.: Afrika :.
· tar, den 25.09.08 in Afrika, Politik, Probleme, Wirtschaft
Quelle: heise.de
Es ist eines der ärmsten Länder der Welt: das ostafrikanische Ruanda. Ein IT-Unternehmen aus Willich am Niederrhein plant im Auftrag der ruandischen Regierung den Aufbau eines bargeldlosen Zahlungssystems. Zwar liege der durchschnittliche Jahresverdienst der Menschen dort umgerechnet nur zwischen 140 und knapp über 200 Euro. Doch der bargeldlose Zahlungsverkehr habe für Ruanda einen weitaus größeren Nutzen als auf den ersten Blick erkennbar.
Die neuen Technologien sollen dabei helfen, das Land sicherer zu machen, sagte Matthias Albrecht, Vorstandssprecher der XCOM AG. "Etwa 30 Prozent der Geldscheine dort sind Blüten", sagte Albrecht. Weitere Probleme seien Geldwäsche und der Verschleiß der Banknoten, der das Land Jahr für Jahr eine nicht näher bezifferte Menge Geld koste...
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· tar, den 12.09.08 in Afrika, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft
Quelle: spiegel.de
Ihr Mann ließ sich scheiden, ihrer Familie drohte der Absturz in die bittere Armut. Heute betreibt Sinina Adbena einen Dorfladen und will ihre Kinder auf die Uni schicken. Den Erfolg verdankt sie einem Mikrokredit-Programm. Die Geschichte eines Aufstiegs.
Im gestärkten Kleid steht Sinina Adbena in ihrem eigenen Laden, den Rücken durchgedrückt, die Handtasche unter den Arm geklemmt. Sie rückt eine Cola-Dose im Regal zurecht, wischt mit einem Staubwedel über den Tresen. Tütensuppen, Karabinerhaken, Reißverschlüsse, Rattenfallen, Kekse, Damenbinden, Geschirrspülmittel oder scharfe Chilisauce: Bei Sinina Adbena gibt es alles, was ein Haushalt so braucht...
Anmerkung:
Zinssätze von über 25%, Gruppendruck und natürlich Folgekredite, ohne die das Ganze sowieso nicht funktionieren kann. Gibt es noch irgendwelche Fragen zu diesem 'Wunder'?
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· tar, den 07.09.08 in Afrika, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: n-tv.de
Rund drei Millionen Kinder in den Ländern am Horn von Afrika sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks UNICEF derzeit vom Hungertod oder schwerer Unterernährung bedroht. Diese Zahl könnte noch dramatisch steigen, wenn nicht bald Hilfe komme, warnte UNICEF- Regionaldirektor Per Engebak.
Vor allem in Somalia, wo andauernde Gewalt und Flüchtlingselend schon viele Kinder zu einem Leben voller Mangel zwängen, habe die Dürre zusammen mit dem Anstieg der Lebensmittelpreise zu einer weiteren Verschlechterung geführt. So seien in den am schwersten von der Dürre betroffenen Gebieten die Lebensmittelpreise in den vergangenen acht Monaten um 200 Prozent gestiegen...
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· tar, den 07.09.08 in Afrika, Krise, Politik, Probleme, Wirtschaft
Quelle: spiegel.de
Inflation ohne Ende: Die Geldentwertung in Simbabwe gerät weiter außer Kontrolle. Trotz staatlicher Preiskontrollen klettert der Wert nun auf eine neue Rekordmarke.
Schon bisher hatte Simbabwe die weltweit höchste Inflationsrate. Jetzt baut der afrikanische Krisenstaat den Katastrophenrekord auch noch aus. Im Juni stieg die Jahresrate auf 11,2 Millionen Prozent. Das gab das staatliche Statistikamt am heutigen Dienstag bekannt.
Im Vormonat hatte die Behörde noch von einer Rate von 2,2 Millionen Prozent gesprochen. Allerdings hatten Experten die Angabe schon damals bezweifelt. Der Wert liege weit unter dem realen Prozentsatz, hieß es...
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· tar, den 03.08.08 in Afrika, Biologie, Geologie, Lösungen, Wissenschaft
Quelle: regentreff.de
Der gebürtige Algerier Dipl. Ing. Madjid Abdellaziz betreibt seit einigen Jahren in der algerischen Wüste Sahara eine Wüstenbegrünung. Obst und Gemüse mitten in der Wüste, gedeihen dort prächtig! Die Menschen siedeln sich dort bereits an und bilden kleine Lebensgemeinschaften, dort wo vorher nur lebensfeindliche Wüste vorherrschte. Die Menschen haben wieder Hoffnung und eine Lebensgrundlage, sie können wieder Ackerbau betreiben. Man kann auch "Baumpate" werden...
zum Thema:
- westernecology.com
- youtube.com: Dryland Permaculture Strategies - Pt3
- youtube.com: Permaculture in Action - Greening The Desert
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· tar, den 03.08.08 in Afrika, Krise, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: spiegel.de
Kaum ist das Geld gedruckt, ist es nichts mehr wert: Inzwischen gibt es in Simbabwe einen 100-Milliarden-Dollar-Schein, die Inflation nimmt groteske Züge an. Doch im Ausland sind die Scheine mit den vielen Nullen beliebt - bei Ebay zahlen Interessenten dafür ein Vielfaches des Wertes.
Als kürzlich Geschäftsleute aus Simbabwe nach Berlin reisten, um über die schwierige Lage in ihrem Land zu berichten, hatten sie Geldscheine aus ihrer Heimat dabei. Einer zeigte den Journalisten einen Fünf-Milliarden-Dollar-Schein - Simbabwe-Dollar. Auf dem lilafarbenen Stück Papier war eine Fünf mit neun Nullen gedruckt, in Euro umgerechnet war der Schein aber nur ein paar Cent wert.
Die Inflation in dem südafrikanischen Land ist gigantisch. Vor einer Woche wurde nun ein 100-Milliarden-Dollar-Schein eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt konnte man sich dafür gerade noch einen Laib Brot kaufen. Bei einer Inflationsrate von derzeit offiziell 2,2 Millionen Prozent reicht die Summe heute nicht einmal mehr für eine Scheibe Brot. Die Geschäftsleute aus Simbabwe erklärten, die hohe Inflation sei ihre Hoffnung - sie werde das Land früher oder später vom Machthaber Robert Mugabe befreien...
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· tar, den 27.07.08 in Afrika, Amerika, Australien, Beziehungen, Deutschland, Europa, Fernost, Geschichte, Liberalismus, Lügen, Nahost, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung, Wirtschaft
von Beobachter-II
Der Leibsklave
1. hat einen Herrn (Sklavenhalter)
2. kann von seinem Herrn jederzeit mit der Peit- sche oder Waffe geschlagen und getötet werden
3. besitzt keinen wirtschaftlich nutzbaren Grund & Boden sowie keinen Anteil an den Naturschätzen
4. besitzt nicht das Werkzeug (Produktions mittel), das er beim Arbeiten in seinen Händen hält
5. besitzt keinen Eigentumsanteil an den Produkten, die er mit eigenen Händen herstellt, sowie an den dafür erzielten Verkaufs erlösen
6. produziert auch die Knüppel und Waffen, mit denen er bei Bedarf "zur Ordnung gerufen" wird
7. ernährt durch seine Arbeit auch seine Aufseher und die Schlägertruppen, die ihn überwachen und bei Ungehorsam verprügeln und einsperren
8. kann als Arbeitskraft von seinem Herrn wie beliebige Ware gekauft, vermietet, benutzt, verschlissen, und weggeworfen werden
9. hat an seinem Arbeitsplatz sein "Maul zu halten", und nur das zu tun, was ihm gesagt wird
10. wird von seinem Herrn in Ketten zum Arbeitsmarkt hingekarrt, um dort feilgeboten und verkauft zu werden
11. wird mit einer schäbigen Hütte, mit Kleidung, sowie mit Brot & Spielen für seine Arbeitsleistung bezahlt
12. darf niemals seinen Wohnort verlassen, damit er nicht abhaut, um nach Freiheit zu suchen
13. fühlt sich ausgebeutet, findet seine Lage erbärmlich und rebelliert dagegen
14. weiß "von klein auf", dass er ein Sklave ist, und vergisst niemals, dass er in einer widerlichen Sklaverei lebt
15. träumt und singt ständig von der verlorenen Freiheit und Solidarität unter den Menschen.
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· tar, den 26.06.08 in Afrika, Amerika, Biologie, Börse, Deutschland, Europa, Fernost, Krise, Liberalismus, Pharmaindustrie, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft
Quelle: nrhz.de
Im Frühjahr brach eine Ernährungskrise aus. Die Preise für Grundnahrungsmittel stiegen exorbitant, in zahlreichen Ländern kam es zu Brotrevolten, auf Haiti stürzte darüber sogar die Regierung. Aus der Perspektive des zweitgrößten Agro-Riesen der Welt stellt sich die Lage freilich ein wenig anders dar. "Insgesamt profitierte das Pflanzenschutzgeschäft von den positiven Rahmenbedingungen auf den Weltagrarmärkten", vermeldete BAYER-Chef Werner Wenning auf der Jahreshauptversammlung des Konzerns am 25. April. Sorge um das tägliche Brot auf der einen Seite, profitable Rahmenbedingungen auf der anderen Seite - der Kapitalismus macht's möglich.
"Wir haben Hunger" und "Das Leben ist zu teuer, ihr bringt uns um" - unter diesen Rufen zogen Anfang April 1.500 Frauen aus den Armenquartieren Abidjans, der ehemaligen Hauptstadt der Elfenbeinküste, zur Residenz des Präsidenten Laurent Gbagbo. Zu ähnlichen Brotrevolten kam es in Ägypten, Burkina Faso, Bangladesh, Pakistan, Thailand, Honduras, Indonesien, Kamerun, Marokko, Mexiko und im Jemen. Auf Haiti stürzte darüber sogar der Premierminister Jacques-Édouard Alexis. "Wenn die Regierung die Lebenshaltungskosten nicht senken kann, muss sie eben gehen. Wenn die Polizei und die UN-Truppen auf uns schießen wollen, macht das auch nichts, denn wenn wir nicht von den Kugeln getötet werden, verhungern wir", mit diesen Worten brachte ein Demonstrant in Port-au-Prince den Mut der Verzweiflung zum Ausdruck, der ihn auf die Straße getrieben hatte...
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· tar, den 29.04.08 in Afrika, Amerika, Fernost, Krise, Liberalismus, Lügen, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung, Wirtschaft
Quelle: n-tv.de
Im Kampf gegen die Explosion der Lebensmittelpreise gründen die Vereinten Nationen gemeinsam mit der Weltbank eine Task Force. Die jüngsten Preissteigerungen seien für die Staatengemeinschaft eine beispiellose Herausforderung globalen Ausmaßes, erklärten die UN am Dienstag zum Abschluss eines halbjährlichen Treffens ihrer Organisationen in Bern. "Die Krise trifft die Schwächsten der Welt."...
Anmerkung:
Hurra, neue Knebelkredite für die Ärmsten - bloß keine Geschenke machen!
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· tar, den 13.04.08 in Afrika, Amerika, Börse, Deutschland, Fernost, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: spiegel.de
Wirtschaftspolitiker sprechen vom "Konfliktherd der Zukunft": Rund um den Globus steigen die Nahrungsmittelpreise in drastischem Ausmaß. Ungewöhnlich klar warnt der Weltwährungsfonds nun vor Hunderttausenden Hungertoten - und vor weiteren Revolten wie auf Haiti.
Die steigenden Nahrungsmittelpreise waren ein wichtiges Thema beim Treffen von Weltwährungsfonds (IWF), Weltbank-Vertretern und Ministern der G-7-Staaten in Washington. IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn warnte in Washington bei der Frühjahreskonferenz seiner Organisation: "Das könnte ein Konfliktherd für die Zukunft werden."
"Wenn die Lebensmittelpreise sich weiter so entwickeln wie zur Zeit..., werden die Auswirkungen schrecklich sein", sagte Strauss-Kahn auf einer Pressekonferenz. "Hunderttausende werden an Hunger sterben..., was zur Zerrüttung des wirtschaftlichen Umfelds führen wird", warnte der IWF-Chef. Auf diese Weise könnten die Entwicklungsfortschritte in armen Ländern der vergangenen fünf bis zehn Jahre "vollständig zerstört" werden.
In den vergangenen Monaten hatten gestiegene Lebensmittel- und Energiepreise in mehreren Ländern wie Haiti und Ägypten zu gewaltsamen Unruhen geführt. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück sprach in Washington mit Blick auf diese Entwicklung von einem "Monster", das die politische Weltbühne betreten habe...
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