.: März 2008 :.
· tar, den 30.03.08 in Amerika, Deutschland, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: suboptimales.wordpress.com
Der geistige Vater der Sozialen Marktwirtschaft, Alfred Müller-Armack, hatte die Rolle des Staates im System der Kooperation zwischen ökonomischen Wettbewerb und sozialem Ausgleich wie folgt beschrieben:”Der Staat hat die unbestrittene Aufgabe, über den Staatshaushalt und die öffentlichen Versicherungen die aus dem Marktprozess resultierenden Einkommensströme umzuleiten und soziale Leistungen (…) zu ermöglichen. Das alles gehört zum Wesen dieser Ordnung, und es wäre eine Farce, nur den unbeeinflussten Marktprozess zu sehen, ohne seine vielfältige Einbettung in unsere staatliche Ordnung zu beachten”.
Spätestens seit John Maynard Keynes 1936 gezeigt hatte, dass die private Wirtschaft aus eigener Kraft zur Krisenüberwindung unfähig ist, war klar, dass nur der Staat durch eine antizyklische Finanzpolitik, unterstützt durch eine expansive Geldpolitik , die Krise beheben kann.
Vorrang hatte dabei eine vollbeschäftigte Wirtschaft.
Der Mensch sollte hier im Mittelpunkt stehen. Wirtschaften ist kein Selbstzweck, sondern nur Mittel zum Zweck.
Vollbeschäftigungspolitik wurde so in allen Industriestaaten zum vorherrschenden Paradigma staatlicher Politik erklärt.Was Präsident Lyndon B. Johnson für die USA formulierte, galt auch für Deutschland: Alle waren Ende der sechziger Jahre Keynesianer geworden...
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· tar, den 30.03.08 in Deutschland, Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft
Quelle: sueddeutsche.de
Showdown bei der IKB: Die Aktionäre der Krisenbank fallen über den Aufsichtsrat her, der Versammlungsleiter dreht Kritikern den Ton ab - und löst so einen Tumult aus.
Nichts ist heute so, wie es bei der IKB Deutsche Industriebank immer war. Früher gab es keine Schlangen vor den Türen der Düsseldorfer Stadthalle, wenn die Mittelstandsbank zur Hauptversammlung rief. Früher liefen nicht überall Sicherheitsleute rum. Früher gab es nicht schon nach wenigen Minuten aufgeregte Zwischenrufe der Aktionäre.
Früher, das war, bevor die IKB im Juli 2007 unter der Last amerikanischer Ramschkredite zusammenbrach und von der Großaktionärin KfW und den Bankenverbänden aufgefangen wurde.
Die Aktionäre wollen die Schuldfrage klären
Die dunkelgrünen Pflanzen am Fuße des Podiums haben etwas von Friedhofsdekoration. Und Grabesstimmung herrscht im Publikum, als Ulrich Hartmann, der frühere Eon-Chef und heutige Aufsichtsratschef der IKB, zu seiner Rechtfertigungsrede ansetzt. Er will erklären, warum der Aufsichtsrat von dem Notstand der Bank genauso überrascht wurde wie die Aktionäre. Zweifel daran gibt es jedoch sogar in der Bundesregierung, die über Jörg Asmussen - einem der engsten Mitarbeiter von Finanzminister Peer Steinbrück - selbst im Aufsichtsrat vertreten ist. Deshalb hat der Bund noch zwei Tage vor der Hauptversammlung beschlossen, über die KfW eine Sonderprüfung zu beantragen und die Entlastung des Aufsichtsrates zu verschieben. Hartmann schließt sich der Empfehlung an, "um das Verhältnis zu den Aktionären nicht weiter zu belasten‘‘...
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· tar, den 30.03.08 in Buddhismus, Europa, Fernost, Krise, Medien, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung
Quelle: faz.net
Aus der Tibet-Krise ist ein Kommunikationszusammenbruch zwischen chinesischer und westlicher Öffentlichkeit entstanden, den man fast schon einen Kulturkampf nennen muss. Im Westen herrscht die Meinung vor, bei den unkorrekten, zum Teil manipulativen Darstellungen der tibetischen Ereignisse durch einige Medien handele es sich bloß um handwerkliche Fehler, die aber an der Gesamteinschätzung nichts ändern könnten. Die Chinesen, die sich in Medienkritik üben, werden in Internetdiskussionen, auch in Deutschland, als „Regierungsclaqueure“ oder gar als „gehirngewaschen“ beschimpft, da sie nicht zugleich auf die chinesische Zensur und Medienabschottung hinwiesen und auch über die Unterdrückung der Tibeter kein Wort verlören.
In China dagegen sind nicht nur Regierungskreise, sondern auch weite Teile der Bevölkerung, soweit sie sich in Alltagsgesprächen und Internetforen äußern, von Grund auf über die westliche Behandlung des Themas empört. Wo Chinesen auf offener Straße erstochen oder erschlagen wurden und in ihren angezündeten Häusern verbrannten, gebe der Westen das als chinesische Gewalt aus und solidarisiere sich mit den Mördern; ja, er verwehre es den Behörden dann auch noch, die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Könne es einen schlagenderen Beweis geben für die Voreingenommenheit nicht bloß gegen den chinesischen Staat, sondern gegen die Chinesen selbst, und den Willen, ihnen übelzuwollen? Viele Blogger wundern sich über die Geschlossenheit des westlichen Meinungsbilds und scheuen ihrerseits nicht vor dem Etikett „Gehirnwäsche“ zurück...
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· tar, den 30.03.08 in Europa, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: n-tv.de
Tausende Arbeiter der rumänischen Renault-Tochter Dacia sind in den Streik getreten, um Lohnerhöhungen von 65 Prozent durchzusetzen. Die Produktion sei vollständig zum Erliegen gekommen und dies werde auch so bleiben, bis das Management die Forderungen erfüllt habe. In dem Werk wird das Billig-Modell Logan von rund 13.000 Mitarbeitern produziert. An dem Streik - dem zweiten in dem Werk innerhalb von fünf Jahren - beteiligen sich nach Angaben der Gewerkschaft etwa 80 Prozent der Mitarbeiter...
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· tar, den 27.03.08 in Amerika, Europa, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: spiegel.de
Verwirrung bei US-Touristen auf Amsterdam-Trip: Ihre Dollar-Noten können sie bei kleinen Wechselstuben nicht mehr in Euro umwandeln. Zu riskant ist den Geldwechslern das Geschäft mit der schwachen Währung.
In den vergangenen Tagen hat der US-Dollar praktisch jeden Tag weiter an Wert verloren. Den kleinen Wechselstuben ist das Auf und Ab der US-amerikanischen Währung inzwischen zu riskant...
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· tar, den 27.03.08 in Amerika, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: welt.de
Jim Rogers ist eine Legende unter Investmentbankern. Als einer der wenigen redet er Tacheles über die Finanzkrise. Im Interview mit WELT ONLINE attackiert Rogers US-Notenbank-Chef Bernanke für dessen Zinspolitik. Und der Experte erläutert, womit Anleger heute überhaupt noch Geld verdienen können.
Finanzexperten, die Tacheles reden, sind dieser Tage rar gesät. Schließlich herrscht Panik an den Märkten, da wollen die Profis die angeschlagene Stimmung nicht mit unbedachten Aussagen zusätzlich verschlechtern. Das gilt für Bankexperten wie Hedgefonds-Manager gleichermaßen. Investmentstar Jim Rogers setzt sich über alle Konventionen hinweg. Der von New York nach Singapur ausgewanderte 67-Jährige kann sich deutliche Worte leisten, setzt er doch seit Jahren auf die richtigen Anlagetrends. Für Furore sorgte der kantige Investor, als er zusammen mit George Soros zwischen 1970 und 1980 den Quantum-Hedgefonds managte und dabei vierstellige Renditen erzielte.
WELT ONLINE: Die Börsen sind außer Rand und Band. Wie schätzen Sie die Situation ein?
Jim Rogers: Die Lage ist sehr ernst. Nach den Exzessen der vergangenen Jahre wird uns jetzt die Rechnung präsentiert. Wir stehen vor milliardenschweren Schieflagen im Finanzsektor, einem Crash am US-Immobilienmarkt und müssen einen Kollaps der Weltleitwährung Dollar mit ansehen. Zu allem Überfluss verschärfen die Notenbanken mit ihren Hilfsaktionen die Lage.
WELT ONLINE: Moment mal. Die Währungshüter sind doch die Einzigen, die jetzt noch helfen können. Mit ihren Milliarden springen sie dem maroden Bankensystem und damit auch den Märkten doch regelmäßig zur Seite.
Rogers: Der wilde Aktionismus der US-Notenbanken macht alles nur noch schlimmer. Jetzt geht Fed-Chef Ben Bernanke herum und kauft den Banken ihre prekären Immobilienanleihen ab. Was will der Mann als Nächstes tun? Mit dem Hubschrauber durch die Welt fliegen und sämtliche Risikopapiere von Not leidenden Autokrediten bis zu gefährdeten Konsumentendarlehen einsammeln? ...
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· tar, den 27.03.08 in Amerika, Deutschland, Krieg, Krise, Nahost, Politik, Probleme, Wirtschaft
Quelle: berlinerumschau.com
Schluß mit den Kriegen in Afghanistan und Irak
Sieben Jahre nach dem US-Angriff auf Afghanistan und fünf Jahre nach der Invasion der „Willigen“ sind die Interventionstruppen im Mittleren Osten am Ende. Die Einsätze waren ohnehin falsch, aber jetzt muß Schluß sein damit. Vor allem muß die Bundeswehr dort raus und es darf keine weitere deutsche Unterstützung geben. Man mag einwenden, damit wäre die NATO am Ende. Das muß nicht so sein, aber wenn es so käme, wäre es nur gut.
Über die Zahlen der getöteten Menschen in beiden Ländern gibt es unterschiedliche Schätzungen. Vor allem im Irak soll die Zahl der Zivilisten – also der „Kollateralschäden“ in die Nähe der Million kommen. Genau nachprüfen kann man das nicht, aber es gibt genügend seriöse Quellen, die von den Zuständen in beiden Ländern berichten. Beide Einsätze sind in jedem Falle verheerend. Die Regierung weiß auch, daß sie in diesem Punkt gegen die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung regiert. Doch das schert sie nicht – das ist „politische Führung“! Argumente helfen da wenig. Nur wenn der politische Druck so stark wird, daß niemand – es sei denn um den Preis der Regierungsfähigkeit – diesen Protest politisch überlebt, können sich Erfolge einstellen. Das muß jetzt bis zur nächsten Wahl 2009 deutlich rüberkommen...
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· tar, den 27.03.08 in Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft
Quelle: ad-hoc-news.de
Der Goldpreis kann sich im gestrigen New Yorker Handel von 912 auf 926 $/oz erholen, wird aber zum Handelsschluß wieder auf 914 $/oz gedrückt. Heute morgen zeigt sich der Goldpreis im Handel in Sydney und Hongkong freundlicher und notiert aktuell mit 926 $/oz um etwa 12 $/oz unter dem Donnerstagsniveau vor Ostern. Derzeit spaltet sich der Goldmarkt in einen Papiergoldmarkt, an dem die Preise auf Niveaus gedrückt werden, die vom physischen Markt nicht mehr akzeptiert werden.
Anleger oder Händler sind praktisch nicht bereit, auf dem gedrückten Niveau des Papiergoldmarktes Ware abzugeben. Der Markt trocknet derzeit völlig aus, da das Kaufinteresse andererseits neue Rekordmarken erreicht. Das Kaufinteresse ist derzeit so groß, daß es in den nächsten Wochen schwierig werden wird, überhaupt Ware zur Verfügung stellen zu können, selbst wenn die Preise am Papiergoldmarkt wieder deutlich ansteigen sollten. Besonders ausgeprägt ist die Situation am Silbermarkt. Nachdem die Canadian Mint (1 oz Maple Leaf) und die Perth Mint (1 kg Kookaburra) bereits zwischen Oktober 2007 und Februar 2008 erhebliche Probleme hatten, den Markt mit ihren Silberprodukten zu beliefern und bei der Canadian Mint selbst eine Produktionsausweitung um 50 % nicht ausgereicht hat, neue Lieferzeiten von etwa 2 Wochen bereits im März wieder zu verhindern, meldet am Donnerstag vor Ostern die US-Mint den kompletten Ausverkauf der US-Eagle. Bislang wurde noch kein Datum genannt, ab wann die Münzen wieder lieferbar sind. Da in den US-Eagle in den letzten Monaten wegen der Lieferprobleme der Canadian Mint massiv investiert wurde und unklar ist, in welchem Umfang der ab Februar 2008 verfügbare Wiener Philharmoniker die gestiegene Nachfrage nach Silberprodukten befriedigen kann, deuten sich für die nächsten Wochen massive Lieferprobleme bei der Versorgung des Silbermarktes an. Solange es nicht zu einer deutlichen Erholung des Papiersilberpreises kommt oder die Nachfrage nach physischen Silber einbricht, wird der Markt für physisches Silber deutliche Aufschläge auf den Papiersilberpreis akzeptieren müssen...
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· tar, den 27.03.08 in Amerika, Australien, Deutschland, Europa, Fernost, Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft
Quelle: blog.zeit.de
Stagflation ist das Modethema dieser Tage. Weltweit steigt die Inflation. Bei den Verbraucherpreisen hat sie sich binnen Jahresfrist auf fast 4 Prozent verdoppelt, und die Explosion der Rohstoffpreise könnte ein Zeichen dafür sein, dass die Flucht in Sachwerte, also die Flucht vor der Geldentwertung, in vollem Gange ist. Gleichzeitig gibt es immer mehr Anzeichen, dass sich das Wirtschaftswachstum abschwächt, global von 5 Prozent im Jahr 2006 auf knapp 4 Prozent in diesem Jahr. Steigende Inflation und stagnierender Output ergeben Stagflation.
Das ist das Schlimmste, was Notenbanken passieren kann: Weil die Inflation so hoch ist, können sie sich nicht leisten, die Nachfrage und damit das Wachstum durch niedrigere Zinsen zu stimulieren. Konflikte mit den jeweiligen Regierungen sind vorprogrammiert. Tun sie es dennoch, könnten die Inflationserwartungen nachhaltig anziehen, was die Prämien für das gestiegene Inflationsrisiko und damit die Anleiherenditen in die Höhe treibt. Das ist wiederum schlecht für das Wachstum. Die Aktienmärkte leiden ebenfalls, weil sie einerseits mit den (dann fallenden) Rentenkursen korreliert sind, und weil sich andererseits die Gewinnaussichten durch das schwächere Wachstum eintrüben. Das kann nicht gut für die Investitionstätigkeit sein...
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· tar, den 27.03.08 in Amerika, Börse, Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft
Quelle: reuters.com
Goldman Sachs forecasts global credit losses stemming from the current market turmoil will reach $1.2 trillion, with Wall Street accounting for nearly 40 percent of the losses.
U.S. leveraged institutions, which include banks, brokers-dealers, hedge funds and government-sponsored enterprises, will suffer roughly $460 billion in credit losses after loan loss provisions, Goldman Sachs economists wrote in a research note released late on Monday.
Losses from this group of players are crucial because they have led to a dramatic pullback in credit availability as they have pared lending to shore up their capital and preserve their capital requirements, they said...
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