:: 8,4 Milliarden Verlust - 175 Millionen Abfindung ::

· tar, den 31.10.07 in Amerika, Krise, Liberalismus, Wirtschaft

Quelle: spiegel.de

Er war der mächtigste Schwarze an der Wall Street: Stan O'Neal, Vorstandschef von Merrill Lynch, einer der größten Investmentbanken der Welt. Doch durch die Subprime-Kreditkrise geriet auch sein Milliardenkonzern in dramatische Schieflage - jetzt ist O'Neal seinen Job los.

Führungswechsel an der Wall Street bahnen sich gerne übers Wochenende an. Der Ablauf ist stets ähnlich. Ein Konzern gerät in Schieflage, Verwaltungssrat und Aktionäre beginnen zu murren, pikante Interna werden den Medien zugespielt. Die Dinge schaukeln sich hoch, und dann, meist nach dem freitäglichen Börsenschluss, wird der Vorstandschef diskret zur Rechenschaft gebeten. Noch vor Montag ist er seinen Job los.

So auch diesmal. Das Opfer: Stan O'Neal, CEO von Merrill Lynch , einer der weltgrößten Investmentbanken. O'Neal war bis jetzt der mächtigste Schwarze in der US-Finanzwelt, wenn nicht gar der mächtigste Top-Banker überhaupt. Der Sohn eines Baumwollfarmers und Enkel eines Sklaven aus Alabama hatte sich über Harvard bis hin zum Wall-Street-Multimillionär hochgerackert, mit einem verglasten Chefbüro an der Südspitze Manhattans, im World Financial Center, dem Zentrum der Geldmacht...




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