:: Die neue globale Ordnung ::
Quelle: sueddeutsche.de
Weltbank, G8 und Co.: Jahrzehntelang konnten Industriestaaten untereinander die Regeln der Weltwirtschaft ausmachen. Jetzt verschieben sich die Gewichte, doch die Institutionen bleiben sich treu: Wenn es um den eigenen Einfluss geht, ist das Beharrungsvermögen der Nationen groß - zu groß.
Die Erosion findet an verschiedenen Stellen zugleich statt. Beispiel Weltbank: Mitgliedstaaten, darunter auch Deutschland, wagen die offene Konfrontation mit der Weltbank-Spitze - und lassen deren ungeliebten Präsidenten über eine Affäre stolpern.
Beispiel Internationaler Währungsfonds: Der dümpelt, in Ermangelung ernsthafter Finanzkrisen, an der Grenze der Bedeutungslosigkeit herum - während sich die ersten Mitglieder davonmachen. Beispiel G8: Da werkeln die Diplomaten des Industriestaaten-Clubs Tag und Nacht an einem Schlussdokument, das abermals nicht die Welt verändern wird - oder kann sich noch irgendjemand an den "Petersburger Aktionsplan" vom vergangenen Jahr erinnern? Oder an konkrete Ergebnisse des Gleneagles-Gipfels? Und was geschah gleich noch in Sea Island 2004? ...







