henry Paulson und Notenbankchef Ben Bernanke sind hyperaktiv: Erst der 29 Mrd. $ schwere Rettungsschirm für Bear Stearns, dann die Verstaatlichung der beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac, diese Woche der Notfallkredit an die American International Group, zwischendurch eine ganze Batterie an neuen geldpolitischen Instrumenten wie beispielsweise die Term Securities Lending Facility (TSLF). Eines kann man Paulson und Bernanke nicht vorwerfen: Dass sie tatenlos zusehen, wie die Wall Street und der gesamte amerikanische Finanzkapitalismus in Schutt und Asche versinkt.
Allein: Vertrauen hat das alles nicht geschaffen. Die Banken misstrauen sich so sehr wie seit dem Börsencrash von 1987 nicht mehr. Die Anleger flüchten aus Geldmarktfonds und leihen dem Staat Geld für lau - und sind bereit, soviel für Sicherheit zu zahlen wie zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Das Problem ist, dass Paulson und Bernanke die Grundwurzel allen Übels nicht gepackt haben: Die Milliarden an problematischen Wertpapieren, die in den Portfolios von Banken und Fonds lauern. Deshalb greifen die beiden wichtigsten Finanzbeamten der Welt wahrscheinlich zum allerletzten Mittel: Dem direkten Kauf dieser Papiere durch eine Auffanggesellschaft. Die Idee ist sinnvoll, wird aber in der Umsetzung teuflisch schwierig...
USA starten größte Rettungsaktion seit den 1930er Jahren. Wall Street soll von Schuldenlast befreit werden.
Angesichts des Desasters bei diversen US-Investmentbanken, das die gesamte Finanz- und Börsenwelt innerhalb einer Woche in ihren Grundfesten erschütterte, gibt der IWF eine überraschend optimistische Prognose ab.
"Das wahrscheinlichste Ergebnis ist, dass die gegenwärtigen Finanzturbulenzen in vielen Industriestaaten allein eine schrittweise Erholung der Wirtschaftsaktivität 2009 nicht verhindern werden", so John Lipsky, Vizedirektor des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Dabei hatte Lipsky nach dem Kollaps des US-Investmenthauses Lehman Brothers zu Beginn der Woche noch eine Neuordnung des Weltfinanzsystems vorhergesehen: "Die Finanzmärkte werden am Ende sowohl mit Blick auf die Strukturen der Märkte als auch auf die Institutionen selbst nicht mehr so sein, wie sie einmal waren", so Lipsky...
Aus einem Bericht auf FAZ.NET geht hervor, daß massive Umbrüche im Weltfinanzsystem geplant sind. Bitte nehmen Sie diese Meldung ernst, machen sich auf Turbulenzen gefaßt und treffen Sie Vorsorge zu Ihrer unmittelbaren Absicherung!
Wenn Ex-Finanzminister Robert Rubin von der "schlimmsten Finanzkrise seit den dreißiger Jahren" spricht, dann muß auch mit entsprechenden Maßnahmen wie nach den 30er Jahren gerechnet werden. Diese könnten bis hin zu einer kompletten Währungsreform reichen. Nachdem Rubin, in seiner Amtszeit für die Krisen in Mexiko 1995, Rußland, Asien und Lateinamerika 1997 und 1998 verantwortlich war, sagt er jetzt, daß es den Finanzbereich noch einmal durchschütteln wird.
Finanzminister Henry Paulson teilt mit, daß über einen "Gesamtplan" beraten wird. Dazu sind Vertreter des Finanzministeriums, der Fed und des Kongresses zusammengekommen. Die Gespräche werden "über das Wochenende" fortgesetzt. Gesetze und Regierungsanordnungen werden vorbereitet. "Man arbeite an der womöglich größten Intervention auf den Finanzmärkten seit den 30er Jahren"...
Anleger können künftig auch in Deutschland in neue börsennotierte Immobilien-Aktiengesellschaften investieren. Der Bundestag billigte die lange umstrittene Einführung der steuerlich geförderten "Real Estate Investment Trusts" (Reits). Die Zustimmung auch des Bundesrats in einer Woche zu dem neuen Anlageprodukt, das rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres zugelassen werden soll, gilt als sicher. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sagte in der abschließenden Debatte, mit dem in über 20 Ländern gängigen Finanzmarkt-Instrument solle es vor allem Unternehmen erleichtert werden, ihre stillen Immobilien-Reserven zu heben...
Die US-Regierung und die amerikanische Notenbank kommen in der Finanzkrise der angeschlagenen AIG mit einem dringend benötigten Mega-Kredit zu Hilfe: Die Fed gibt der zweitgrößten Versicherung der Welt 85 Milliarden Dollar - und übernimmt dafür rund 80 Prozent des Konzerns.
Beispiellose Rettungsaktion in der weltweiten Finanzkrise für den AIG-Konzern: Die US-Notenbank sagte dem taumelnden Versicherungsriesen einen dringend benötigten Kredit von 85 Milliarden Dollar (60 Milliarden Euro) zu. Das Darlehen sei durch Bedingungen abgesichert, "mit denen die Interessen der US-Regierung und der amerikanischen Steuerzahler" abgesichert würden, hieß es in der Mitteilung der Notenbank. Zuvor hatte es geheißen, die Notenbank werde im Gegenzug für den Kredit 80 Prozent an dem Versicherer übernehmen...
Schon mehrfach wurde bisher behauptet, dass die Finanzkrise ausgestanden wäre. Doch nun überschlagen sich die Ereignisse:
Die Investmentgroßbank Lehman-Brothers ist insolvent und gleichzeitig übernimmt die Bank of America die ebenfalls angeschlagene drittgrößte US-Investmentbank Merrill Lynch.
Als im März dieses Jahres die Bear-Stearns Bank von der Notenbank gestützt werden musste, um eine Insolvenz zu vermeiden, hiess es noch, dass man gerade noch einen Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems verhindern konnte.
Nun ist die wesentlich größere Lehman-Brothers Bank pleite und niemand weiß, wie es weitergehen wird. Die Gefahr besteht nun, dass es zu einer Kettenreaktion kommt und Banken sich wie Dominosteine gegenseitig in den Bankrott ziehen.
Das Geld von Millionen von Sparern wäre dann in Gefahr!
Die Finanzkrise wird immer größer – aus Milliardenlöchern werden Billionenlöcher
Als die Finanz- und Bankenkrise vor über einem Jahr mit dem beginnenden Platzen der amerikanischen Immobilienblase einsetzte, gingen die erwarteten Folgeschäden noch in Milliarden-Bereiche. Inzwischen hat die Krise bereits vorher unvorstellbare Dimensionen erreicht: Mit den unlösbaren Schwierigkeiten der beiden größten Immobilienfinanzierer in den USA - Freddy Mac und Fannie Mae - und deren staatlicher Übernahme reichen die Löcher bereits in die Billionen...
Wie schon so häufig, beginnen wir derartige Exkursionen mit dem dümmsten Wissenschaftler des Tages, der den absoluten Boden des Schwachsinns bildet. Der absolute Vollpfosten des Tages und wohl auch für längere Zeit ist Prof. Dr. Dirk Schiereck.
Zum Glück wirkt er als Stiftungsprofessor für Bank- und Finanzmanagement an der European Business School (EBS), International University Schloss Reichartshausen, wo er den Professor im wesentlichen nicht als Angestellter des Steuerzahler gibt, sondern von den typischen Neoliberalen Dummköpfen bezahlt wird, die Wissen nicht von dummem Gerede trennen können. Dadurch wird er auch wenig Zeit haben an der TU Darmstadt zu arbeiten, was ein Glück für Darmstadt ist. Mehr als eine Mail-Adresse scheint er dort nicht mehr zu haben...
Krisensitzung: FED, Finanzminister, mögliche Käufer beraten in New York. Käufer derzeit nicht in Sicht.
Die Federal Reserve Bank of New York hat am Freitagabend eine Krisensitzung abgehalten. «Hochrangige Vertreter der Finanzmärkte trafen sich bei der Federal Reserve of New York am Freitag, um über die jüngsten Marktentwicklungen zu diskutieren», sagte ein Fed-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters.
Zur gleichen Zeit kamen leitende Angestellte von Lehman, mögliche Käufer sowie Regierungsvertreter zusammen, um ein Rettungspaket für das um sein Überleben kämpfende Kredithaus zu schnüren.
Zum Treffen im Büro des Chefs der New Yorker Fed, Timothy Geithner, kamen Finanzminister Henry Paulson, ranghohe Vertreter grosser Finanzinstitutionen sowie der Vorsitzende der US- Börsenaufsicht SEC, Christopher Cox. Weitere Einzelheiten nannte die Fed zunächst nicht.
Finanzminister Paulson sage jedoch, dass die Regierung sich nicht an einem Kauf von Lehman beteiligen würde...
Der steile Anstieg und der aktuelle Absturz des Ölpreises zeigen: Kaum eine Anlagekategorie bleibt heute noch von massiven Übertreibungen verschont. Die Mechanismen hinter solchen Blasen können Angst machen - bergen aber auch enorme Chancen für Investoren, die sie durchschauen.
Der Anruf kam überraschend für Markus Brunnermeier. Der junge Wirtschaftsprofessor an der US-Eliteuniversität Princeton hatte eine der schillerndsten Figuren der Finanzwelt an der Strippe: George Soros, (77) Spekulant und Multimilliardär, lud zum Vieraugengespräch in seine Privatresidenz.
An einem sonnigen Spätfrühlingstag setzte sich Brunnermeier (39) in sein Auto und fuhr nach Upstate New York. Soros ließ zum Mittagessen Fisch servieren und suchte Rat: Warum laufen die Anlagemärkte - egal ob Aktien, Immobilien oder Rohstoffe - immer wieder derart heiß, dass auf dem Siedepunkt Milliardenvermögen verpuffen? Was ist das Geheimnis der sogenannten Spekulationsblasen? ...