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· tar, den 25.09.08 in Europa, Krise, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: rian.ru
Die Popularität des politischen Systems Russlands beruht auf dem hohen Tempo der Wirtschaftsentwicklung und auf der Vergrößerung der Realeinkommen der Bürger, schreibt die Tageszeitung „Wedomosti“ vom Donnerstag in einem Kommentar.
Die aktuelle Finanzkrise sei die erste, doch vielleicht nicht die letzte Prüfung für den Kreml, um seine Fähigkeit als Krisenmanager unter Beweis zu stellen, so die Zeitung. Die Regierung und die Bürger haben schnell gelernt, sich zu amüsieren und im großen Stil Geld auszugeben, doch nun sei die Zeit gekommen, die Ärmel wieder hoch zu krempeln. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Bürger könnten sich aber sehr schnell negativ auf die Standfestigkeit des politischen Gesamtsystems auswirken, urteilt die Zeitung.
Der russische Fondsmarkt sei bei weitem nicht so gut entwickelt, wie der in den USA, deswegen tangiere die Entwertung des Marktes die Interessen der „einfachen Bürger“ nicht direkt. Die meisten Bürger würden sich nicht ärmer fühlen und ihr Konsumverhalten würde sich höchstwahrscheinlich nicht ändern...
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· tar, den 25.09.08 in Amerika, Deutschland, Krise, Politik, Probleme, Wirtschaft
Quelle: german-foreign-policy.com
Der Zusammenberuch der US-Finanzmärkte verschärft die Widersprüche zwischen west- und ostorientierten Teilen der deutschen Wirtschaft. Während Segmente mit transatlantischen Verbindlichkeiten in den Strudel des New Yorker Börsenchaos gerissen werden, gewinnen Anlagenbereiche kontinentaler Prägung an Einfluss. Die Spreizung ist nicht nur branchenspezifisch, sondern durchspannt verschiedene Abteilungen ein und desselben Unternehmens. Insbesondere deutsche Banken, die sowohl im Westen wie im Osten hohe Gewinnerwartungen pflegen, sowie staatliche Eigentümer geraten in Orientierungsschwierigkeiten. Einen Ausweg weisen politische Spekulanten, die auf Krisengewinn und eine militärische Bewältigung der weltweiten Erschütterungen setzen. Die Zeit der mächtigen US-Investmentbanken sei abgelaufen, urteilen Analysten; "Gewinner" seien deutsch-europäische Institute, die sich stärker am "klassischen Bankgeschäft" orientierten und bislang "als vergleichsweise krisenfest" gelten würden. Der Bankrott der riesigen US-Finanzkonzerne könnte führenden deutschen Unternehmen helfen, mit Zukäufen in den Vereinigten Staaten ihre Weltstellung auszubauen, heißt es in Berlin. Langfristige politische Folgen werden nicht ausgeschlossen. So meinen Experten in Moskau, die New Yorker Umwälzungen böten "neuen Machtzentren" die Chance zum Aufstieg - eine Annahme, die der ostorientierten Fraktion der deutschen Wirtschaft Auftrieb verleiht und die deutsch-russische Firmenkooperation begünstigt. Ungewiss ist jedoch, ob es gelingen wird, die unmittelbaren Krisenschäden für deutsche Unternehmen zu begrenzen. Zwar konnten bislang Milliardensummen den Steuerzahlern aufgebürdet werden, doch zeichnen sich nun auch immense Verluste bei privaten Konzernen ab...
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· tar, den 25.09.08 in Amerika, Deutschland, Krise, Politik, Probleme, Wirtschaft
Quelle: spiegel.de
Die Finanzmarktkrise sorgt für ungewohnte Töne aus den USA: Im Musterland des Kapitalismus werden plötzlich Unternehmen verstaatlicht und Konjunkturpakete geschnürt, der Ruf nach Regulierung wird lauter. Wird der Stimmungswandel von Dauer sein?
Die meisten Beobachter trauten ihren Augen nicht. Als er die Nachricht von AIG gelesen habe, sei er fast zurück ins Bett gegangen, schrieb der Londoner Wirtschaftsprofessor William Buiter auf "FT.com". "Ich dachte, es war ein Traum."
"Wow, wir haben das Ding de facto verstaatlicht, das ist unglaublich", staunte Princeton-Professor Paul Krugman in seinem "New York Times"-Blog.
Und auch der deutsche Finanzminister kann es nicht fassen, was da gerade jenseits des Atlantiks geschieht. "Ich habe mir gelegentlich vorgestellt, welche Reaktionen es wohl bei uns gegeben hätte, wenn ein sozialdemokratischer Finanzminister für die Verstaatlichung einer Bank eingetreten wäre", sagte Peer Steinbrück im Bundestag...
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· tar, den 25.09.08 in Börse, Deutschland, Politik, Wirtschaft
Quelle: tagesschau.de
Anleger können künftig auch in Deutschland in neue börsennotierte Immobilien-Aktiengesellschaften investieren. Der Bundestag billigte die lange umstrittene Einführung der steuerlich geförderten "Real Estate Investment Trusts" (Reits). Die Zustimmung auch des Bundesrats in einer Woche zu dem neuen Anlageprodukt, das rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres zugelassen werden soll, gilt als sicher. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sagte in der abschließenden Debatte, mit dem in über 20 Ländern gängigen Finanzmarkt-Instrument solle es vor allem Unternehmen erleichtert werden, ihre stillen Immobilien-Reserven zu heben...
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· tar, den 25.09.08 in Amerika, Deutschland, Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft
Quelle: faz.net
Die Insolvenz der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers kostet die bundeseigene KfW-Bankengruppe vermutlich einen dreistelligen Millionenbetrag. Die KfW bestätigte gegenüber der F.A.Z. am Dienstag ein Engagement mit Lehman „im mittleren dreistelligen Millionenbereich“. Noch am Montag, als die bevorstehende Insolvenz erwartet worden war, hatte die KfW 300 Millionen Euro an Lehman überwiesen. Es habe „eine fehlerhaft ausgelöste Swap-Zahlung am Montag“ gegeben, „deren Umstände durch die Innenrevision geprüft werden“, sagte ein KfW-Sprecher dieser Zeitung. Am Montag war in allen deutschen Medien bereits ausführlich über die existenzbedrohende Schieflage und den erwarteten Zusammenbruch des viertgrößten amerikanischen Investmenthauses berichtet worden.
In informierten Kreisen wurde darüber spekuliert, dass die KfW-Gruppe, die Milliarden bei der Rettung der IKB-Bank verloren hatte, nun 2009 einen Verlust ausweisen werde. Der KfW-Sprecher sagte, die Turbulenzen um den Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank träfen auch die KfW. Sie habe mit Lehman bei Wertpapieren und Finanzmarkttermingeschäften (Swaps) zusammengearbeitet...
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· tar, den 25.09.08 in Europa, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: derstandard.at
Finanzkrise erfasst Cross-Border-Deals der Innsbrucker Kommunalbetriebe und Tiwag
Der Beinahe-Kollaps des US-Versicherungsriesen American Insurance Group (AIG) treibt nicht nur österreichischen Bankern und Versicherern Schweißperlen auf die Stirn. Auch bei Energieversorgern und Kommunalbetrieben steigt die Nervosität.
Der Grund: Die im vergangenen Jahrzehnt zuhauf abgeschlossenen Cross-Border-Leasings (CBL), mit denen Strom- und Kanalnetze ebenso steuerschonend an US-Trusts verleast und zurückgemietet wurden, wie Kraftwerke, Waggons und Lokomotiven. Nun zittern viele dieser Leasing-Nehmer um ihr Geld - allen voran die zu 49 Prozent plus einer Aktien im Besitz der Tiwag stehenden Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB). Die haben ihr Strom- und Kanalnetz samt Kläranlage 2002 auf vier CBL-Tranchen verteilt für 250 Jahre an US-Partner verleast und für 29 Jahre rückgemietet. Eine der Depotbanken, bei der ein Teil des Verkaufserlöses (laut Insidern rund 190 Mio. Euro, mit denen die Leasingraten bedient werden) veranlagt wurde, ist: die AIG. Das Transaktionsvolumen betrug seinerzeit 358 Mio. Dollar (wären derzeit 253 Mio. Euro), der erzielte Barwertvorteil 15,58 Mio. Euro)...
· Ein Kommentar
· tar, den 25.09.08 in Krieg, Krise, Liberalismus, Nahost, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: focus.de
Die Konflikte der unterschiedlichen Religionen sind im Irak noch lange nicht vorbei. Doch gerade daran verdienen Immobilienmakler.
Bagdads einst gebeutelte Immobilienmakler erleben rosige Zeiten. In den vergangenen Monaten haben sich die Immobilienpreise in der irakischen Hauptstadt verdoppelt, potenzielle Käufer oder Mieter gibt es im Überfluss. „Noch letztes Jahr gab es viele Immobilien und keine Käufer. Mittlerweile ist es umgekehrt“, sagt Abdullah Dschasim vom Maklerunternehmen El Nur.
Die Zahl der Gewalttaten im Irak ist in den jüngsten Monaten auf den geringsten Stand seit vier Jahren gefallen. Die Regierung ermutigt deshalb die Millionen ins Ausland geflohenen Iraker, in ihre Heimat zurückzukehren. Einigen hilft sie sogar, den Rückflug zu bezahlen. Hinzu kommen 2,8 Millionen Flüchtlinge im eigenen Land, von denen die meisten aus Bagdad kommen...
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· tar, den 25.09.08 in Amerika, Deutschland, Krise, Probleme, Wirtschaft
Quelle: spiegel.de
Die Pleite von Lehman Brothers bringt den Einlagensicherungsfonds in der Bundesrepublik in Not. Die deutsche Tochter der US-Investmentbank sei dem Fonds mit einer Deckungssumme von bis zu sechs Milliarden Euro angeschlossen, berichtet das "Handelsblatt".
Dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) droht wegen des Zusammenbruchs der US-Investmentbank Lehman Brothers ein Schadenfall in Milliardenhöhe. Der Kollaps von Lehman Brothers könne den Sicherungsfonds mit bis zu sechs Milliarden Euro belasten, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzexperten. Denn die deutsche Tochter von Lehman Brothers sei dem Sicherungsfonds mit einer Deckungssumme in dieser Höhe angeschlossen.
Für den Einlagensicherungsfonds sei die Lehman-Pleite der bislang größte Schadensfall der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Ob sich die Belastung noch reduziere, hänge davon ab, ob sich Teile der deutschen Lehman-Tochtergesellschaft verwerten ließen. Gelinge das nicht, müssten die dem Fonds angeschlossenen Institute womöglich Kapital nachschießen. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums betrage das Volumen des Sicherungsfonds 4,6 Milliarden Euro...
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· tar, den 25.09.08 in Amerika, Börse, Krise, Politik, Probleme, Wirtschaft
Quelle: spiegel.de
Die US-Regierung und die amerikanische Notenbank kommen in der Finanzkrise der angeschlagenen AIG mit einem dringend benötigten Mega-Kredit zu Hilfe: Die Fed gibt der zweitgrößten Versicherung der Welt 85 Milliarden Dollar - und übernimmt dafür rund 80 Prozent des Konzerns.
Beispiellose Rettungsaktion in der weltweiten Finanzkrise für den AIG-Konzern: Die US-Notenbank sagte dem taumelnden Versicherungsriesen einen dringend benötigten Kredit von 85 Milliarden Dollar (60 Milliarden Euro) zu. Das Darlehen sei durch Bedingungen abgesichert, "mit denen die Interessen der US-Regierung und der amerikanischen Steuerzahler" abgesichert würden, hieß es in der Mitteilung der Notenbank. Zuvor hatte es geheißen, die Notenbank werde im Gegenzug für den Kredit 80 Prozent an dem Versicherer übernehmen...
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· tar, den 25.09.08 in Amerika, Börse, Europa, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: info.kopp-verlag.de
Schon mehrfach wurde bisher behauptet, dass die Finanzkrise ausgestanden wäre. Doch nun überschlagen sich die Ereignisse:
Die Investmentgroßbank Lehman-Brothers ist insolvent und gleichzeitig übernimmt die Bank of America die ebenfalls angeschlagene drittgrößte US-Investmentbank Merrill Lynch.
Als im März dieses Jahres die Bear-Stearns Bank von der Notenbank gestützt werden musste, um eine Insolvenz zu vermeiden, hiess es noch, dass man gerade noch einen Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems verhindern konnte.
Nun ist die wesentlich größere Lehman-Brothers Bank pleite und niemand weiß, wie es weitergehen wird. Die Gefahr besteht nun, dass es zu einer Kettenreaktion kommt und Banken sich wie Dominosteine gegenseitig in den Bankrott ziehen.
Das Geld von Millionen von Sparern wäre dann in Gefahr!
Die Finanzkrise wird immer größer – aus Milliardenlöchern werden Billionenlöcher
Als die Finanz- und Bankenkrise vor über einem Jahr mit dem beginnenden Platzen der amerikanischen Immobilienblase einsetzte, gingen die erwarteten Folgeschäden noch in Milliarden-Bereiche. Inzwischen hat die Krise bereits vorher unvorstellbare Dimensionen erreicht: Mit den unlösbaren Schwierigkeiten der beiden größten Immobilienfinanzierer in den USA - Freddy Mac und Fannie Mae - und deren staatlicher Übernahme reichen die Löcher bereits in die Billionen...
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