.: April 2008 :.
· tar, den 24.04.08 in Amerika, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: spiegel.de
Die weltweite Lebensmittelkrise erfasst auch die USA: Wegen der explodierenden Preise kommt es vielerorts zu Hamsterkäufen. Supermärkte reagieren jetzt mit Mengenbeschränkungen - Kunden dürfen maximal vier 20-Pfund-Packungen Jasmin-, Basmati- oder Langkornreis erwerben.
Angebot und Nachfrage regeln den Preis - dieses Glaubensbekenntnis der Marktwirtschaft hat nirgendwo so viel Gültigkeit wie in den USA. Neuerdings gerät die Maxime jedoch ins Wanken. Ausgerechnet in den Vereinigten Staaten greifen Supermärkte zu einem Mittel, das sonst nur aus der Planwirtschaft bekannt ist: Sie rationieren die zum Verkauf stehende Menge an Produkten.
Auslöser war ein Ansturm bei der Einzelhandelskette Sam's Club, einer Tochter des Wal-Mart-Konzerns. Die Kunden kauften die Reisregale quasi leer, berichtet die "Los Angeles Times". Der Grund sind die explodierenden Preise - und die Angst der Verbraucher, dass Reis bald noch teurer werden könnte. An der Chicagoer Rohstoffbörse sprangen am Mittwoch die Futures, also Kaufkontrakte für die Zukunft, auf ein Rekordhoch...
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· tar, den 23.04.08 in Amerika, Beziehungen, Börse, Deutschland, Europa, Fernost, Krise, Liberalismus, Nahost, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung, Wirtschaft
von Didon:
Vielleicht ist es das letzte Aufbäumen um eine weltweite enorme Deflation zu verhindern. Die Lebensmittelpreise weltweit explodieren, alle reden von einer Inflation (die es nicht gibt. Denn es werden ja nur bestimmte Produkte teurer und seltsamerweise immer jene, auf die man nicht verzichten kann)
Also erleben wir doch eine aufkommende Deflation die so verschleiert ist, dass es kaum jemand mitbekommt. Die Folgen sind aber die üblichen: Massive Konsumeinschränkung überall wo man nicht "muss", keine Urlauber, keine neuen verkauften Autos, keine Freizeitgestaltung die Geld kostet, und und und.
Ganze Branchen gehen danieder und es passieren Dinge, wie wir sie nur aus dem TV aus der 3. Welt kennen.
Nebenbei wird die Kriminalität explodieren, denn manche haben nie Verzichten und sparsam leben gelernt. Vielleicht werden die Menschen in Europa wieder religiös.
In der 3. Welt und vorallem in den moslemischen Ländern werden sich die Menschen bei den Europäeren und Amis bedanken. Vorallem wenn sie den wahren Grund erfahren, warum die Brote nun doppelt soviel kosten wie früher. Tja die Spekulaten in New York, London, Frankfurt, Paris, usw.
Ein idealer Nährboden für alle radikalen Prediker. Und es werden immer mehr Arme und Neue-Arme kommen, um denen zu lauschen. In Ägypten kocht der Kessel schon und wenn der Reis in Pakisten auch schon das Dreifache kostet, na dann Prost Mahlzeit. Die Leute werden für radikale Ideen immer verständnisvoller werden, denn wie soll sich sonst an ihrer beschissenen Lage etwas ändern? Wenn wir Ihnen von der Chicagoer Terminbörse aus das Brot oder den Reis vom Teller nehmen? Noch nie war Globalisierung für Ungebildete verständlicher und begreifbarer.
Vielleicht sind Reisen in andere Erteile sowieso bald kein Thema mehr. Die Leute hier haben keine Kohle mehr und in den Urlausbsländern warten die Einheimischen mit den Steinen bewaffnet am Flughafen auf die Mörder ihrer Familien die aus Übersee kommen um Ferien zu machen und in tollen Hotels absteigen mit deftigen Buffets und nebenan 2 Gassen weiter verhungern immer mehr Menschen.
Die Zukunfts hat´s in sich. Was vor einem Jahr noch kaum einer für möglich halten konnte, wird nächste Woche bittere Realität.
Die UNO und UNIDO haben auch schon ihre Fastpleite angekündigt und anläßlich dieser Preissteigerungen weiß keiner mehr, wer die Spenden an die Armen künftig finanzieren will.
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· tar, den 23.04.08 in Amerika, Börse, Deutschland, Fernost, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: spiegel.de
Gewaltige Geldmengen fließen in die Rohstoffbörsen. Das treibt die Preise für Weizen oder Reis weiter in die Höhe. Hedgefonds und Kleinanleger sind für den globalen Hunger mitverantwortlich.
Es ist nicht lange her, da hat Dwight Anderson die Presse noch mit weit geöffneten Armen und jovial aufbereiteten Anekdoten empfangen. Er erzählte Geschichten aus seiner Welt. Der Welt des großen Geldes.
Freimütig schwärmte der New Yorker Hedgefonds-Manager erst im Oktober von seinen Besuchen auf Palmölplantagen in Malaysia und bei brasilianischen Getreidebauern: "Man konnte deutlich sehen, wie sich das Angebot verknappt."
Schon im Sommer 2006 pries Anderson die kommende "außergewöhnliche Rentabilität" von Ackerfrüchten - ganz egal, ob Mais oder Sojabohnen. Aus seiner Sicht verbarg sich hinter dem weltweit wachsenden Hunger bereits damals ein tolles Geschäft. Ein todsicheres.
Mehrere Dutzend seiner Mitarbeiter durchstreifen in seinem Auftrag die Anbaugebiete der Welt, immer auf der Suche nach neuen Investitionsgelegenheiten. Zurück in New York, am Firmensitz hoch über der Park Avenue im 27. Stock eines Bürogebäudes, wetten sie dann auf Agrarmärkte von Peru bis Vietnam...
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· tar, den 23.04.08 in Börse, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: derstandard.at
Von Wegen Allwetter-Investments: Die gestiegenen Volatilitäten haben dieses Jahr im Schnitt zu Verlusten von rund sieben Prozent geführt- Analyse von e-fundresearch.com.
Der Markt für Derivate boomt weiter: Während im Februar des Vorjahres laut Zahlen des Deutschen Derivate Verbandes (DDV) noch 18.946 neue Zertifikate das Licht der Welt erblickten, waren es im Februar des laufenden Jahres bereits 44.388. Das entspricht einer schier unglaublichen Zahl von 2.113 Neuemissionen pro Handelstag. Insgesamt sind in Deutschland laut Hochrechnung des DDV per Ende Januar 131,3 Mrd. Euro in rund 312.000 Zertifikaten investiert. In Österreich ortet das heimische Zertifikate Forum ein zusätzliches Volumen von 12 Mrd. Euro. In den letzten 12 Monaten ist der österreichische bzw. deutsche Zertifikatemarkt damit, gemessen am Open Interest, um knapp 10 Prozent gewachsen...
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· tar, den 23.04.08 in Deutschland, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Wirtschaft
Quelle: wdr.de
Die Stadt Hagen wollte weniger Zinsen zahlen. Deshalb ließ sie sich auf ein riskantes Bankgeschäft ein - und verlor mehr als 25 Millionen Euro. Ihre Klage gegen die Deutsche Bank wurde am Mittwoch (23.04.08) vor dem Landgericht Wuppertal verhandelt.
Am ersten Prozesstag versuchte das Gericht zunächst eine gütliche Einigung zu erreichen. Darauf konnten sich die Vertreter der Stadt Hagen und der Deutschen Bank jedoch nicht einigen. Jetzt soll der Prozess am 28. Mai mit der Beweisaufnahme fortgesetzt werden. Gerichtssprecher Michael Börsch deutete allerdings an, dass die Richter die Sicht des Klägers offenbar nicht teilen. Das Gericht habe darauf hingewiesen, dass die Stadt Hagen schon mehrfach Kredittausch-Geschäfte getätigt hätte, also nicht als unerfahren gelten könne. Jetzt wird es darum gehen, ob die Bank ihrer Beratungspflicht angemessen nachgekommen ist.
Weniger Zinsrisiko für Großkunden
Auf rund 50 Millionen Euro Schadenersatz haben die Stadt Hagen und zwei Tochterunternehmen die Deutsche Bank verklagt. So viel fürchtet die Kommune insgesamt zu verlieren - wegen eines so genannten Zinsoptimierungsgeschäfts, das die damalige Stadtkämmerin im Jahr 2005 mit der Bank abgeschlossen hat. "Swap"-Geschäft heißt die Abmachung im Bankjargon, also "Tausch"-Geschäft. Dabei können, kurz gesagt, Kreditnehmer ihre langfristigen Zinsen gegen kurzfristige eintauschen, in der Hoffnung, dabei besser wegzukommen. Vergleichbar ist der Deal mit einem Baukredit: Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt sich seinen Kreditzins auf möglichst lange Zeit festschreiben. Wenn in dieser Zeit die allgemeinen Kreditzinsen sinken, heißt es: Pech gehabt. Nicht so für Großkunden wie eine Stadtverwaltung. In einem "CMS Spread-Ladder-Swap", wie das Angebot genau heißt, tauscht der Kunde die Langfrist-Zinsen gegen Kurzfrist-Zinsen, in der Hoffnung, dass diese in naher Zukunft günstiger sein werden...
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· tar, den 23.04.08 in Fernost, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: theage.com.au
MARIKO Watanabe admits she could have chosen a better time to take up baking. This week, when the Tokyo housewife visited her local Ito-Yokado supermarket to buy butter to make a cake, she found the shelves bare.
"I went to another supermarket, and then another, and there was no butter at those either. Everywhere I went there were notices saying Japan has run out of butter. I couldn't believe it — this is the first time in my life I've wanted to try baking cakes and I can't get any butter," said the frustrated cook.
Japan's acute butter shortage, which has confounded bakeries, restaurants and now families across the country, is the latest unforeseen result of the global agricultural commodities crisis...
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· tar, den 22.04.08 in Amerika, Börse, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: wsws.org
Eine statistische Erhebung der Einkommen amerikanischer Hedge-Fonds-Manager im Jahr 2007, die letzte Woche veröffentlicht wurde, wirft Licht auf die abstoßende Realität des amerikanischen Kapitalismus.
Die jährliche Rangliste der obersten Hedge-Fonds-Verdiener, die von Alpha zusammengetragen wird, einer Zeitschrift die auf reiche und institutionelle Anleger ausgerichtet ist, weist als Top-Verdiener John Paulson aus, der letztes Jahr 3,7 Milliarden Dollar mit nach Hause genommen hat - wahrscheinlich die höchste Ausbeute eines Jahres in der Geschichte der Wall Street.
Paulson, Gründer von Paulson & Company, war nicht der einzige Multi-Milliarden-Hedge-Fonds-Gewinner. Ihm folgten George Soros, der 2,9 Milliarden Dollar eingenommen hat, und James H. Simons, der netto 2,8 Milliarden Dollar verdient hat.
Die 50 obersten Hedge-Fonds-Manager haben zusammen eine Summe von 29 Milliarden Dollar eingenommen.
Um diese astronomischen Zahlen begreifbarer zu machen: das gemeinsame Einkommen dieser 50 Spekulanten entspricht in etwa dem jährlichen Bruttoinlandsprodukt von Kenia, einem Land mit 32,5 Millionen Einwohnern, und beträgt nur eine Milliarde Dollar weniger, als das BIP von Sri Lanka mit seinen 20 Millionen Menschen...
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· tar, den 22.04.08 in Deutschland, Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft
Quelle: n-tv.de
Die Düsseldorfer Hypothekenbank wird vorübergehend auf den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) übertragen. Dazu hätten sich die Eigentümer der Bank entschlossen, teilte der BdB in Berlin mit. Die Bank solle in einem geordneten Verfahren einem neuen Eigentümer zugeführt werden. Die Bedienung und Einlösung der Pfandbriefe sei gesichert. Mit dem Schritt würden "die Schwierigkeiten überwunden, in die das Institut in dem jetzigen angespannten Marktumfeld geraten" sei.
In einer Pflichtmitteilung der Düsseldorfer Hypothekenbank heißt es, die Eigentümer der Bank hätten "durch Vertrag vom 21. April 2008 (...) 94 Prozent der Anteile an die Resba Beteiligungsgesellschaft mbH und sechs Prozent der Anteile an die Einlagensicherungs- und Treuhandgesellschaft mbH verkauft und unter Kartellvorbehalt übertragen"...
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· tar, den 21.04.08 in Amerika, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Wirtschaft
Quelle: spiegel.de
Das internationale Finanzsystem stand offensichtlich viel näher am Abgrund, als selbst Experten wahrhaben wollten. Nach Überzeugung des ehemaligen Konzernchefs der Credit Suisse, Oswald Grübel, ist es sogar nur denkbar knapp dem Kollaps entgangen.
Als bisher kritischsten Moment bezeichnete Grübel in einem Interview mit dem Schweizer "SonntagsBlick" die Phase im März, als die US-Investmentbank Bear Stearns durch eine konzertierte Aktion von US-Notenbank und der Investmentbank J.P.Morgan vor dem Konkurs bewahrt wurde.
Wäre diese vergleichsweise kleine Bank zusammengebrochen, hätten weltweit Millionen von Bankkunden ihre Einlagen zurückverlangt, und die Situation wäre außer Kontrolle geraten, erklärte der Banker. Das Bankgeschäft wäre über einen unabsehbaren Zeitraum hinweg gelähmt gewesen.
Zum Glück hätten die Zentralbanken erkannt, dass sie den Interbankmarkt faktisch hätten übernehmen müssen, sagte Grübel: "In der jetzigen Finanzkrise sind wir haarscharf an einem System-Kollaps vorbeigeschlittert. Das hat es noch nie gegeben."...
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· tar, den 21.04.08 in Amerika, Börse, Fernost, Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft
Quelle: ftd.de
Versorgungsängste haben den Reispreis auf ein neues Rekordniveau getrieben - die Käufer sind nach Händlerangaben bereits in Panik. Unter den Profiteuren der Nahrungsmittelkrise ist auch ein deutsches Unternehmen.
Wegen Sorgen um weitere Ausfuhrbeschränkungen der Reisproduzenten haben die Notierungen für das Grundnahrungsmittel erneut einen Rekordwert erreicht: Für eine Tonne Thai-B-Reis wurde erstmals mehr als 1000 $ bezahlt. Auch am Terminmarkt wurde deutlich mehr bezahlt: Der Kontrakt auf US-Reis zur Lieferung eines US-Zentners (45,36 Kilogramm) im Mai, der an der Chicagoer CBOT gelistet ist, kostete am Freitag mit 24,24 $ nicht nur so viel wie nie zuvor, sondern auch vier Prozent mehr als noch am Vortag. Allein diese Woche hat sich das Papier damit um 16 Prozent verteuert.
Händler sprachen bereits von Panik unter den Käufern. Auslöser für die neue Preisspitze war der auch im vierten Anlauf gescheiterte Versuch der philippinischen Regierung, Versorgungsengpässe im eigenen Land durch einen Großeinkauf zu vermeiden: Manila wurde nur zwei Drittel der erhofften Menge angeboten - zu einem Preis, der um 40 Prozent über dem lag, was noch im März bezahlt worden war...
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