.: April 2008 :.


:: UN und Weltbank greifen ein ::

· tar, den 29.04.08 in Afrika, Amerika, Fernost, Krise, Liberalismus, Lügen, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung, Wirtschaft

Quelle: n-tv.de

Im Kampf gegen die Explosion der Lebensmittelpreise gründen die Vereinten Nationen gemeinsam mit der Weltbank eine Task Force. Die jüngsten Preissteigerungen seien für die Staatengemeinschaft eine beispiellose Herausforderung globalen Ausmaßes, erklärten die UN am Dienstag zum Abschluss eines halbjährlichen Treffens ihrer Organisationen in Bern. "Die Krise trifft die Schwächsten der Welt."...

Anmerkung:
Hurra, neue Knebelkredite für die Ärmsten - bloß keine Geschenke machen!

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:: Hedge Fonds kaufen Bauernhöfe ::

· tar, den 29.04.08 in Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft

Quelle: blog.zeitenwende.ch

Hedge-Fonds machen sich auf den Acker nachdem sie den Immobilienmarkt umgepflügt haben. Dabei hoffen sie auf eine reiche Ernte wegen der hohen Nahrungsmittelpreise. Ob die Meister des kurzfristigen Profits mit dem neuen Objekt ihrer Begierde auch nachhaltig umgehen darf aus Erfahrung bezweifelt werden. Doch wen interessiert das schon, wenns ums schnelle Geld geht.

Hedge Fonds und Investmentbanken tauschen ihre Gucci-Schuhe gegen Gummistiefel ein, schreibt die Financial Times, in dem sie auf steigende Lebensmittelpreise wetten und Farmen weltweit aufkaufen...

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:: Reale Anleiherenditen sind tief ::

· tar, den 29.04.08 in Amerika, Börse, Fernost, Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft

Quelle: faz.net

Es ist wieder einmal soweit. Die Wirtschafts- oder Unternehmensmeldungen mögen noch so schlecht sein, aber die Börsen boomen zumindest kurzfristig. Denn die Daten „waren besser als erwartet“, wie es regelmäßig heißt, wenn sich Anleger Kursbewegungen sonst nicht logisch erklären können.

So kann der Gewinn bei Intel schrumpfen, der Gewinn bei JPMorgan Chase kann im ersten Quartal um 50 Prozent einbrechen, der amerikanische Immobilienmarkt verzeichnet die geringsten Baubeginne seit 17 Jahren, sowie die höchsten Überbestände und Insolvenzen seit Jahren, während die amerikanischen Produzentenpreise mit 6,9 Prozent auf dem höchsten Niveau seit mehr als 25 Jahren verharren. Selbst die hohe, statistisch unterschätzte Inflationsrate scheint zunächst keine Rolle zu spielen.

Seltsame Kombination zwischen schwachem Wirtschaftswachstum und inflationären Tendenzen

Dabei deutet angesichts der hohen Energie- und Rohstoffpreise vieles auf eine unheilvolle Kombination zwischen schwachem Wirtschaftswachstum und inflationären Tendenzen hin. Sie wäre unter normalen Umständen nicht sonderlich positiv für Unternehmen. Zumindest nicht für jene, die über keine Preissetzungsmacht verfügen, da ihre Margen unter Druck geraten dürften. Dagegen sind Aktien von Unternehmen, die steigende Kosten über ihre Verkaufspreise weitergeben können, ein guter Inflationsschutz...

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:: Drei Euro Stundenlohn auf dem Kreuzfahrtschiff ::

· tar, den 29.04.08 in Deutschland, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: spiegel.de

Von wegen Traumjob: Mehrere junge Leute haben einem Bericht zufolge auf Kreuzfahrtschiffen zum Teil weniger als drei Euro Stundenlohn erhalten. Einer wurde genötigt, einen rumänischen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Die Stellen wurden von Jobcentern vermittelt.

Mehrere Dutzend junge Arbeitslose sind einem Bericht der ZDF-Sendung "Frontal21" zufolge von Jobcentern auf Flusskreuzfahrtschiffe vermittelt worden, auf denen Stundenlöhne von weniger als drei Euro gezahlt wurden. Die Arbeitsverträge seien mit Hilfe von mindestens sechs verschiedenen Vermittlungsstellen in Nordrhein-Westfalen abgeschlossen worden. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) habe Fehler eingeräumt und das mit mehreren hunderttausend Euro geförderte Arbeitslosenprojekt "Crewing - für Kreuzfahrtschiffe" vorläufig gestoppt...

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:: Ein Kurs in Volkswirtschaft für die Herren Minister ::

· tar, den 27.04.08 in Deutschland, Geschichte, Krise, Liberalismus, Lösungen, Lügen, Medien, Pax Aeterna, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung, Wirtschaft, in Eigener Sache

Es ist mal wieder soweit. Das periodisch wiederkehrende Versprechen von der Tilgung der Staatsverschuldung erhebt sich erneut aus einem ministerialen Kleingeist, um die Massen zu verblenden. Ein kleiner Beitrag könnte da Aufklärungsabhilfe schaffen.

Wieso hat denn der Staat überhaupt Schulden?

"Weil er mehr ausgibt, als er einnimmt.", lautet eine plumpe, aber plausibel wirkende Antwort.

Woher nimmt der Staat dann das Geld, das er für die Mehrausgaben benötigt?

Er nimmt es als Kredite bei Geschäftsbanken am Markt auf. Diese wiederum buchen nun die gekauften Staatspapiere (Anleihen) in der Höhe des Kredites als Forderungen und erhöhen entsprechend das Girokonto des Staates um dieselbe Höhe als Sichteinlagen in ihrer Bilanz.

Ist das notwendig?

Nein, da der Staat kurzerhand sein eigenes Geld schöpfen könnte, statt es sich zu leihen.

Quelle: wikiquote.org (Originalzitat)

"Es ist absurd zu sagen, dass unser Land zwar 30 Millionen $ als Anleihen herausgeben kann, aber nicht 30 Millionen $ als Währung. Beides sind Zahlungsversprechen, aber die eine Option mästet den Wucherer und die andere hilft dem Volk. Wenn die Währung, die durch die Regierung herausgegeben wird, wertlos wäre, dann wären es die Anleihen ebenso." - Thomas Alva Edison

Der Staat wäre dann schuldenfrei. Eine Staatsverschuldung ist folglich völlig unnötig!

Woher nehmen wir denn nun das Geld für die Schuldentilgung?

Von einem Ersatzschuldner natürlich. Weil Geld nur durch Schuld entstehen kann und weil Schulden immer einem Gläubiger gegenüberstehen.

Gibt es also kein Guthaben ohne Schulden?

Nein, dank unseres 'wunderbaren' Geldsystems kann Geld ausschließlich nur durch Schuld, also durch Kredit, entstehen. Der Hauptgläubiger aller Schulden ist im Endeffekt derjenige, der diese Schuld, also die Kredite gewährt hatte. Und der Hammer ist, er fordert nicht nur diesen Kredit zurück, sondern zusätzlich noch Zinsen. Man muss also mehr zur Tilgung zurückzahlen, als überhaupt erzeugt worden ist. Ergo bedarf es, um eine Urschuld tilgen zu können, immer einer Folgeschuld.

Wie will der Staat also ohne Neuverschuldung alte Schulden vollständig tilgen?

Überhaupt nicht! Und genau aus diesem Grunde wird das regelmäßige Versprechen der Staatschuldentilgung nie eingehalten werden können - es sei denn man

a) stoppt de facto die Wirtschaft, da bei jeder Tilgung Geld entzogen wird und ohne Geld im Umlauf gibt es auch kein Wirtschaften mehr. Es bleibt allerdings ein Rest an Schuldforderungen übrig.
b) bürdet die Schulden einem anderen Staat auf und verlagert damit das Kettenbriefproblem der Entschuldung durch Umschuldung, die jedem Individuum gegeben ist, auf nationale Ebene um - aber mit welcher Legitimation?

Nochmal die berühmten 3 Fragen, die man Politikern stellen muss, die derartige falsche Hoffnungen der Möglichkeit einer vollständigen Schuldentilgung verbreiten:

1. Warum leihen sich Regierungen Geld von privaten Banken gegen Zinsen, obwohl sie das Geld, das sie benötigen, selbst schuld- und zinsfrei schöpfen könnten?

2. Warum wird Geld überhaupt als Schuld geschöpft?

3. Ist nachhaltiges Wirtschaften mit einem Geldsystem, das auf eine dauerhaft exponentielle Geld- und Schuldenmenge angewiesen ist, um nicht zu kollabieren, überhaupt möglich?

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:: Immer mehr Bürger kündigen Lebensversicherung ::

· tar, den 27.04.08 in Deutschland, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: t-online.de

Immer mehr Bundesbürger müssen nach einem Zeitungsbericht aus Geldnot ihre Lebensversicherung vorzeitig kündigen und verlieren damit einen Teil ihrer Altersvorsorge. Nach der jüngsten Statistik zahlten die Versicherer 2006 den Rekordbetrag von rund 12,2 Milliarden Euro vorzeitig aus, wie der "Münchner Merkur" unter Berufung auf den Branchendienst Policen Direkt aus Frankfurt berichtete. Das seien rund 700 Millionen Euro mehr als im Vorjahr gewesen...

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:: Wie die Deutsche Bank trickst ::

· tar, den 27.04.08 in Deutschland, Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft

Quelle: fr-online.de

Warum das Institut Kredite an Investoren verkauft und ihnen sofort neue Darlehen gewährt.

Die Deutsche Bank verkauft Kredite in Milliardenhöhe, um ihre Bilanz zu entlasten. Gleichzeitig gewährt sie den Käufern neue Kredite. Die FR geht der Frage nach, was das bringt.

Um was für Kredite geht es überhaupt?

Es handelt sich um Kredite zur Finanzierung von Firmenübernahmen durch Private-Equity-Fonds und andere Finanzinvestoren. Meist bringen diese Firmenjäger nur sehr wenig Eigenmittel mit und arbeiten mit einem sehr hohen Kredithebel. Deswegen nennt man diese Kredite auch "leveraged loans" - gehebelte Kredite. Davon hat die Deutsche Bank nach eigenen Angaben 36,2 Milliarden Euro in den Büchern stehen.

Sind das faule Kredite?

Nein. Der Großteil dieser Kredite wurde noch nicht einmal in Anspruch genommen. Laut Deutscher Bank entfallen 20,2 Milliarden Euro auf Kreditzusagen. Zudem gab es bislang bei Finanzinvestoren und den von ihnen übernommenen Unternehmen nicht überdurchschnittlich viele Zahlungsausfälle...

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:: Der 1500-Milliarden-Euro-Mann ::

· tar, den 27.04.08 in Deutschland, Krise, Lügen, Politik, Probleme, Verschwörung, Wirtschaft

Quelle: focus.de

Die Schulden der öffentlichen Haushalte in Deutschland betragen derzeit rund 1500 Milliarden Euro. Roland Koch hat nun vorgerechnet, wie er diesen gewaltigen Schuldenberg bis 2065 komplett abtragen würde.

Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) will die Verschuldung der öffentlichen Haushalte durch einen „radikalen Schnitt“ beenden und im Lauf von 50 Jahren abbauen.

In einem Vorschlag für die Föderalismuskommission II, den die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in ihrer Samstagausgabe veröffentlicht, plädiert Koch dafür, die Gesamtschulden von Bund und Ländern in einen gemeinsamen Fonds zu überführen. Dessen Teilhaber sollten zugleich per Staatsvertrag auf ein Verbot der Neuverschuldung verpflichtet werden. Ziel sei es, Bund und Länder bis zum Jahr 2065 vollständig zu entschulden. Gegenwärtig betragen die öffentlichen Schulden knapp 1500 Milliarden Euro...

· Ein Kommentar

:: Wenn König Kunde zur Last wird ::

· tar, den 27.04.08 in Deutschland, Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft

Quelle: focus.de

Die HypoVereinsbank will offenbar 143 000 treue Kunden abschieben, weil sie zu wenig Gewinn bringen. Nicht jeder lässt sich das gefallen.

Die HypoVereinsbank (HVB) will sich nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ von 143 000 Kunden und einem Kreditvolumen von 19,8 Milliarden Euro trennen. Laut einem Vorabbericht des Nachrichtenmagazins vom Samstag wurden in eine Sanierungsabteilung vor allem Kunden ausgelagert, die ihre Immobilienkredite immer einwandfrei bedient haben, aber als wenig gewinnträchtig eingestuft werden...

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:: Trotz Aufschwungs ärmer ::

· tar, den 27.04.08 in Deutschland, Krise, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: manager-magazin.de

Mehr Gehalt, weniger Einkommen: Schuld daran sind nicht nur steigende Preise, sondern auch schleichende Steuererhöhungen. Rund 63 Milliarden Euro zusätzlich wird der Fiskus allein durch die "kalte Progression" bis 2011 kassieren. Während der Staat an der Inflation verdient, leiden mittlere und kleinere Einkommen.

Die Freude über die moderate Gehaltserhöhung ist dem Angestellten M. rasch vergangen. Um 2,2 Prozent ist sein Bruttogehalt auf jetzt 3577 Euro gestiegen: Die monatliche Einkommensteuer kletterte dagegen inklusive Soli um rund 4 Prozent auf 782 Euro.

Dieses Missverhältnis könnte M. noch verschmerzen - wenn die Inflationsrate von 2,2 Prozent im vergangenen Jahr seine Gehaltssteigerung nicht bereits komplett auffräße. Das Einkommen des Angestellten ist nach Abzug der Inflation real gleich geblieben. Die höhere Steuerlast sorgt jedoch dafür, dass er sich jetzt weniger leisten kann als vorher.

"Schleichende Steuererhöhung" oder "kalte Progression" heißt dieses Phänomen. Da das deutsche Steuersystem die Inflation nicht berücksichtigt, steigt mit jeder nominalen Erhöhung des Bruttolohns auch die Einkommensteuer an - und zwar stärker als das Einkommen selbst. In Zeiten stark steigender Preise sorgt dieser Effekt bei immer mehr Steuerzahlern dafür, dass sie reale Einkommensverluste erleiden: Die Gehaltserhöhung muss schon deutlich über der Inflationsrate liegen, wenn nach der schleichenden Steuererhöhung etwas übrig bleiben soll...

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