.: Afrika :.


:: Leere Mägen, volle Kassen ::

· tar, den 26.06.08 in Afrika, Amerika, Biologie, Börse, Deutschland, Europa, Fernost, Krise, Liberalismus, Pharmaindustrie, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft

Quelle: nrhz.de

Im Frühjahr brach eine Ernährungskrise aus. Die Preise für Grundnahrungsmittel stiegen exorbitant, in zahlreichen Ländern kam es zu Brotrevolten, auf Haiti stürzte darüber sogar die Regierung. Aus der Perspektive des zweitgrößten Agro-Riesen der Welt stellt sich die Lage freilich ein wenig anders dar. "Insgesamt profitierte das Pflanzenschutzgeschäft von den positiven Rahmenbedingungen auf den Weltagrarmärkten", vermeldete BAYER-Chef Werner Wenning auf der Jahreshauptversammlung des Konzerns am 25. April. Sorge um das tägliche Brot auf der einen Seite, profitable Rahmenbedingungen auf der anderen Seite - der Kapitalismus macht's möglich.

"Wir haben Hunger" und "Das Leben ist zu teuer, ihr bringt uns um" - unter diesen Rufen zogen Anfang April 1.500 Frauen aus den Armenquartieren Abidjans, der ehemaligen Hauptstadt der Elfenbeinküste, zur Residenz des Präsidenten Laurent Gbagbo. Zu ähnlichen Brotrevolten kam es in Ägypten, Burkina Faso, Bangladesh, Pakistan, Thailand, Honduras, Indonesien, Kamerun, Marokko, Mexiko und im Jemen. Auf Haiti stürzte darüber sogar der Premierminister Jacques-Édouard Alexis. "Wenn die Regierung die Lebenshaltungskosten nicht senken kann, muss sie eben gehen. Wenn die Polizei und die UN-Truppen auf uns schießen wollen, macht das auch nichts, denn wenn wir nicht von den Kugeln getötet werden, verhungern wir", mit diesen Worten brachte ein Demonstrant in Port-au-Prince den Mut der Verzweiflung zum Ausdruck, der ihn auf die Straße getrieben hatte...

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:: UN und Weltbank greifen ein ::

· tar, den 29.04.08 in Afrika, Amerika, Fernost, Krise, Liberalismus, Lügen, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung, Wirtschaft

Quelle: n-tv.de

Im Kampf gegen die Explosion der Lebensmittelpreise gründen die Vereinten Nationen gemeinsam mit der Weltbank eine Task Force. Die jüngsten Preissteigerungen seien für die Staatengemeinschaft eine beispiellose Herausforderung globalen Ausmaßes, erklärten die UN am Dienstag zum Abschluss eines halbjährlichen Treffens ihrer Organisationen in Bern. "Die Krise trifft die Schwächsten der Welt."...

Anmerkung:
Hurra, neue Knebelkredite für die Ärmsten - bloß keine Geschenke machen!

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:: Schwarzrost bedroht weltweiten Weizenanbau ::

· tar, den 29.04.08 in Afrika, Biologie, Fernost, Krise, Nahost, Probleme

Quelle: alles-schallundrauch.blogspot.com

Wie wenn die Lebensmittelkrise nicht schon bedrohlich genug ist, wegen der rekordhohen Preise und der Aufstände deswegen in der dritten Welt, jetzt sind die Weizenfelder in Afrika durch den Schwarzrostpilz befallen. Man erwartet einen Totalausfall der Ernte und die Sporen dieser Krankheit Ug99 genannt, verbreiten sich in Richtung Asien. Die Auswirkungen auf den weltweiten Getreidemarkt könnten deswegen fatal sein.

Experten befürchten, der Brotpreis könnte genau so explodieren wie bereits der Preis für Reis, was zu Demonstrationen und Aufständen in vielen armen Ländern geführt hat. Deshalb haben die Reisproduzenten Indien, Ägypten, Vietnam und Kambodscha ihre Exporte eingeschränkt, um die eigene Bevölkerung versorgen zu können und in vielen Ländern greift jetzt der Staat in den Markt ein.

In Vietnam beschützen Soldaten die Reisfelder gegen Diebe. Russland und Pakistan haben angefangen Lebensmittel zu rationieren, in Südkorea hat ein panischer Sturm auf die Nahrungsvorräte die Regale der Supermärkte leergeräumt. (VS) ...

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:: Währungsfonds warnt vor weltweiten Hunger-Unruhen ::

· tar, den 13.04.08 in Afrika, Amerika, Börse, Deutschland, Fernost, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: spiegel.de

Wirtschaftspolitiker sprechen vom "Konfliktherd der Zukunft": Rund um den Globus steigen die Nahrungsmittelpreise in drastischem Ausmaß. Ungewöhnlich klar warnt der Weltwährungsfonds nun vor Hunderttausenden Hungertoten - und vor weiteren Revolten wie auf Haiti.

Die steigenden Nahrungsmittelpreise waren ein wichtiges Thema beim Treffen von Weltwährungsfonds (IWF), Weltbank-Vertretern und Ministern der G-7-Staaten in Washington. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn warnte in Washington bei der Frühjahreskonferenz seiner Organisation: "Das könnte ein Konfliktherd für die Zukunft werden."

"Wenn die Lebensmittelpreise sich weiter so entwickeln wie zur Zeit..., werden die Auswirkungen schrecklich sein", sagte Strauss-Kahn auf einer Pressekonferenz. "Hunderttausende werden an Hunger sterben..., was zur Zerrüttung des wirtschaftlichen Umfelds führen wird", warnte der IWF-Chef. Auf diese Weise könnten die Entwicklungsfortschritte in armen Ländern der vergangenen fünf bis zehn Jahre "vollständig zerstört" werden.

In den vergangenen Monaten hatten gestiegene Lebensmittel- und Energiepreise in mehreren Ländern wie Haiti und Ägypten zu gewaltsamen Unruhen geführt. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sprach in Washington mit Blick auf diese Entwicklung von einem "Monster", das die politische Weltbühne betreten habe...

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:: Inflation in Simbabwe: Handy gegen Millionen-Vorauszahlung ::

· tar, den 13.04.08 in Afrika, Krise, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: heise.de

Die unglaubliche Geldentwertung in Simbabwe hat den Mobilfunk-Netzbetreiber Econet Wireless dazu veranlasst, seine Kunden mit Rechnungslegung (Postpaid) zu Vorauszahlungen zu zwingen. Seit diesem Monat muss zusätzlich zum Rechnungsbetrag des Vormonats ein gleich hoher Betrag als Vorauszahlung für den folgenden Monat entrichtet werden. "Zum Beispiel, wenn die Aprilrechnung 100 Millionen Dollar beträgt, sind Sie verpflichtet, weitere 100 Millionen als Vorauszahlung für den Mai zu bezahlen", zitiert allAfrica.com Econet-CEO Doug Mboweni. Außerdem ist bei Vertragsabschluss eine Sicherheitsleistung über 11,5 Millionen zu hinterlegen...

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:: Investoren stehen Schlange ::

· tar, den 03.04.08 in Afrika, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: derstandard.at

Analyst: "Sobald Bob geht, wird es einen Ansturm geben" - Rohstoffvorkommen versprechen hohe Gewinne

Das Ende von Simbabwes Machthaber Robert Mugabe scheint zu nahen - und die ersten Investoren stehen mit gefüllten Konten schon vor der Tür. "Noch ist es zu früh, um genaueres zu sagen, aber es sieht so aus, als ob das Finale bald kommt", sagte Richard Segal, Stratege bei der russischen Investmentbank Renaissance. Trotz der Rekordinflation von 100.586 Prozent und einer seit Jahren schrumpfenden Wirtschaft sei das Interesse gerade in den Wochen vor der Wahl deutlich gestiegen, teilte die Bank mit, die Marktführer in Afrika werden will.

Und damit ist sie nicht allein. "Sobald Bob geht, wird es einen Ansturm geben", sagte ein südafrikanischer Analyst, der nicht genannt werden wollte. "Die Leute, die jetzt schon in Stellung sind, werden viel Geld verdienen." Besonders von den reichen Rohstoffvorkommen Simbabwes versprechen sich Investoren hohe Gewinne: Das Land verfügt unter anderem über Gold, Nickel, Palladium und Platin; die Aktien der Unternehmen, die in dem Land aktiv sind - wie der Bergbaukonzern Mwana - legten am Mittwoch angesichts des Wahlsiegs der Opposition kräftig zu...

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:: Nahrung wird knapp ::

· tar, den 02.04.08 in Afrika, Amerika, Europa, Fernost, Krise, Liberalismus, Nahost, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: politblog.net

Die ersten “food riots”

Natürlich hat Al Gore das nie erwähnt, als er und die ganzen anderen “Umweltschützer” alles gepusht haben, was angeblich auf irgendeine Weise gut für “die Umwelt” sei:

National Post:

“Drastische Erhöhungen der Lebensmittelpreise haben in den letzten Wochen in Mexiko, Marokko, Senegal, Usbekistan, Guinea, Mauretana und dem Jemen zu Unruhen geführt. Hilfsorganisationen auf der ganzen Welt machen sich Sorgen darüber, ob sie die Ärmsten der Armen noch ernähren können.

Wie ein Lauffeuer verbreiten sich die erhöhten Preise für alle wichtigen Getreidesorten und die Furcht vor Knappheit in den internationalen Märkten. Dies sorgt für Unruhen.

Letzten Donnerstag, als der Weltmarktpreis für Reis an einem Tag um ganze 30% anstieg, entschied sich Ägypten dafür, Reisexporte für mindestens sechs Monate auszusetzen. Damit soll die inländische Nachfrage besser bedient werden können.

Das sind schlechte Neuigkeiten für Ägyptens Hauptabnehmer bei Reis - Türkei, Libanon, Syrien und Jordanien...

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:: Patienten fliehen aus Klinik ::

· tar, den 27.03.08 in Afrika, Medizin, Probleme, Soziales

Quelle: n-tv.de

In Südafrika ist erneut eine mit extrem gefährlichen Tuberkulose-Erregern infizierte Patientengruppe aus einer geschlossenen Krankenhausabteilung geflohen. Die flüchtigen 21 Patienten stammen aus dem Jose Pearson-Krankenhaus in Port Elizabeth, in dem bereits im Dezember 2007 eine Massenflucht stattfand. Beim jüngsten Ausbruch hatten insgesamt 33 Tuberkulose-Patienten die Wächter eingeschüchtert und das Hospital verlassen. 12 davon sind mittlerweile wieder im Krankenhaus...

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:: In der Zentralbank von Äthiopien ist alles Gold, was glänzt ::

· tar, den 16.03.08 in Afrika, Politik, Probleme, Verschwörung, Wirtschaft

Quelle: nzz.ch

Vermeintliche Goldbarren der äthiopischen Nationalbank haben sich als Fälschungen entpuppt. Die Regierung ordnete eine Überprüfung der gesamten Goldbestände an.

Die äthiopische Nationalbank ist in der vergangenen Woche in die Schlagzeilen geraten. Goldbarren, die nach Südafrika zur weiteren Veredelung hätten geschickt werden sollen, stellten sich bei einer genaueren Überprüfung als vergoldete Stahlplatten heraus. Das Falschgold hatte die Nationalbank anscheinend von einem einheimischen Händler erworben, der inzwischen verhaftet wurde. Auch weitere Mitarbeiter der Nationalbank und Chemiker des Geologischen Instituts in der Hauptstadt Addis Abeba, die die Echtheit der Goldbarren hätten überprüfen sollen, wurden verhaftet...

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:: Washington erkennt Kibakis Wahlsieg an ::

· tar, den 03.01.08 in Afrika, Amerika, Krise, Politik, Probleme

Quelle: derstandard.at

Gratulation an Präsidenten - "Ruhe bewahren"

Die USA haben den umstrittenen Wahlsieg des kenianischen Präsidenten Mwai Kibaki anerkannt. Die Regierung in Washington habe Kibaki zu seiner zweiten Amtszeit gratuliert, sagte am Sonntag ein Sprecher der US-Außenministeriums, Robert McInturff. Die Vereinigten Staaten riefen die Kenianer auf, Ruhe zu bewahren und das offizielle Wahlergebnis zu akzeptieren...

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