.: Beziehungen :.


:: Von Raffgier und Ausbeutung ::

· tar, den 20.01.08 in Amerika, Beziehungen, Deutschland, Europa, Liberalismus, Lügen, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft

Quelle: faz.net

Es ist eine Binsenweisheit: Den Deutschen wird's mulmig bei Markt und Kapitalismus. Die Hälfte der Bürger bekennt sich laut Allensbach-Umfrage zu sozialistischen Idealen. Der Begriff Marktwirtschaft geht den wenigsten ohne das Schutzwort „sozial“ über die Lippen. Seit Jahrzehnten scheitern noch so kleine Reformen, bei denen der Verdacht besteht, sie könnten Menschen von Politik und Sozialstaat abnabeln und den kalten Kräften von Markt und Selbstverantwortung aussetzen. Um das alles zu ergründen, können wir Bismarck und Weimar bemühen, über die frappierende Überlappung von linkem Klassendünkel und rechter Gemeinschaftsgesinnung sprechen oder über den Machterhalt der politischen Klasse durch die Sozialstaatsabhängigkeit der Bürger.

Oder aber wir fragen, wie diese tradierten Einstellungen zu Markt und Staat ganz konkret von Generation zu Generation weitergegeben werden, zum Beispiel in der Schule. Dort lehrt eine Gesellschaft ihre Kinder nicht nur Lesen und Schreiben, sondern transportiert auch Identität, Geschichtsbild und Werte. Es ist gut, dass deutsche Kinder heute nicht mehr dasselbe über Menschen anderer Länder, Hautfarben oder Religionen lernen wie noch vor 70 Jahren. Was in deutschen Schulbüchern über den Nationalsozialismus oder die DDR-Diktatur steht, ist zu Recht von großem Interesse. Seltsamerweise steht die Frage, wie ökonomische Zusammenhänge gelehrt werden, kaum im Mittelpunkt von Debatte und Forschung, obwohl wirtschaftliche Ideologie nicht minder prägend ist für persönliche Entscheidungen und politische Präferenzen, am Ende sogar für Wirtschaftsleistung, Wahlausgänge und konkrete Politik...

· Kommentieren

:: Die neuen Ausgeschlossenen ::

· tar, den 18.12.07 in Beziehungen, Deutschland, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: Berliner Zeitung vom 14.12.07, Seite 2

Deutsche Zustände

Sozialforscher Wilhelm Heitmeyer hat die Gemütslage der Gesellschaft untersucht. Er spricht von einer Menschenfeindlichkeit im Land. Sie trifft nicht nur Ausländer, sondern vor allem Arbeitslose.

"Die Angst vor denen da oben ist der Sorge gewichen, zu denen da unten zu gehören", sagt Minister Wolfgang Tiefensee (SPD) zur Untersuchung "Deutsche Zustände".

Die Ursache für die ablehnende Haltung gegenüber den Arbeitslosen sieht Heitmeyer auch "in der zunehmenden Ökonomisierung des sozialen Lebens". Der steigende wirtschaftliche Druck auf den Einzelnen führe zu einer wachsenden Aggressivität gegenüber schwachen gesellschaftlichen Gruppen. "Es gibt einen Zusammenhang zwischen ökonomistischem Denken und Gewaltbereitschaft", sagt Heitmeyer.

So stimmt mehr als ein Drittel der Befragten den Aussagen zu, "die Gesellschaft könne sich wenig nützliche Menschen (33,3 %) und menschliche Fehler nicht (mehr) leisten" (34,8 %). Etwa 40 % sind der Ansicht, in der Gesellschaft werde "zu viel Rücksicht auf Versager genommen". Knapp 26 % gaben an, moralisches Verhalten sei "ein Luxus"...

· Kommentieren

:: Dr. Feelgood and his patriotic moments ::

· tar, den 18.12.07 in Beziehungen, Deutschland, Krise, Liberalismus, Medien, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: heise.de

Deutschland, Papst, Deutschland, was bin ich denn nun eigentlich? Würden sich die Herren der Medientyrannei denn endlich mal end-scheiden, wen ich gefälligst darzustellen habe? Bertelsmann und Springer schaffen zusammen, was die "30" bei mir noch nicht geschafft hat: meine große Identitätskrise.

Jetzt geht es also um die Kinder. Die müssen in diesem Land ja schon so einiges ertragen: Schuldige für die Einschränkungen von verfassungsgarantierten Freiheiten zwecks Verfolgung von Kinderpornographie, als quängelnde Pest auf dem Supermarktfussboden beim Süßwarenregal vor der Kasse um die Wirtschaft anzukurbeln, Rentenzahler der Vermehrungsunwilligen bei denen Wi(e)dervereinigung nur noch über Verhütung läuft, unkritische Konsumenten von Morgen unter der Dauerberieselung von Werbung mit Kalorienbomben, Plastikdinosuriern und Ich-kann-meinen-eigenen-Namen-sagen-wenn-die-Batterie-voll-ist-Barbie, Supernanny-Opfer mit arbeits- und perspektivelosen Eltern die national bloßgestellt werden und demnächst auch noch als mein Nachwuchs. So viel Last auf so kleinen Schultern.

Menschen, die sich keinen Hund anschaffen würden, weil sie täglich 8 Stunden auf der Arbeit sind und die ein schlechtes Gewissen à la "ja wer soll sich denn um das arme Viech kümmern, der muss doch raus" haben, sollen mit Spots dazu bewegt werden, Lust auf Kinder zu bekommen. Ja wohin denn mit den Kleinen, wenn Papa und Mama zum Wohle des Standort Deutschlands täglich in den deutschen Qualitätsunternehmen arbeiten müssen, in denen die Bertelsmänner der Führungsriege - wie ich sie mal gehässig nenne - so um das 100fache des Gehalts der "Arbeitnehmer" ("wenn du nimmst, so sei stets dankbar dem gegenüber von dem du nimmst", hätte heutzutage Jesus bestimmt gesagt, wenn ihn die Gewerkschaft für Wanderprediger in Deutschland nicht schon rausgeschmissen hätte weil er sich weigerte, den Islamistenbart abzurasieren) verdienen...

· Kommentieren

:: Norwegen zwingt Frauen an die Macht ::

· tar, den 13.12.07 in Beziehungen, Europa, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: spiegel.de

Den Norwegern geht es nicht schnell genug mit der Gleichstellung von Mann und Frau. Jetzt erzwingt die Regierung per Gesetz eine 40-prozentige Frauenquote in den Aufsichtsräten. Unternehmen, die bis zum 1. Januar 2008 noch zu männlich sind, droht eine drakonische Bestrafung.

Das Projekt "Female Future" des Norwegischen Unternehmerverbands NHO hat sich zur echten Kaderschmiede entwickelt. Bilanzen lesen und Aktienrecht stehen hier auf dem Lehrplan - und wie man sich in der rauen Männerwelt durchsetzt. Denn die Kursbesucher sind ausschließlich Frauen, die sich auf ihre neue Rolle als Aufsichtsrätin vorbereiten. 500 Frauen hat der Verband bereits ausgebildet, rund die Hälfte davon hat einen Vertrag in der Tasche. Doch auch die übrigen Absolventinnen müssen sich keine Sorgen machen.

Denn als erstes Land der Welt hat Norwegen eine verbindliche Frauenquote für Aufsichtsräte eingeführt. Anfang 2006 machten die staatlichen Unternehmen den Anfang, doch das genügte dem damaligen Wirtschaftsminister Ansgar Gabrielsen nicht. Der Konservative peitschte 2006 ein Gesetz durchs Parlament, das auch die Privatunternehmen zwingt, 40 Prozent der Aufsichtsratsposten mit Frauen zu besetzen...

· Kommentieren

:: Männer sind schuld am Klimawandel ::

· tar, den 20.11.07 in Beziehungen, Deutschland, Geologie, Lügen, Medien, Probleme, Soziales, Technik

Quelle: spiegel.de

Wer hat eigentlich mehr Schuld am Klimawandel - Männer oder Frauen? Für die Bremer Professorin Ines Weller ist der Fall klar: Männer essen mehr Fleisch, fahren protzige Autos und wollen ihr klimaschädigendes Verhalten nicht ändern.

Ein paar wenige, die kaum noch jemand ernst nimmt, streiten sich noch, ob es den Klimawandel überhaupt gebe und ob er durch den Menschen gemacht würde. Durch den Menschen? Auf das den kommt es an. Denn bei diesem Subthema sind jetzt andere angekommen.

"Ich habe extra nicht 'verursacht durchden Menschen' gesagt", erklärt Ines Weller. Dabei dehnt sie das den besonders. Die Bremer Professorin vom Forschungszentrum Nachhaltigkeit und vom Zentrum Gender Studies der dortigen Universität stellt die Geschlechterfrage: Ist der Klimawandel geschlechtsneutral? Das will die Chemikerin wissen, und zum gleichnamigen Vortrag im Gästehaus der Bremer Uni rücken Zuhörer an, die durchaus dem Klischee entsprechen, das man vor Augen haben könnte, wenn man den Titel liest...

· Ein Kommentar

:: Geldgedanken machen unsozial ::

· tar, den 09.11.07 in Beziehungen, Probleme, Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft

Quelle: test.de

Schon der Gedanke an Geld scheint unsozial zu machen. Wer an Bares denkt, zeigt weniger Hilfsbereitschaft und Mitgefühl, geht aber mehr auf Distanz zu anderen, berichtet das Wissenschaftsmagazin „Science“. Die Psychologin Kathleen D. Vohs von der Universität Minnesota setzte Studenten vor Bildschirmschoner: auf dem einen flatterten Geldscheine, auf anderen schwammen Fische...

· Kommentieren