.: Februar 2008 :.
· tar, den 25.02.08 in Europa, Liberalismus, Medien, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft, Wissenschaft
Quelle: spiegel.de
Russische Forscher gehörten einst zur Weltspitze - und suchen heute ihr Glück im Westen. Sergej Kapitza, in Russland mit Wissenschafts-TV berühmt geworden, fordert ein Eingreifen des Staates, um die "amoralischen und verbrecherischen Werte" im Fernsehen zu bekämpfen und Forschung zu fördern.
SPIEGEL ONLINE: Herr Kapitza, sowjetische Wissenschaftler waren einmal Weltspitze. Wo steht die russische Forschung heute?
Kapitza: An unseren Instituten unterrichten heute Großväter ihre Enkel. Uns fehlt eine ganze Generation von Wissenschaftlern. Nach dem Ende der Sowjetunion stand uns plötzlich die ganze Welt offen. Zehntausende Wissenschaftler verließen das Land. Das hat nicht einmal Lenin geschafft. Er hat einige hundert Wirtschaftswissenschaftler und Philosophen aus dem Land gejagt.
SPIEGEL ONLINE: Wie kam es zu dem Brain Drain, den Sie beschreiben?
Kapitza: In den neunziger Jahren stoppte der Staat die Finanzierung von Wissenschaft und Forschung fast vollständig. Schauen Sie sich um. Sergej Brin, der Mitgründer von Google, ist an sowjetischen Universitäten ausgebildet worden. Und als ich Microsoft besucht habe, stellte ich fest, dass die Hälfte der Leute um Bill Gates herum an unseren Universitäten gelernt hatten. Man hat mir gesagt: So lange ihr uns solche hochqualifizierten Leute schickt, wird es unserer Firma gut gehen. Es reicht nun aber, dass Bill Gates auf unsere Kosten reich wird. Wir müssen selbst etwas tun.
SPIEGEL ONLINE: Warum konnten die großen Privatunternehmen mit den sogenannten Oligarchen an der Spitze nicht die Lücke füllen, die der Staat hinterlassen hat?
Kapitza: Da ist tatsächlich nicht viel passiert. Sie sind am schnellen Geld interessiert. Mit der Wissenschaft ist es wie mit einer Familie und Kindern. Man muss viel und lange investieren, damit es zu einem guten Resultat kommt. Für schnellen Sex gibt es Prostituierte...
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· tar, den 25.02.08 in Deutschland, Politik, Probleme
Quelle: ndr.de
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Die Hamburgerinnen und Hamburger stimmten am Sonntag erstmals nach einem neuen Wahlrecht ab, bei dem die Wähler sich nicht mehr an die - von den Parteien vorgegebene - Reihenfolge der Kandidaten auf den Stimmzetteln halten müssen. Gleichzeitig mit der Bürgerschaftswahl entschieden die Wähler auch über die Zusammensetzung der sieben Bezirksversammlungen. Die Wahlbeteiligung erreichte mit 62,2 Prozent einen historischen Tiefstand. Vor vier Jahren hatten noch 68,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben...
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· tar, den 25.02.08 in Deutschland, Europa, Krise, Liberalismus, Lügen, Medien, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung, Wirtschaft
Quelle: vlothoer-anzeiger.de
Die Affäre um Steuerhinterziehungen über Liechtenstein zieht immer weitere Kreise. Die Ermittler verfügen inzwischen nicht mehr nur über die Kundendaten der LGT-Bank, sondern mindestens einer weiteren Bank aus dem Fürstentum.
Allein in dem LGT- Material tauchen laut "Spiegel" 1400 deutsche Anleger auf. Bis zu 20 Mitarbeiter deutscher und liechtensteinischer Finanzinstitutionen stehen demnach im Verdacht, an illegalen Steuersparmodellen mitgearbeitet zu haben. Auch die USA und laut "Sunday Times" Großbritannien sollen die Daten gekauft haben; in den USA sollen 50 Verfahren eingeleitet worden sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich für eine strenge Verfolgung der Steuersünder aus.
Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Montag) wollen die Ermittler nun gegen die Kunden der weiteren Bank vorgehen, von der sie demnach umfangreiche Kundendaten besitzen. Aufgrund der Unterlagen aus dem LGT-Bestand seien bislang die Wohnungen von mehr als einhundert Verdächtigen durchsucht worden. Zentrum sei der Großraum München mit etwa 40 Verfahren gewesen. In einigen Fällen hätten die Verdächtigen noch vor der Ankunft der Fahnder Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung erstattet.
Bei dem Informanten, der die LGT-Daten dem Bundesnachrichtendienst (BND) verkauft hat, handelt es sich "Spiegel" und "Focus" zufolge um jenen ehemaligen LGT-Beschäftigten, der im Fürstentum bereits 2004 wegen Datendiebstahls vor Gericht gestanden hatte. Demnach hatte der 42-Jährige für die Bank das Papierarchiv digitalisiert und deshalb Zugang zu den Kundendaten.
Außerdem soll der BND laut der Schweizer Zeitung "SonntagsBlick" Informationen von drei Bankern in Liechtenstein bezogen haben, darunter von einem Pädophilen durch Erpressung. Der BND wies den Bericht am Sonntag in Berlin als "Nonsens" zurück. Der Wahrheitsgehalt der Zeitung gehe gegen Null...
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· tar, den 22.02.08 in Soziales, Wissenschaft
Quelle: anleger-nachrichten.de
Manchmal verhalten sich Menschen nicht anders als Schafe in einer Herde: In Gruppen folgen sie scheinbar widerstandslos einer kleinen Zahl von Anführern, die sie zu einem Ziel leiten. Dies berichten Wissenschaftler um Jens Krause von der Universität Leeds im Journal "Animal Behaviour". Die Erkenntnisse gäben einen Einblick in die Entstehung von Kooperation, könnten aber auch genutzt werden, um Fußgängerströme in belebten Gegenden zu lenken oder Fluchtpläne für Katastrophenfälle zu erarbeiten...
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· tar, den 22.02.08 in Deutschland, Krise, Liberalismus, Lügen, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft
Quelle: anleger-nachrichten.de
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück ist der Befürchtung entgegengetreten, das Volumen der deutschen Einlagensicherung reiche nicht aus, um mögliche Auswirkungen der gegenwärtigen Finanzkrise abzufedern. "Er (Steinbrück) hält die Einlagensicherung für stabil, ausreichend dimensioniert, und es gibt überhaupt keinen Anlass, dass es dort aus diesem Bereich Probleme geben könnte", sagte Steinbrücks Sprecher Torsten Albig am Freitag in einer Pressekonferenz in Berlin auf eine entsprechende Frage.
Steinbrück hatte am Mittwoch vor dem Finanzausschuss des Deutschen Bundestages laut einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag" erklärt, das deutsche Bankensystem um Privatbanken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen verfüge zusammengenommen nur über eine Sicherungseinlage von etwa 4,6 Mrd EUR. Albig hatte zu dieser Zahl am Donnerstag auf Nachfrage keine Stellung genommen. Ein Sitzungsteilnehmer hatte Dow Jones Newswires aber bestätigt, dass Steinbrück diese Zahl in der Sitzung genannt habe...
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· tar, den 22.02.08 in Beziehungen, Europa, Medizin, Probleme, Soziales
Quelle: kath.net
Ein Regierungsbericht rüttelt auf: Ärzte lassen Babys sterben, die ein paar Zimmer weiter intensivmedizinisch behandelt werden könnten. KATHTUBE: Gianna Jessen - eine Frau überlebt eine Abtreibung
Grausame Details zum Thema Abtreibung gab jetzt die britische Regierung bekannt: Mindestens 66 Babys haben im Jahr 2005 in Großbritannien eine Abtreibung überlebt, wurden jedoch medizinisch nicht versorgt, sodass sie starben.
Das geht aus einem aktuellen Bericht der britischen Regierungskommission CMACH (Confidential Enquiry into Maternal and Child Health = Vertrauliche Untersuchung über die Gesundheit von Mutter und Kind) hervor...
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· tar, den 22.02.08 in Deutschland, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft
Quelle: spiegel.de
Preisschock für Millionen Gaskunden: Rund 140 Versorger erhöhen erneut ihre Tarife, ein durchschnittlicher Haushalt kommt auf Mehrkosten von bis zu 186 Euro. Besonders kräftig langen die großen Energiekonzerne zu - SPIEGEL ONLINE zeigt, wer wie viel zahlen muss.
Die Energiepreise steigen und steigen - und ein Ende ist nicht in Sicht. Erst zum Jahreswechsel hatten Hunderte Gasversorger ihre Tarife angehoben - jetzt startet die nächste Welle. Laut Verbraucherportal Verivox erhöhen mindestens 140 lokale Gasversorger im Frühjahr die Gaspreise. Im Schnitt steigen sie um 6,6 Prozent. Als Grund nennen die Unternehmen gestiegene Beschaffungskosten und das hohe Niveau beim Ölpreis, an den der Gaspreis gekoppelt sei.
Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden kommt durch die Preiserhöhung auf eine jährliche Mehrbelastung von 85 Euro. Den stärksten Preissprung müssen die Kunden der Stadtwerke Reichenbach im Vogtland hinnehmen: Hier steigt der Gaspreis um 14,1 Prozent, was für einen Musterhaushalt Mehrkosten von 186 Euro bedeutet (siehe Tabelle)...
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· tar, den 22.02.08 in Deutschland, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Wirtschaft
Quelle: spiegel.de
The German government has had to bail out state-owned banks with taxpayers' money after their managements recklessly gambled away billions on subprime investments. But if a state-owned bank were to go under, the consequences could be disastrous for the whole economy.
Ingrid Matthäus-Maier, a member of the center-left Social Democratic Party (SPD) and the CEO of the state-owned KfW banking group, is undoubtedly in one of Germany's highest earnings brackets. Although her annual salary of €418,000 ($614,000) is substantially lower than that of her counterpart at Deutsche Bank, Josef Ackermann, who earns a tidy €13 million a year, she does earn more than twice the salary of German Chancellor Angela Merkel, who has to make do with a mere €200,000.
That's nice for Matthäus-Maier. A lawyer by profession who was a financial expert for the SPD for many years, she would not have been able to get on the board of a private bank in 1999, the year she joined the board of KfW --- she lacked the banking experience required by law. But KfW is not subject to the same regulations as other banks, which explains why Matthäus-Maier doesn't owe government auditors an explanation --- not even now, in the wake of recent public accusations that she botched the IKB crisis...
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· tar, den 22.02.08 in Amerika, Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft
Quelle: handelsblatt.com
Nach Milliardenverlusten im vergangenen Jahr hat die frühere GM-Tochter GMAC massive Kostensenkungen in den USA angekündigt. 930 Mitarbeiter müssen gehen, 15 Geschäftsstellen werden geschlossen. Die Pläne nähren die Befürchtungen, dass es um die Geschäfte der Autofinanzierer schlechter steht, als bislang bekannt ist.
Der New Yorker Finanzinvestor Cerberus greift nach einem eisernen Sparkurs beim US-Autokonzern Chrysler auch bei seiner zweiten prominenten US-Beteiligung hart durch: Der 35 Mrd. Dollar Umsatz schwere Finanzdienstleister GMAC müsse die Kosten in der Autofinanzierung senken und werde deshalb 15 seiner 20 Geschäftsstellen in den USA und Kanada schließen, teilte das Unternehmen gestern mit. 930 Mitarbeiter müssen gehen. Als Grund nannte GMAC den Milliardenverlust des vergangenen Jahres.
Die Maßnahmen nähren die Befürchtungen einiger Analysten, dass die Geschäfte im Bereich der Autofinanzierung schlechter laufen, als die Branche einräumt. Nach Angaben der American Bankers Association war die Zahl wackeliger Autodarlehen in den USA bereits im dritten Quartal 2007 auf ein 16-Jahreshoch gestiegen. Der Konjunktureinbruch im Schlussquartal legt nahe, dass sich diese Zahlen weiter verschlechtert haben. Eine GMAC-Sprecherin betonte, die Zahl der Kreditausfälle sei bisher nur leicht gestiegen. Um diesem Trend zu begegnen, habe der Konzern im Vorjahr bereits dreimal seine Bedingungen bei der Kreditvergabe verschärft...
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· tar, den 22.02.08 in Amerika, Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft
Quelle: faz.net
Die Kreditkrise in den Vereinigten Staaten weitet sich aus. Das neueste Opfer sind bislang als sichere Anlage geltende Spezialanleihen, die von Kommunen, Krankenhäusern, Universitäten, Museen oder auch Unternehmen ausgegeben werden.
Diese als Auction Rate Securities bekannten Anleihen, deren Markt ein Volumen von 330 Milliarden Dollar (223 Milliarden Euro) hat, sind festverzinsliche Wertpapiere mit langer Laufzeit, die aber wie Kurzläufer funktionieren. Der Zinssatz wird in kurzen Abständen, die von 7 bis 35 Tage reichen können, bei einer Auktion neu festgesetzt. In normalen Zeiten zahlen Emittenten daher niedrigere Zinsen als für reguläre Anleihen mit langer Laufzeit.
Auktionierte Zinspapiere werden illiquide ...
Banken empfahlen die Papiere vermögenden Privatanlegern, weil sie höhere Renditen abwarfen als vergleichbare Geldmarktpapiere und genauso schnell flüssig gemacht werden konnten. Das galt zumindest so lange, wie der Markt noch funktionierte. Die durch die Ausfälle bei zweitklassigen Hypotheken ausgelöste Vertrauenskrise auf den Kreditmärkten hat in den vergangenen Wochen zu starken Verwerfungen bei Auction-Rate-Papieren geführt. Dutzende Auktionen scheiterten, weil sie nicht auf genügend Interesse von Investoren stießen...
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