.: Beziehungen :.


:: Armut schlägt Kindern aufs Gehirn ::

· tar, den 12.06.08 in Beziehungen, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft

Quelle: welt.de

Kinder, die in Armut aufwachsen, haben einen niedrigeren Intelligenzquotienten. Selbst Kinder von Crack-Abhängigen schneiden bei IQ-Tests nicht schlechter ab. Das ist das erschreckende Ergebnis einer aktuellen US-Studie. Die Defizite sind nur bis zu einem Alter von vier Jahren reversibel. Zuwendung hilft.

Bei armen Kindern entwickelt sich das Gehirn schlechter. Professor Martha J. Farah, Neurobiologien an der Universität von Pennsylvania, hat in standardisierten Test die verminderte geistige Fähigkeit gemessen. „Es ist erstaunlich, dass es nicht etwa der Drogenmissbrauch ist, der in ärmeren Gesellschaftsschichten häufig ist: Sogenannte Crack-Babys, also Kinder von Drogenabhängigen, schnitten bei IQ-Tests nicht schlechter ab als Kinder von Nichtabhängigen“, so Farah auf der Tagung des Wissenschaftsverbandes AAAS in Boston. „Es ist tatsächlich die Armut, die den IQ beeinflusst.“

In einem weiteren Schritt hat Farah nach den Auswirkungen von Armut auf die Hirnentwicklung der Kinder gesucht. Ist es die schlechtere Ernährung, die das Gehirn beeinflusst? Die schlechtere gesundheitliche Versorgung? Das soziale Umfeld, das in armen Gesellschaftsschichten häufig durch mehr Gewalt geprägt ist? Ist des der Stress, den die Eltern durch ihre schlechtere Lebenssituation auf die Kinder übertragen? „Diese Fragen habe ich mir immer wieder gestellt“, so Farah. „Dass Armut viel mehr ist als nur der Mangel an Geld, ist mir bei meinen Studien sehr schnell klar geworden."...

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:: „Hemmungsloses Imponiergehabe mit Fachwörtern“ ::

· tar, den 31.05.08 in Beziehungen, Deutschland, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: faz.net

Wolf Schneider ist Träger des Medienpreises für Sprachkultur der Gesellschaft für deutsche Sprache, Ausbilder an fünf Journalistenschulen und Lehrer für lesbares Deutsch in Wirtschaft, Medien und Behörden. Er ist der meistgelesene Stillehrer der deutschen Sprache und gibt Auskunft über die Sprache der Finanzmärkte.

Herr Schneider, verstehen Sie Ihre Bank?

Ich verstehe fast nichts von dem, was meine Bank mir schreibt. Die Sprache der Finanzbranche ist nicht für Laien gemacht. Das ist kurios, weil die Kunden der Banken in der Regel Laien sind.

Was macht die Sprache der Finanzbranche unverständlich?

Ich kann keinen klaren Willen zur Kommunikation erkennen. Der deutsche Bildungsbürger neigt ja zu der Annahme, dass es ausreicht, wenn die Grammatik stimmt und dass die Verantwortung des Autors mit der korrekten Grammatik endet. Hier wird nicht darüber nachgedacht, ob der Adressat das versteht...

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:: Die Büchse der Pandora wurde schon lange geöffnet ::

· tar, den 23.04.08 in Amerika, Beziehungen, Börse, Deutschland, Europa, Fernost, Krise, Liberalismus, Nahost, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung, Wirtschaft

von Didon:

Vielleicht ist es das letzte Aufbäumen um eine weltweite enorme Deflation zu verhindern. Die Lebensmittelpreise weltweit explodieren, alle reden von einer Inflation (die es nicht gibt. Denn es werden ja nur bestimmte Produkte teurer und seltsamerweise immer jene, auf die man nicht verzichten kann)

Also erleben wir doch eine aufkommende Deflation die so verschleiert ist, dass es kaum jemand mitbekommt. Die Folgen sind aber die üblichen: Massive Konsumeinschränkung überall wo man nicht "muss", keine Urlauber, keine neuen verkauften Autos, keine Freizeitgestaltung die Geld kostet, und und und.

Ganze Branchen gehen danieder und es passieren Dinge, wie wir sie nur aus dem TV aus der 3. Welt kennen.

Nebenbei wird die Kriminalität explodieren, denn manche haben nie Verzichten und sparsam leben gelernt. Vielleicht werden die Menschen in Europa wieder religiös.

In der 3. Welt und vorallem in den moslemischen Ländern werden sich die Menschen bei den Europäeren und Amis bedanken. Vorallem wenn sie den wahren Grund erfahren, warum die Brote nun doppelt soviel kosten wie früher. Tja die Spekulaten in New York, London, Frankfurt, Paris, usw.

Ein idealer Nährboden für alle radikalen Prediker. Und es werden immer mehr Arme und Neue-Arme kommen, um denen zu lauschen. In Ägypten kocht der Kessel schon und wenn der Reis in Pakisten auch schon das Dreifache kostet, na dann Prost Mahlzeit. Die Leute werden für radikale Ideen immer verständnisvoller werden, denn wie soll sich sonst an ihrer beschissenen Lage etwas ändern? Wenn wir Ihnen von der Chicagoer Terminbörse aus das Brot oder den Reis vom Teller nehmen? Noch nie war Globalisierung für Ungebildete verständlicher und begreifbarer.

Vielleicht sind Reisen in andere Erteile sowieso bald kein Thema mehr. Die Leute hier haben keine Kohle mehr und in den Urlausbsländern warten die Einheimischen mit den Steinen bewaffnet am Flughafen auf die Mörder ihrer Familien die aus Übersee kommen um Ferien zu machen und in tollen Hotels absteigen mit deftigen Buffets und nebenan 2 Gassen weiter verhungern immer mehr Menschen.

Die Zukunfts hat´s in sich. Was vor einem Jahr noch kaum einer für möglich halten konnte, wird nächste Woche bittere Realität.

Die UNO und UNIDO haben auch schon ihre Fastpleite angekündigt und anläßlich dieser Preissteigerungen weiß keiner mehr, wer die Spenden an die Armen künftig finanzieren will.

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:: Deutsche Bank verbietet Bordellbesuche auf Firmenkosten ::

· tar, den 21.04.08 in Beziehungen, Deutschland, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: spiegel.de

Die Finanzkrise und Rotlichtskandale bei anderen Unternehmen haben das Risikobewusstsein bei der Deutschen Bank geschärft: Nach Informationen des SPIEGEL gelten seit diesem Monat deutlich strengere Spesenregeln.

Die Ansage ist unmissverständlich. Die Deutsche Bank fordert die strikte Einhaltung der neuen Spesenrichtlinien. In einer von April 2008 datierten Fassung des Regelwerks für den Bereich Kommunikation und Soziale Verantwortung, in dem rund 800 Mitarbeiter arbeiten, heißt es beispielsweise: "Die Deutsche Bank billigt keinerlei Erwachsenen-Vergnügungen und wird solche Ausgaben nicht ersetzen." Außerdem solle die Firmenkreditkarte nicht für derartige Lustbarkeiten verwendet werden. Gemeint sind offenkundig Besuche von Bordellen, Striptease-Clubs oder Pornokinos.

Die detaillierten Sparvorschläge gelten laut Stefan Baron, Kommunikationschef und Vertrauter von Vorstands-Sprecher Josef Ackermann, mit kleineren Abweichungen im Prinzip für das gesamte Institut...

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:: Gesundheitspolitik: Was derzeit wirklich passiert ::

· tar, den 13.04.08 in Beziehungen, Deutschland, Liberalismus, Medien, Medizin, Pharmaindustrie, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung, Wirtschaft, Wissenschaft

Quelle: nachdenkseiten.de

Ich bin 38 Jahre alt und Allgemeinarzt mit einer gut gehenden Hausarztpraxis in Neuötting, Oberbayern, geistig gesund und ein völlig normaler Bürger mit einer Lebensgefährtin und einem 15 Monate altem Sohn, bin seit 12 Jahren Gemeinderat und seit sechs Jahren Kreisrat der CSU, einer Partei, die sicherlich weit entfernt ist vom Ruf, linkspolitische und revolutionäre Gedanken zu pflegen. Es ist nicht meine Aufgabe, solche Texte zu schreiben und es gibt in Deutschland Tausende, die dies besser, packender und erheblich vollständiger schaffen und wenigstens einer von denen sollte das auch tun.

Ich bin von tiefstem Herzen Demokrat und, wie mir in den letzten Tagen bewusst geworden ist, ein hoffnungsloser Idealist. Ich habe nicht mehr gemacht, als mir selbst die Frage zu beantworten, warum wir niedergelassenen Ärzte, Hausärzte und Fachärzte aussterben sollen, obwohl sich an der Charakteristik unseres Berufes und der Faszination für die nachfolgende Generation nichts geändert hat; der Wunsch dazu kam mit Sicherheit nicht aus der Bevölkerung, nicht von unseren Patienten.

Dass wir zu teuer sind, kann man wirklich nicht behaupten und wertlos sind wir erst recht nicht, denn mit jedem Krankenhaustag, den wir durch unsere Arbeit vermeiden können, helfen wir den Krankenkassen sparen.

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:: OECD kritisiert angestaubtes Frauenbild ::

· tar, den 11.04.08 in Beziehungen, Deutschland, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: welt.de

Die Wirtschaftsexperten der OECD fordern von der Bundesregierung Reformen, damit der Aufschwung anhält. So soll der Staat mehr Frauen die Berufstätigkeit ermöglichen, Real- und Hauptschule zusammenlegen – und Entlassungen erleichtern. Offenbar passt der OECD der deutsche Gesellschaftsentwurf nicht.

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland schwächt sich nach Einschätzung der OECD kommendes Jahr merklich ab. Für das laufende Jahr erwartet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Europa noch einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 2,1 Prozent, für 2009 aber nur noch 1,6 Prozent. Wirtschaftsminister Michael Glos sagte dazu mit Blick auf die Finanzmarktkrise: „Das wirtschaftliche Umfeld ist schwieriger geworden.

OECD-Generalsekretär Angel Gurría sagte bei der Vorstellung des aktuellen Wirtschaftsberichts für Deutschland in Berlin, zwar schwäche sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft gegenüber den hohen Raten der vergangenen Jahre etwas ab, es werde aber den OECD-Projektionen zufolge in der Nähe seines langfristigen Potenzials bleiben, das bei etwa 1,5 Prozent liege. „Bisher ist die Realwirtschaft durch die globalen Finanzmarktturbulenzen, die Euro-Aufwertung und die hohen Ölpreise nicht stark in Mitleidenschaft gezogen worden“, sagte er. Vorläufige Schätzungen für das erste Quartal 2008 deuteten noch nicht auf eine Verlangsamung des Wachstums in Deutschland hin – im Gegensatz zu anderen G-7-Staaten.

Gurría empfahl der deutschen Politik weitreichende Reformen zur Sicherung des Aufschwungs. So gelte es, die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden pro Kopf zu steigern; daher sollten besonders Frauen besser in das Arbeitsleben integriert werden. Die Kinderbetreuung müsse verbessert werden, damit mehr Mütter arbeiten gehen könnten...

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:: ‚Der Hundertste Affe' nun auch bei Fliegen ::

· tar, den 09.04.08 in Beziehungen, Biologie, Soziales, Wissenschaft

Quelle: zeitenschrift.com

Wissenschaftler sind vor den Kopf gestoßen. Eine bestimmte Gen-Mutation, die Fruchtfliegen gegen das Insektizid DDT immun macht, hat sich beinahe per Fingerschnippen über die ganze Welt ausgebreitet - und zwar auch in Gebiete, wo DDT gar nicht eingesetzt wurde.

Laut dem Wissenschaftsmagazin The New Scientist vom 5. Oktober 2002 hatte man kürzlich entdeckt, daß die Drosophila-Fliegen an der Westküste Afrikas eine Resistenz gegen DDT entwickelt haben. Seit 1945 wurde in diesen Regionen DDT eingesetzt, um die Ernten vor den Moskitos zu schützen. Das Gift tötete aber auch die Fruchtfliegen.

Ein Team von Wissenschaftlern der Universität von Bath in England untersuchte nun 75 Laborstämme von Fruchtfliegen, deren Vorfahren in den Sechzigerjahren aus aller Welt eingesammelt worden waren. Viele dieser Fliegen sind nun plötzlich gegen DDT immun, obwohl sie und ihre Vorfahren gar nie mit dem Gift in Berührung gekommen sind. Die entsprechenden Fliegen stammen aus allen Kontinenten und weisen alle die exakt gleiche Genveränderung auf. Eine Erklärung für diese Mutationen haben die Wissenschaftler nicht.

Was sich hier vollzogen hat, ist in alternativ-wissenschaftlichen Kreisen jedoch längst ein Begriff. Der berühmte Wissenschaftler Rupert Sheldrake prägte hierfür den Begriff der ‚morphogenetischen Felder'. Andere sprechen schlicht vom Gesetz des Hundertsten Affen: ...

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:: Political Ponerology: A Science of Evil Applied for Political Purposes ::

· tar, den 06.04.08 in Beziehungen, Medien, Politik, Probleme, Soziales

Quelle: journals.democraticunderground.com

“Many people believe that man is evolving; society is evolving; and that we now have control over the arbitrary evil of our environment; or at least we will have it after George Bush and his Neocons have about 25 years to fight the endless War against Terror” – Laura Knight-Jadczyk, from the Editor’s Preface to “Political Ponerology – A Science on the Nature of Evil Adjusted for Political Purposes” by Andrew M. Lobaczewski

For all of my life, one of my greatest interests has been to understand the nature of human evil. And I have always believed that it is one of the most important subjects that mankind needs to understand. So thank you to fellow DUer Larry Ogg for referring me to Lobaczewski’s book on Political Ponerology (and for your ideas on how to present this information).

Laura Knight-Jadczyk, in her Editor’s Preface to “Political Ponerology”, puts today’s world in perspective: ...

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:: Ihr Kinderlein kommet zu Mohn/Bertelsmann ::

· tar, den 24.03.08 in Beziehungen, Deutschland, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung

Quelle: duckhome.de

Die Familie Mohn weiß sehr genau wie man sich willige Sklaven erzieht. Man muss nur früh genug damit anfangen. Am besten im Kindergarten. Daran sieht man das die Mohns aus kirchlichen Beeinflussungsstrukturen kommen und sie genau begriffen haben, wer Kindern als erste seine neoliberalen Lügen präsentiert, wird damit durchkommen.

Das ist heutzutage in Deutschland ja auch kein Problem mehr. Während wir überall, bis auf gewisse Randbereiche den kirchlichen Ungeist aus unseren Schulen vertrieben haben, möchte nun die Familie Mohn die freigewordenen Plätze besetzen. Von unseren Politikern ist da keine Gegenwehr zu erwarten. Die freuen sich wie dieser Olaf Scholz ja sogar öffentlich, wenn sie im Auftrag der Familie Mohn von der menschenverachtenden Bertelsmannstiftung entwickelte Gesetze, gegen die arbeitenen Menschen in Deutschland verwirklichen können. Bei Scholz ist das sicher reine Dämlichkeit, aber bei anderen dürfte es wohl einfach Korruption sein.

Nachdem die Familie Mohn schon über das CHE die universitäre Bildung von Arbeiter- oder Mittelstandskindern durch Studiengebühren und immer neue Auflagen praktisch unmöglich gemacht hat, sind nun die Kinderkrippen an der Reihe. Allerdings liegen die Pläne für Kindergärten Schulgeld in der Sekundarstufe II auch schon bereit und warten auf das entsprechend gewissenlose Politikerlein um sich zum Nutzen der Familie Mohn verwirkliche zu lassen. Bei Kindergärten hilft auch die INSM die ja gerade über ungerechte Unterschiede in den Gebühren, so tun will, als ob sie die Kosten der Menschen interessierten.

Schon seit längerer Zeit lässt uns die Familie Mohn ja über ihre gemeine, aber für die Menschen in diesem Land nicht nützliche Bertelsmannstiftung erzählen, wie Eltern ihre Kinder zu erziehen haben, und infiltirert unsere Politiker mit tollen Ideen.

Frau von der Leyen der ja niemand Verstand nachsagen könnte, macht sich natürlich zur willigen Erfüllungsgehilfin Mohnscher Forderungen. Sie hat es als Keksgräfin ja auch nicht anders gelernt, ist nie mit der Realität in Berührung gekommen und musste nie für ihr Geld arbeiten. Darin ähnelt sie Christoph Mohn der ja selbst von wohlwollenden Leuten als tragischer Fall bezeichnet wird und etwas über die Erziehungskompetenz der Familie Mohn aussagt...

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:: Bankberater packen aus: "Ich habe Sie betrogen" ::

· tar, den 07.02.08 in Beziehungen, Deutschland, Liberalismus, Lügen, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: wiwo.de

In vielen Filialen deutscher Banken herrschen Zustände wie in einer Drückerkolonne. Jetzt packen Bankberater aus: Wie sie Kunden belügen, weil sie dem Vertriebsdruck, den Drohungen und Demütigungen ihrer Vorgesetzten nicht mehr gewachsen sind. Sie sind Opfer und Täter zugleich. Der Report über ein Tabuthema.

Besser könnte der Eindruck nicht sein. Eine Dame in dunklem Anzug kommt dem Bankkunden schwungvoll entgegen. Karina B.* ist um die 30 und Privatkundenbetreuerin einer Filiale der SEB Bank im Ruhrgebiet. Sie lächelt verbindlich, nimmt den Kunden in der Eingangshalle mit festem Händedruck in Empfang und führt ihn zu ihrem tadellos aufgeräumten Schreibtisch. Bei einer Tasse Kaffee erkundigt sich Karina B. nach dem persönlichen Befinden – „und was machen die Kinder?“ Sie kennt den Kunden gut, sie weiß, was er auf der hohen Kante hat. Deswegen hat sie ihn ja heute eingeladen. Nach wenigen Minuten lenkt sie das Gespräch auf eine „ganz besondere Anlagechance“, ein Zertifikat für 10.000 Euro. Das, sagt sie, sei genauso sicher wie Festgeld, die Rendite garantiert, genau das Richtige für ihn. Der Kunde ist schnell überzeugt: „Wenn Sie das sagen, wird es schon stimmen.“

Ein Fehler. Das Produkt, das ihm Karina B. gerade verkauft hat, ist in Wahrheit hoch spekulativ. Das Geld ist genauso wenig sicher wie die versprochene Rendite. Die schicke Dame hat ihren Kunden eiskalt angelogen. Am Morgen hatte ihr Chef die Devise ausgegeben, jeder Berater der Filiale müsse ein 10.000-Euro-Zertifikat verkaufen. Und Karina B. weiß: Wenn sie ihren Arbeitsplatz behalten will, muss sie die Vorgaben erfüllen. Egal wie. Die SEB wollte zu dieser Verkaufspraxis keine Stellungnahme abgeben.

So beschreibt Karina B. ihren Arbeitsalltag. Die WirtschaftsWoche hat in den vergangenen Monaten Dutzende von Filialangestellten verschiedener Banken in Deutschland interviewt – von Commerzbank und HypoVereinsbank bis zur schwedischen SEB, von der kleinen Weberbank in Berlin bis zur Deutschen Bank und den großen Sparkassen. Karina B. ist eine von ihnen, die in langen Gesprächen ausgepackt haben: über die Angst vor Kollegen und Vorgesetzten und darüber wie sie Kunden Produkte aufschwatzen, die diese gar nicht brauchen. Der WirtschaftsWoche liegen interne Mails und Papiere vor, die belegen, dass in der vermeintlich seriösen Branche nicht selten Zustände herrschen wie in einer Drückerkolonne...

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