.: Beziehungen :.
· tar, den 07.02.08 in Beziehungen, Medizin, Probleme, Soziales, Wissenschaft
Quelle: baz.ch
Fast die Hälfte aller Kinder weltweit atmen durch Tabakrauch verschmutze Luft ein. Mit diesem Argument lancierte die Internationalen Vereinigung gegen Krebs am Montag eine globale Kampagne für ein Rauchverbot in geschlossenen Räumen. Eltern sollen in der Wohnung und im Auto nicht mehr rauchen, lautet eine zentrale Botschaft.
Die Statistik sei erschreckend, hiess es an der Medienkonferenz zum Weltkrebstag vom Montag. 700 Millionen Kinder, fast die Hälfte der Kinder weltweit, würden durch Passivrauch tödlichen Risiken ausgesetzt, erklärte die Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC). Der Präsident der UICC, der Tessiner Arzt und ehemalige SP-Nationalrat Franco Cavalli, stellte die Kampagne zum Schutz von Kindern vor Passivrauch vor. Speziell Eltern werdenaufgefordert, ihre Kinder zu Hause und im Auto nicht mit Tabakrauch einzunebeln...
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· tar, den 31.01.08 in Beziehungen, Deutschland, Lösungen, Politik, Soziales, Wirtschaft
Quelle: faz.net
Das Kino hat uns daran gewöhnt, dass Scheidungen lustig sind. Ob nun vor mittlerweile zwei Generationen ein Ehemann in Gedanken Mordvarianten auf Italienisch durchspielt oder sich in unseren Tagen verklagt, was sich liebt, und ein Scheidungsanwalt den „(un)möglichen Härtefall“ als persönliche Herausforderung begreift - was in Erinnerung bleibt, sind die lächelnden Gesichter von Marcello Mastroianni, Pierce Brosnan und George Clooney sowie die Erkenntnis, dass am Ende die Liebe siegt. Selbst dann noch, wenn auf halbem Weg eine heiß-kalte Catherine Zeta-Jones, über ein Glas Bordeaux Château Margaux des Jahrgangs vierundfünfzig gebeugt, ganz prosaisch erklärt, dass Scheidung Geld bedeute und Geld wiederum Unabhängigkeit, bevor sie ungleich poetischer ausführt, was sie mit dem Hinterteil ihres Ehemanns plane. Das alles lässt man sich im weichen Kinosessel nur allzu gern gefallen.
Die Wirklichkeit ist weniger gut gepolstert, zumal bei uns: Fast jede zweite Ehe in Deutschland wird geschieden. Was keineswegs bedeutet, dass die Menschen nicht länger dem Zauber trauen, der noch allem Anfang innewohnt. Ja, es scheint geradezu, dass die Sehnsucht nach der ewigen Liebe umso größer ist, je mehr Paare um uns herum auseinandergehen - die Utopie, das zu meistern, woran die vielen scheitern. Vier von fünf Deutschen heiraten mindestens einmal in ihrem Leben. Und die Feiern können nicht üppig genug sein. Doch dann ereilt mehr als vierhunderttausend Menschen in Deutschland jedes Jahr das dramatische Finale: Es kracht, es hagelt Vorwürfe, und den letzten und allerletzten Versöhnungsversuchen folgt doch nur wieder Streit. Irgendwann bestellt einer den Möbelwagen.
Mitleid für Seehofer
Fast zwanzig Prozent derer, die ebendas durchlitten haben, hält die Erfahrung nicht davon ab, es ein weiteres Mal zu probieren: Bei jedem sechsten Ehepaar stand einer der Beteiligten mindestens einmal vor dem Scheidungsrichter. Als Manko begreift das niemand mehr - diese Zeiten sind vorbei. Selbst ein Politiker wie Horst Seehofer, dem die Öffentlichkeit dabei zusehen durfte, wie er zwischen seiner Familie in Bayern und seiner schwangeren Freundin in Berlin lavierte, hat eher Mitleid erregt als Empörung...
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· tar, den 27.01.08 in Amerika, Beziehungen, Politik, Probleme, Soziales
Quelle: zeit.de
Nach der Telekommunikation soll nun auch die herkömmliche Post überwacht werden. Die USA verlangen Informationen über alle Briefe und Pakete, die in die Staaten gehen. Die Deutsche Post liefert sie zum Teil schon
Seit einiger Zeit müssen von jedem Passagier, der in die USA fliegen will, vorab eine ganze Reihe von Daten an die amerikanischen Sicherheitsbehörden übermittelt werden. Es könnte sich ja ein Terrorist darunter befinden, den die US-Grenzschützer auf diesem Weg abwehren möchten. Die Europäische Union hatte sich eine Weile dagegen gewehrt, lenkte aber schließlich ein, weil die US-Regierung ihren Fluglinien sonst schlicht die Landeerlaubnis entzogen hätte.
Kaum bekannt ist jedoch, dass die US-Behörden auch bei Paketen, Päckchen und Briefen schon seit mehreren Jahren verlangen, dass ihnen vorab Daten über Absender, Empfänger und - sofern verfügbar - über den Inhalt mitgeteilt werden. Damit soll zum Beispiel verhindert werden, dass wie nach den Anschlägen von 2001 Sendungen mit Anthrax oder anderen gefährlichen Materialien in das Land kommen. Das amerikanische Heimatschutzministerium möchte aber auch sonstige postalische Kontakte zwischen Terrorverdächtigen aufdecken, ähnlich wie bei Telefonaten oder Kontakten im Internet.
Bislang hat sich in der EU nur Österreich vehement gegen die Weitergabe der Postdaten gewehrt. "Schließlich würde dies dem Postgeheimnis widersprechen, wonach Daten über Sendungen nur an Absender oder Empfänger mitgeteilt werden dürfen", protestiert Michael Homolla, Sprecher der Österreichischen Post...
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· tar, den 23.01.08 in Amerika, Beziehungen, Medizin, Politik, Soziales
Quelle: news.orf.at
Eine Kleinstadt im US-Bundesstaat Kalifornien hat ein Rauchverbot für Mietwohnungen beschlossen. Der Stadtrat von Calabasas, 50 Kilometer nordwestlich von Los Angeles, billigte am Mittwochabend eine entsprechende Verordnung, wie die 25.000-Einwohner-Stadt am Donnerstag mitteilte.
Ziel der selbst ernannten "Nichtraucherstadt" ist es, dass 80 Prozent der Mietwohnungen bis 2012 Nichtraucherwohnungen sind. 2006 hatte Calabasas bereits das Rauchen im Freien verboten, wenn es andere Menschen stören könnte. Die Stadt wies auch spezielle Nichtraucherzonen im Freien aus.
Kein Rauchen auf dem Gehsteig
In dem Vorort von Los Angeles gilt bereits seit 2006 eines der striktesten Rauchergesetze der Welt. In Calabasas dürfen sich Raucher in der Öffentlichkeit nirgendwo eine Zigarette anzünden, wenn andere Menschen von dem Rauch gestört werden könnten.
Die "umfassende Verordnung zur Kontrolle von Rauch aus zweiter Hand" verbietet das Rauchen vor Geschäften, Firmen, Hotels, Bars, Restaurants, in Parks und auf Gehsteigen, erklärt die Stadtverwaltung auf ihrer Website...
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· tar, den 20.01.08 in Amerika, Beziehungen, Deutschland, Europa, Liberalismus, Lügen, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft
Quelle: faz.net
Es ist eine Binsenweisheit: Den Deutschen wird's mulmig bei Markt und Kapitalismus. Die Hälfte der Bürger bekennt sich laut Allensbach-Umfrage zu sozialistischen Idealen. Der Begriff Marktwirtschaft geht den wenigsten ohne das Schutzwort „sozial“ über die Lippen. Seit Jahrzehnten scheitern noch so kleine Reformen, bei denen der Verdacht besteht, sie könnten Menschen von Politik und Sozialstaat abnabeln und den kalten Kräften von Markt und Selbstverantwortung aussetzen. Um das alles zu ergründen, können wir Bismarck und Weimar bemühen, über die frappierende Überlappung von linkem Klassendünkel und rechter Gemeinschaftsgesinnung sprechen oder über den Machterhalt der politischen Klasse durch die Sozialstaatsabhängigkeit der Bürger.
Oder aber wir fragen, wie diese tradierten Einstellungen zu Markt und Staat ganz konkret von Generation zu Generation weitergegeben werden, zum Beispiel in der Schule. Dort lehrt eine Gesellschaft ihre Kinder nicht nur Lesen und Schreiben, sondern transportiert auch Identität, Geschichtsbild und Werte. Es ist gut, dass deutsche Kinder heute nicht mehr dasselbe über Menschen anderer Länder, Hautfarben oder Religionen lernen wie noch vor 70 Jahren. Was in deutschen Schulbüchern über den Nationalsozialismus oder die DDR-Diktatur steht, ist zu Recht von großem Interesse. Seltsamerweise steht die Frage, wie ökonomische Zusammenhänge gelehrt werden, kaum im Mittelpunkt von Debatte und Forschung, obwohl wirtschaftliche Ideologie nicht minder prägend ist für persönliche Entscheidungen und politische Präferenzen, am Ende sogar für Wirtschaftsleistung, Wahlausgänge und konkrete Politik...
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· tar, den 10.01.08 in Beziehungen, Deutschland, Politik, Probleme, Soziales
Quelle: augsburger-allgemeine.de
Im Fall des 43-Jährigen Münchners, der an Weihnachten seinen kleinen Sohn und sich selbst tötete, ist im Internet ein Abschiedsbrief aufgetaucht. In dem von der tz abgedruckten Brief erhob der Mann massive Vorwürfe gegen seine Ex-Frau, ein Familiengericht sowie die Politik.
Für das was passiert ist, könne man sich bei seiner "egoistischen und verlogenen Ex-Frau" und "ihrem boshaften destruktiven und gehässigen Anwalt, der durch seine ständigen hetzerischen Ergüsse absichtlich Öl ins Feuer geschüttet hat" bedanken, schrieb der 43-Jährige weiter. Auch ein Familienrichter am Rosenheimer Amtsgericht sowie die "femifaschistischen Vollidioten von der SPD und FDP, die vor 30 Jahren das heute gültige schwachsinnige Scheidungsrecht eingeführt haben" seien mitverantwortlich für die schreklichen Geschehnisse. Mit Blick auf das deutsche Scheidungsrecht sprach der Münchner außerdem von einer «Familienvernichtungsmafia»...
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· tar, den 18.12.07 in Beziehungen, Deutschland, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: Berliner Zeitung vom 14.12.07, Seite 2
Deutsche Zustände
Sozialforscher Wilhelm Heitmeyer hat die Gemütslage der Gesellschaft untersucht. Er spricht von einer Menschenfeindlichkeit im Land. Sie trifft nicht nur Ausländer, sondern vor allem Arbeitslose.
"Die Angst vor denen da oben ist der Sorge gewichen, zu denen da unten zu gehören", sagt Minister Wolfgang Tiefensee (SPD) zur Untersuchung "Deutsche Zustände".
Die Ursache für die ablehnende Haltung gegenüber den Arbeitslosen sieht Heitmeyer auch "in der zunehmenden Ökonomisierung des sozialen Lebens". Der steigende wirtschaftliche Druck auf den Einzelnen führe zu einer wachsenden Aggressivität gegenüber schwachen gesellschaftlichen Gruppen. "Es gibt einen Zusammenhang zwischen ökonomistischem Denken und Gewaltbereitschaft", sagt Heitmeyer.
So stimmt mehr als ein Drittel der Befragten den Aussagen zu, "die Gesellschaft könne sich wenig nützliche Menschen (33,3 %) und menschliche Fehler nicht (mehr) leisten" (34,8 %). Etwa 40 % sind der Ansicht, in der Gesellschaft werde "zu viel Rücksicht auf Versager genommen". Knapp 26 % gaben an, moralisches Verhalten sei "ein Luxus"...
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· tar, den 18.12.07 in Beziehungen, Deutschland, Krise, Liberalismus, Medien, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: heise.de
Deutschland, Papst, Deutschland, was bin ich denn nun eigentlich? Würden sich die Herren der Medientyrannei denn endlich mal end-scheiden, wen ich gefälligst darzustellen habe? Bertelsmann und Springer schaffen zusammen, was die "30" bei mir noch nicht geschafft hat: meine große Identitätskrise.
Jetzt geht es also um die Kinder. Die müssen in diesem Land ja schon so einiges ertragen: Schuldige für die Einschränkungen von verfassungsgarantierten Freiheiten zwecks Verfolgung von Kinderpornographie, als quängelnde Pest auf dem Supermarktfussboden beim Süßwarenregal vor der Kasse um die Wirtschaft anzukurbeln, Rentenzahler der Vermehrungsunwilligen bei denen Wi(e)dervereinigung nur noch über Verhütung läuft, unkritische Konsumenten von Morgen unter der Dauerberieselung von Werbung mit Kalorienbomben, Plastikdinosuriern und Ich-kann-meinen-eigenen-Namen-sagen-wenn-die-Batterie-voll-ist-Barbie, Supernanny-Opfer mit arbeits- und perspektivelosen Eltern die national bloßgestellt werden und demnächst auch noch als mein Nachwuchs. So viel Last auf so kleinen Schultern.
Menschen, die sich keinen Hund anschaffen würden, weil sie täglich 8 Stunden auf der Arbeit sind und die ein schlechtes Gewissen à la "ja wer soll sich denn um das arme Viech kümmern, der muss doch raus" haben, sollen mit Spots dazu bewegt werden, Lust auf Kinder zu bekommen. Ja wohin denn mit den Kleinen, wenn Papa und Mama zum Wohle des Standort Deutschlands täglich in den deutschen Qualitätsunternehmen arbeiten müssen, in denen die Bertelsmänner der Führungsriege - wie ich sie mal gehässig nenne - so um das 100fache des Gehalts der "Arbeitnehmer" ("wenn du nimmst, so sei stets dankbar dem gegenüber von dem du nimmst", hätte heutzutage Jesus bestimmt gesagt, wenn ihn die Gewerkschaft für Wanderprediger in Deutschland nicht schon rausgeschmissen hätte weil er sich weigerte, den Islamistenbart abzurasieren) verdienen...
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· tar, den 13.12.07 in Beziehungen, Deutschland, Europa, Medien, Politik, Probleme, Soziales
Quelle: spiegel.de
Experten und Juristen sind entsetzt: Die Bundesregierung will diese Woche einen Gesetzesentwurf verabschieden, wonach auch bestimmte sexuelle Annäherungen zwischen Jugendlichen verboten werden. Selbst "Bravo" muss bangen: Auch Aufklärungsartikel könnten künftig strafbar sein.
Die 15-Jährige aus Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania tat nichts anderes als andere Teenager in ihrem Alter auch: Sie machte Fotos von sich und sandte diese an Bekannte, die sie in Chat-Rooms im Internet kennengelernt hatte. Allerdings: Sie zeigte sich auf den Fotos nackt - in Posen und mit Gesten, in denen Internet-Ermittler der Polizei "sexuelle Handlungen" sahen. Die Polizei nahm das Mädchen fest und beschlagnahmte ihren Computer wegen "Sexuellem Missbrauch von Kindern", "Besitz von Kinderpornographie" und "Verbreitung von Kinderpornographie".
So unglaublich dieser Fall klingt: Dass ein Mädchen, das Nacktfotos von sich selbst im Internet verschickt, wegen "Verbreitung von Kinderpornographie" verfolgt wird, dürfte bald auch hierzulande Wirklichkeit werden. Eine ähnlich weitgehende Vorschrift soll in wenigen Tagen auch ins deutsche Strafgesetzbuch kommen.
Der Anstoß dazu kommt von der Europäischen Union, die - unter Berufung auf die Uno-Kinderrechtskonvention - in einem Rahmenbeschluss von ihren Mitgliedstaaten nun gesetzgeberisches Handeln auch auf dem Gebiet des Sexualstrafrechts verlangt...
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· tar, den 13.12.07 in Beziehungen, Europa, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: spiegel.de
Den Norwegern geht es nicht schnell genug mit der Gleichstellung von Mann und Frau. Jetzt erzwingt die Regierung per Gesetz eine 40-prozentige Frauenquote in den Aufsichtsräten. Unternehmen, die bis zum 1. Januar 2008 noch zu männlich sind, droht eine drakonische Bestrafung.
Das Projekt "Female Future" des Norwegischen Unternehmerverbands NHO hat sich zur echten Kaderschmiede entwickelt. Bilanzen lesen und Aktienrecht stehen hier auf dem Lehrplan - und wie man sich in der rauen Männerwelt durchsetzt. Denn die Kursbesucher sind ausschließlich Frauen, die sich auf ihre neue Rolle als Aufsichtsrätin vorbereiten. 500 Frauen hat der Verband bereits ausgebildet, rund die Hälfte davon hat einen Vertrag in der Tasche. Doch auch die übrigen Absolventinnen müssen sich keine Sorgen machen.
Denn als erstes Land der Welt hat Norwegen eine verbindliche Frauenquote für Aufsichtsräte eingeführt. Anfang 2006 machten die staatlichen Unternehmen den Anfang, doch das genügte dem damaligen Wirtschaftsminister Ansgar Gabrielsen nicht. Der Konservative peitschte 2006 ein Gesetz durchs Parlament, das auch die Privatunternehmen zwingt, 40 Prozent der Aufsichtsratsposten mit Frauen zu besetzen...
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