.: Krise :.


:: Israels Politik und der Antisemitismus ::

· tar, den 06.01.09 in Amerika, Deutschland, Europa, Geschichte, Judentum, Krieg, Krise, Nahost, Politik, Probleme, Religion

Im Angesicht der erneuten Krisensituation - nein, nennen wir es doch schlicht Krieg, der im Nahen Osten stattfindet und die altbekannten Teilnehmer zu Felde führt - keimen erneut Diskussionen über die israelische Außenpolitik (oder darf man das zynischerweise gar als Innenpolitik bezeichnen?) auf. Da ist es schon zwingend logisch, dass da der ein oder andere Kritiker sofort mit der Antisemitismuskeule eins übergebraten bekommt. Dieser regelmäßig wiederkehrenden Argumentationsbremse möchte ich hier mal kurz auf den Grund gehen.

Zunächst einmal steht doch die Frage im Raum, ob man überhaupt die Politik Israels von der jüdischen Religion getrennt betrachten kann. Die geschichtliche Entwicklung verneint diese Frage komplett, denn Israel wurde genau aus dem Gedanken zwangsgegründet, einen Judenstaat zu schaffen (siehe insb. Moses Hess, Theodor Herzl).

Dieser jüdische Nationalismus nennt sich nun Zionismus. Demzufolge wäre auch jegliche Kritik an dieser jetzigen jüdischen Nation zunächst mal höchstens als antizionistisch zu bezeichnen und keineswegs als antisemitisch. Denn es geht eben keineswegs um eine pauschale Ablehnung der Juden, sondern um eine ablehnende Haltung gegenüber der Politik des jüdischen Staates bzw. des Staates selbst.

Jene, die hier schon nicht zu differenzieren wissen, sollten sich einfach mal vorstellen, inwiefern eine antiamerikanische oder antideutsche Haltung als antichristlich einzustufen wäre. Genau, überhaupt nicht. Derlei Behauptungen sind schlicht strunzhohler Bockmist und dienen zumeist dem argumentationsbefreitem Abwürgen eines diskussionswürdigen Streitpunktes oder gar der kompletten Diskussion selbst.

Wer Shoa sagt, muss auch Nakba sagen.

Keineswegs schwebt mir hier eine Aufwiegung der jeweiligen Opfer vor, sondern die Auseinandersetzung mit der humanistischen Entwicklung eines Staates, der aus dem Becken unmenschlicher Gewalttaten entsprang.

Die Shoa selbst stellt eben ein weiteres Problem dar, da sie mittlerweile zur Holocaust-Industrie avanciert wurde und zu berechtigten Kommentaren wie diesen führt:

Quelle: spiegelfechter.com

Freibrief durch Holocaust.

Derlei Bemerkungen weisen natürlich auch provokant auf die anhaltende Untätigkeit der westlichen Staaten hin.

In Amerika verhindert AIPAC & Co. sehr erfolgreich eine rationale und humane Änderung der Außenpolitik. Und vor allem die amerikanische Re-Education in Deutschland tat letztlich mit der wiederholten merkelschen Solidarität ihr Übriges. Welche Vorteile Deutschland auch immer aus einer menschenrechtsverletzenden Politik im Nahen Osten entstünden. Vielleicht denkt Merkel ja an die deutschen Waffenexporte?

Die Endlösung

Zuviel Sarkasmus? Nicht in Anbetracht der nichtsbringenden weltweiten dialektischen Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Selbstverständlich ist die Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat und die dortige Gründung Israels schlecht vermittelbar gewesen. Und zwar dergestalt, wie wenn jemand beschließen würde, in ihre Wohnung Daniel Küblböck zu setzen und sie nach und nach im Keller einzusperren, weil sie dies natürlich nicht mit frenetischem Beifall begrüßt haben. Frechheit aber auch!

Es geht doch in erster Linie um menschenwürdiges Zusammenleben. So sind es die Regierungen Israels, Amerikas und auch die unsere, die diesen Krieg mit wirtschaftlichen Sanktionen und Waffen- oder Geldlieferungen forcieren. Ob dahinter einfach nur Rache, die Gier nach Geld, oder gar fundamentalistisch-großzionistische Bestrebungen stecken, ist doch vollkommen zweitrangig.

Es gilt nun die Situation durch Aufhebung wirtschaftlicher Sanktionen zu entschärfen und Hilfsgüter statt Waffen zu entsenden, denn kein gesunder Mensch will Krieg. Doch machen wir uns keine Hoffnung, denn genau das wird nicht nur wegen der anstehenden israelischen Wahlen nicht passieren.

· 3 Kommentare

:: Zitat der Woche ::

· tar, den 03.12.08 in Freiwirtschaft, Krise, Lösungen, Probleme, Wirtschaft

Quelle: initiativevernunft.twoday.net

initiative vernunft: Herr Klaussner, warum wollen Sie ein neues System einführen? Das bestehende System der freien Marktwirtschaft funktioniert bis auf nur im Ausland [aus Schweizer Sicht] und nur in Jahrzehnten wiederkehrenden, system-immanenten Zusammenbrüchen eigentlich sehr zuverlässig...

Mein Auto explodiert alle zwei Wochen, sonst funktioniert es "eigentlich sehr zuverlässig".

Vielen Dank an Sammelleidenschaft!

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:: Ralf Becker (INWO) bei N24 zu Finanzkrise und Rettungspaket ::

· tar, den 21.10.08 in Börse, Freiwirtschaft, Krise, Liberalismus, Lösungen, Probleme, Video, Wirtschaft

Ralf Becker, Finanzexperte der INWO (Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung), am 20.10.2008 zu Gast bei den 10 Uhr-Nachrichten von N24

Einschätzung des Rettungspaketes/Wachstum von Vermögen und Realwirtschaft - Systematische Lösung: Liquiditätsabgabe - Umlaufsicherung statt Zinsmechanismus - Staatlicher Eingriff & Natürliche Wirtschaftsordnung/Rettungspakt bringt keine langfristige Lösung - Einschätzung weiteren Entwicklung: weitere Vermögensblasen/systemische Korrekturen am Zinssystem nötig

Von INWO.de - mit freundlicher Genehmigung von N24.

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:: Mega-Rettungsplan: Der Teufel im Detail ::

· tar, den 25.09.08 in Amerika, Börse, Krise, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: ftd.de

Jetzt zücken der US-Finanzminister und der Fed-Chef die richtig große Waffe gegen die Kreditkrise: Eine gigantische Auffanggesellschaft soll den Banken die Problempapiere abkaufen. Doch die Historie lehrt: Das ist einfacher gesagt als getan.

US-Finanzminister Henry Paulson und Notenbankchef Ben Bernanke sind hyperaktiv: Erst der 29 Mrd. $ schwere Rettungsschirm für Bear Stearns, dann die Verstaatlichung der beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac, diese Woche der Notfallkredit an die American International Group, zwischendurch eine ganze Batterie an neuen geldpolitischen Instrumenten wie beispielsweise die Term Securities Lending Facility (TSLF). Eines kann man Paulson und Bernanke nicht vorwerfen: Dass sie tatenlos zusehen, wie die Wall Street und der gesamte amerikanische Finanzkapitalismus in Schutt und Asche versinkt.

Allein: Vertrauen hat das alles nicht geschaffen. Die Banken misstrauen sich so sehr wie seit dem Börsencrash von 1987 nicht mehr. Die Anleger flüchten aus Geldmarktfonds und leihen dem Staat Geld für lau - und sind bereit, soviel für Sicherheit zu zahlen wie zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Das Problem ist, dass Paulson und Bernanke die Grundwurzel allen Übels nicht gepackt haben: Die Milliarden an problematischen Wertpapieren, die in den Portfolios von Banken und Fonds lauern. Deshalb greifen die beiden wichtigsten Finanzbeamten der Welt wahrscheinlich zum allerletzten Mittel: Dem direkten Kauf dieser Papiere durch eine Auffanggesellschaft. Die Idee ist sinnvoll, wird aber in der Umsetzung teuflisch schwierig...

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:: Bankenkrise / IWF: Alles wird gut ::

· tar, den 25.09.08 in Amerika, Börse, Krise, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: mmnews.de

USA starten größte Rettungsaktion seit den 1930er Jahren. Wall Street soll von Schuldenlast befreit werden.

Angesichts des Desasters bei diversen US-Investmentbanken, das die gesamte Finanz- und Börsenwelt innerhalb einer Woche in ihren Grundfesten erschütterte, gibt der IWF eine überraschend optimistische Prognose ab.

"Das wahrscheinlichste Ergebnis ist, dass die gegenwärtigen Finanzturbulenzen in vielen Industriestaaten allein eine schrittweise Erholung der Wirtschaftsaktivität 2009 nicht verhindern werden", so John Lipsky, Vizedirektor des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Dabei hatte Lipsky nach dem Kollaps des US-Investmenthauses Lehman Brothers zu Beginn der Woche noch eine Neuordnung des Weltfinanzsystems vorhergesehen: "Die Finanzmärkte werden am Ende sowohl mit Blick auf die Strukturen der Märkte als auch auf die Institutionen selbst nicht mehr so sein, wie sie einmal waren", so Lipsky...

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:: Währungsreform am Wochenende? ::

· tar, den 25.09.08 in Amerika, Börse, Deutschland, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: goldseiten.de

Aus einem Bericht auf FAZ.NET geht hervor, daß massive Umbrüche im Weltfinanzsystem geplant sind. Bitte nehmen Sie diese Meldung ernst, machen sich auf Turbulenzen gefaßt und treffen Sie Vorsorge zu Ihrer unmittelbaren Absicherung!

Wenn Ex-Finanzminister Robert Rubin von der "schlimmsten Finanzkrise seit den dreißiger Jahren" spricht, dann muß auch mit entsprechenden Maßnahmen wie nach den 30er Jahren gerechnet werden. Diese könnten bis hin zu einer kompletten Währungsreform reichen. Nachdem Rubin, in seiner Amtszeit für die Krisen in Mexiko 1995, Rußland, Asien und Lateinamerika 1997 und 1998 verantwortlich war, sagt er jetzt, daß es den Finanzbereich noch einmal durchschütteln wird.

Finanzminister Henry Paulson teilt mit, daß über einen "Gesamtplan" beraten wird. Dazu sind Vertreter des Finanzministeriums, der Fed und des Kongresses zusammengekommen. Die Gespräche werden "über das Wochenende" fortgesetzt. Gesetze und Regierungsanordnungen werden vorbereitet. "Man arbeite an der womöglich größten Intervention auf den Finanzmärkten seit den 30er Jahren"...

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:: US-Finanzministerium kündigt Finanzhilfe für Fed an ::

· tar, den 25.09.08 in Amerika, Krise, Politik, Probleme, Wirtschaft

Quelle: faz.net

Das US-Finanzministerium hat ein temporäres Finanzierungsprogramm für die Federal Reserve angekündigt. Durch die Ausgabe zusätzlicher Staatsanleihen sollen der Fed Mittel zufließen, die die Notenbank nutzen kann, um den Liquiditätsdruck auf dem Finanzmarkt zu lindern, wie aus einer Mitteilung des Finanzministeriums vom Mittwoch hervorgeht. Das Progamm bestehe aus einer Reihe von Treasury-Bills, die über das derzeitige Emissionsprogramm des Finanzministeriums hinausgingen.

Die Fed hatte im Zuge der Kredit- und Finanzkrise mehrere neue Liquiditätsfazilitäten geschaffen und zuletzt dem angeschlagenen Versicherungsriesen American International Group (AIG) einen Notkredit von 85 Mrd USD gewährt...

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:: Lone Star Investments und die tiefschwarze Seite unserer Politiker ::

· tar, den 25.09.08 in Amerika, Deutschland, Krise, Liberalismus, Lügen, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung, Wirtschaft

Quelle: mehrdemokratie.wordpress.com

Wir veröffentlichen hier einen Leserbrief von einem Menschen der in verantwortungsvoller Position bei der IKB Bank arbeitet und der an meinen Geistigen Vater und Mentor Peter Christian Nowak gerichtet war. Es bestätigt eigentlich und sowieso nur das, was Peter schon unzählige Male und bereits Jahre bevor die Zustände auf dem Finanzsektor so klar und deutlich zu erkennen waren. Der Inhalt dieses Schreibens erklärt nochmals die Strukturen von Lone Star Funds, ein Private Equity-Unternehmen mit Sitz in Dallas und die Verbindungen und vorallem die Auswirkungen zur angeschlagenen Düsseldorfer Mittelstandsbank IKB. Und nun zum Leserbrief - über diese Heuschrecken Plage und wie Heuschrecken in Deutschland Hausbesitzer abzocken “dürfen” .

Sehr geehrter Herr Nowak,

ich bitte um Entschuldigung wenn ich Sie anonym anschreibe. Aber Sie werden es sicherlich gleich verstehen, wenn Sie wissen um was es sich handelt und was der Grund meines Anschreibens an Sie ist. Ich bin mir sicher, Sie werden es mir nachsehen...

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:: USA planen Auffanglösung ::

· tar, den 25.09.08 in Amerika, Krise, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung, Wirtschaft

Quelle: n-tv.de

Im Kampf gegen die ausufernde Finanzkrise hat die US-Regierung ein Rettungspaket in nie dagewesenem Ausmaß für die notleidende Finanzbranche angekündigt. Präsident George W. Bush nannte das Programm "unerlässlich". Finanzminister Henry Paulson erklärte, es werde hunderte Milliarden Dollar umfassen. Die US-Finanzinstitute sollen unter massiven Einsatz von Steuergeldern von der Last fauler Kredite befreit werden.

Die schwer gebeutelten Börsen feierten die Auffanglösung am Freitag weltweit mit einem Kursfeuerwerk, Anleger reagierten erleichtert. Experten warnten vor den hohen Risiken für den US-Haushalt. Die Steuerzahler könnte diese Lösung teuer zu stehen kommen...

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:: Finanzkrise erfasst Russland: Die fetten Jahre sind vorbei - „Wedomosti“ ::

· tar, den 25.09.08 in Europa, Krise, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: rian.ru

Die Popularität des politischen Systems Russlands beruht auf dem hohen Tempo der Wirtschaftsentwicklung und auf der Vergrößerung der Realeinkommen der Bürger, schreibt die Tageszeitung „Wedomosti“ vom Donnerstag in einem Kommentar.

Die aktuelle Finanzkrise sei die erste, doch vielleicht nicht die letzte Prüfung für den Kreml, um seine Fähigkeit als Krisenmanager unter Beweis zu stellen, so die Zeitung. Die Regierung und die Bürger haben schnell gelernt, sich zu amüsieren und im großen Stil Geld auszugeben, doch nun sei die Zeit gekommen, die Ärmel wieder hoch zu krempeln. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Bürger könnten sich aber sehr schnell negativ auf die Standfestigkeit des politischen Gesamtsystems auswirken, urteilt die Zeitung.

Der russische Fondsmarkt sei bei weitem nicht so gut entwickelt, wie der in den USA, deswegen tangiere die Entwertung des Marktes die Interessen der „einfachen Bürger“ nicht direkt. Die meisten Bürger würden sich nicht ärmer fühlen und ihr Konsumverhalten würde sich höchstwahrscheinlich nicht ändern...

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