Quelle: stern.de
Der Islam verbietet es, Zinsen zu nehmen. Nicht gerade ein Vorteil auf den globalisierten Finanzmärkten. Findige muslimische Banker haben sich deshalb Tricks ausgedacht, um das Verbot zu umgehen - und auch europäische Banken entdecken nun die Scharia.
Denkt man an internationale Finanzzentren kommen einem sofort New York und London in den Sinn. Vielleicht noch Frankfurt und Hongkong. Nicht aber Malaysia, das in diesem Jahr den 50. Jahrestag seiner Unabhängigkeit feiert. Dabei ist das südostasiatische Schwellenland der Weltmarktführer des islamischen Bank- und Finanzwesens. "Das Land ist jetzt weltweit für etwa zwei Drittel aller islamischen Bonds gut", stellte der Internationale Währungsfonds jüngst fest.
Der islamische Finanzmarkt ist groß. Wer die Nase vorn hat, dem winken satte Profite. 1,4 Milliarden Moslems gibt es weltweit mit einem geschätzten Vermögen von bis zu 1,8 Billionen Euro. Das "Islamic Financial Services Board" in Kuala Lumpur, zuständig für die Entwicklung internationaler Standards für die islamische Finanzwirtschaft, prognostiziert den Wert des weltweiten islamischen Finanzwesens bis zum Jahr 2015 auf 2,8 Billionen Dollar...







