.: 2007 :.


:: Nächstes Jahr in Gütersloh ::

· tar, den 18.12.07 in Deutschland, Liberalismus, Lügen, Medien, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung, Wirtschaft

Quelle: heise.de

Protestbewegung gegen Bertelsmann nimmt Fahrt auf

Der Lack blättert bei der PR-polierten Arbeit der Bertelsmann Stiftung ab. Studentenverbände und Universitäten verweigern das Hochschulranking. Die Gewerkschaft Verdi kündigt die Zusammenarbeit. Der Bundestag befasst sich mit einer Bertelsmann-Lobbyismus-Anfrage der Linkspartei. Die rotgrüne Basis zweifelt an Hartz IV und der Hamburger SPD-Spitzenkandidat geht im derzeit laufenden Wahlkampf gerichtlich gegen Behauptungen aus der Linkspartei vor, er sei ein alter "Bertelsmann". Jetzt haben sogar taz und Zeit über die Proteste berichtet.

Es kriselt im neoliberalen Lager. Eine zentrale Machtbasis des Neoliberalismus gerät zunehmend in die Kritik: die im politischen Hintergrund agierenden Think tanks. Von der Industrie finanziert, als neutrale Forschungsinstitute, Stiftungen oder NGOs getarnt, nutzen Think tanks Geld- und Medienmacht, um dafür empfängliche Politiker und Öffentlichkeit auf Kurs zu bringen. Ihr mächtigster Vertreter in Deutschland und Europa ist die Bertelsmann Stiftung (Gütersloh), die Besitzerin des dort ansässigen globalen Medienkonzerns, die ihrerseits unter Kontrolle der traditionellen Besitzer des Konzerns steht: dem Milliardärsclan Mohn ("Ohne Bertelsmann geht nichts mehr").

Das undurchsichtige Bertelsmann-Konglomerat aus Stiftung, Konzern und Mohn-Familie gerät seit vier Jahren zunehmend unter Druck. Damals entdeckte der Historiker und Publizist Hersch Fischler in Archiven Hinweise auf die Nazi-Vergangenheit des zuvor als Widerstandsverlag belobigten Medienhauses. Fischler versuchte dies zu publizieren – erzielte aber kaum Resonanz in den deutschen Medien (vgl. "Apparat der Selbstverklärung"). Doch in den folgenden Jahren geriet die Konzernstiftung immer mehr in die Kritik. Studenten kritisierten sie als Drahtzieher hinter der Einführung von Studiengebühren und unfairen Hochschul-Rankings. Globalisierungskritiker sahen sie nun als Hauptakteur hinter zahlreichen Privatisierungen. Bertelsmanns weitreichender Einfluss auf die Politik der rotgrünen Ära Schröder/Fischer (z.B. Plagiiert, beraten und verkauft?) wird heute nach und nach aufgearbeitet, neue Beglückungen aus Gütersloh werden zunehmend kritischer beäugt...

· Kommentieren

:: Centro on the brink as shares collapse ::

· tar, den 18.12.07 in Amerika, Australien, Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft

Quelle: business.smh.com.au

Centro Properties Group has become the biggest local victim of the US sub-prime mortgage crisis after higher funding costs forced it to downgrade of its distribution guidance, causing its shares to plunge by more than 70 per cent.

Australia's second largest shopping centre owner today downgraded its full year distribution guidance by 14 per cent to 40.6 cents, from 47 cents.

It also announced it would not pay a distribution for the first half of the 2008 financial year as it revealed it had failed to refinance $1.3 billion of maturing debt although.

Centra has obtained an extension until February 15 to refinance the debt.

Centro Properties Group says its business is still solvent, at least until February, and says that up until late last week, it believed it could refinance its longer term debt...

· Kommentieren

:: Minister gibt skurrile Inflations-Begründung ::

· tar, den 18.12.07 in Europa, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: spiegel.de

Pedro Solbes sollte sich mit Ökonomie eigentlich auskennen: Der 65-Jährige ist Wirtschafts- und Finanzminister Spaniens. Doch wie war das noch mal mit der Inflation? Hat sie vielleicht etwas mit der Spendierfreudigkeit seiner Landsleute zu tun?

Spanien hat eine der höchsten Inflationsraten in der Europäischen Union. Im November kletterte die Teuerung auf 4,1 Prozent - so viel wie seit Jahren nicht mehr. Für den spanischen Wirtschafts- und Finanzminister Pedro Solbes (65) ist das Grund genug, um nach ausgefallenen Erklärungen zu suchen...

· Kommentieren

:: Die Illusion von der Inflation ::

· tar, den 18.12.07 in Amerika, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: ftd.de

Was die Fed nur immer wegen der Inflation rumzickt. Weitere Themen in diesem Kapital: Kali und Salz und Britische Hauspreise.

Laut BIP-Bericht haben die US-Verbraucher im dritten Quartal für Gebrauchsgüter gerade mal 2,5 Prozent mehr Dollar als im Vorjahr auf den Tisch legen müssen, um real 4,6 Prozent mehr Waren einzukaufen. Die Preise sind also um rund zwei Prozent zum Vorjahr gefallen. Wären diese dummen Nahrungsmittelpreise nicht dazwischengekommen, die um vier Prozent gestiegen sind, hätten auch die Preise von Verbrauchsgütern mehr oder weniger stagniert. Damit wäre der Preisanstieg der Verbraucherdienstleistungen von drei Prozent, der übrigens ebenfalls durch die hohen Energiekosten verzerrt ist, locker wettgemacht worden.

Unglaublich, dass die Konsumenten das einfach nicht wahrhaben wollen. Im Trend steigen ihre Inflationserwartungen stattdessen seit zehn Jahren und beliefen sich laut Conference Board im November auf 5,7 Prozent. Doch wo sollte die Inflation überhaupt herkommen? Die Geldmenge MZM ist seit Mitte der 90er doch um kaum mehr als 80 Prozentpunkte schneller gestiegen als das nominale BIP! Der handelsgewichtete Dollar hat seit Anfang 2002 gerade mal ein Viertel verloren! Und bei einer Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent müssen die Kapazitätsreserven auf der Angebotsseite sicher noch enorm sein! ...

· Kommentieren

:: Die neuen Ausgeschlossenen ::

· tar, den 18.12.07 in Beziehungen, Deutschland, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: Berliner Zeitung vom 14.12.07, Seite 2

Deutsche Zustände

Sozialforscher Wilhelm Heitmeyer hat die Gemütslage der Gesellschaft untersucht. Er spricht von einer Menschenfeindlichkeit im Land. Sie trifft nicht nur Ausländer, sondern vor allem Arbeitslose.

"Die Angst vor denen da oben ist der Sorge gewichen, zu denen da unten zu gehören", sagt Minister Wolfgang Tiefensee (SPD) zur Untersuchung "Deutsche Zustände".

Die Ursache für die ablehnende Haltung gegenüber den Arbeitslosen sieht Heitmeyer auch "in der zunehmenden Ökonomisierung des sozialen Lebens". Der steigende wirtschaftliche Druck auf den Einzelnen führe zu einer wachsenden Aggressivität gegenüber schwachen gesellschaftlichen Gruppen. "Es gibt einen Zusammenhang zwischen ökonomistischem Denken und Gewaltbereitschaft", sagt Heitmeyer.

So stimmt mehr als ein Drittel der Befragten den Aussagen zu, "die Gesellschaft könne sich wenig nützliche Menschen (33,3 %) und menschliche Fehler nicht (mehr) leisten" (34,8 %). Etwa 40 % sind der Ansicht, in der Gesellschaft werde "zu viel Rücksicht auf Versager genommen". Knapp 26 % gaben an, moralisches Verhalten sei "ein Luxus"...

· Kommentieren

:: Dr. Feelgood and his patriotic moments ::

· tar, den 18.12.07 in Beziehungen, Deutschland, Krise, Liberalismus, Medien, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: heise.de

Deutschland, Papst, Deutschland, was bin ich denn nun eigentlich? Würden sich die Herren der Medientyrannei denn endlich mal end-scheiden, wen ich gefälligst darzustellen habe? Bertelsmann und Springer schaffen zusammen, was die "30" bei mir noch nicht geschafft hat: meine große Identitätskrise.

Jetzt geht es also um die Kinder. Die müssen in diesem Land ja schon so einiges ertragen: Schuldige für die Einschränkungen von verfassungsgarantierten Freiheiten zwecks Verfolgung von Kinderpornographie, als quängelnde Pest auf dem Supermarktfussboden beim Süßwarenregal vor der Kasse um die Wirtschaft anzukurbeln, Rentenzahler der Vermehrungsunwilligen bei denen Wi(e)dervereinigung nur noch über Verhütung läuft, unkritische Konsumenten von Morgen unter der Dauerberieselung von Werbung mit Kalorienbomben, Plastikdinosuriern und Ich-kann-meinen-eigenen-Namen-sagen-wenn-die-Batterie-voll-ist-Barbie, Supernanny-Opfer mit arbeits- und perspektivelosen Eltern die national bloßgestellt werden und demnächst auch noch als mein Nachwuchs. So viel Last auf so kleinen Schultern.

Menschen, die sich keinen Hund anschaffen würden, weil sie täglich 8 Stunden auf der Arbeit sind und die ein schlechtes Gewissen à la "ja wer soll sich denn um das arme Viech kümmern, der muss doch raus" haben, sollen mit Spots dazu bewegt werden, Lust auf Kinder zu bekommen. Ja wohin denn mit den Kleinen, wenn Papa und Mama zum Wohle des Standort Deutschlands täglich in den deutschen Qualitätsunternehmen arbeiten müssen, in denen die Bertelsmänner der Führungsriege - wie ich sie mal gehässig nenne - so um das 100fache des Gehalts der "Arbeitnehmer" ("wenn du nimmst, so sei stets dankbar dem gegenüber von dem du nimmst", hätte heutzutage Jesus bestimmt gesagt, wenn ihn die Gewerkschaft für Wanderprediger in Deutschland nicht schon rausgeschmissen hätte weil er sich weigerte, den Islamistenbart abzurasieren) verdienen...

· Kommentieren

:: US-Realeinkommen gehen weiter zurück ::

· tar, den 16.12.07 in Amerika, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: finanznachrichten.de

Das Realeinkommen in den USA wies im November 2007 erneut einen preis- und saisonbereinigten Rückgang aus. Dies gab das US-Arbeitsministerium in Washington am Freitag bekannt.

So reduzierte sich das Realeinkommen gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent. Im Oktober war revidierten Angaben zufolge ein Rückgang von 0,3 Prozent verbucht worden, während vorläufig ein Minus von 0,2 Prozent ausgewiesen worden war...

· Kommentieren

:: The inevitable collapse of the dollar ::

· tar, den 15.12.07 in Amerika, Börse, Krise, Liberalismus, Politik, Probleme, Wirtschaft

Americans are living beyond their means and Asia is currently financing that. But eventually the Asians/Europeans will stop financing the USA and then the bubble will burst.

· Kommentieren

:: Die Reichen werden immer schneller noch reicher ::

· tar, den 15.12.07 in Amerika, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: heise.de

In den USA wächst die Kluft zwischen den Armen und Reichen, vor allem aber den Superreichen, mit einer rasanten Geschwindigkeit

Wenn die USA den Vorschein dafür geben, wie gesellschaftliche Entwicklungen in Zukunft verlaufen, dann wird auch anderswo die Schere zwischen Armen und Reichen sowie Superreichen mit schneller Geschwindigkeit noch weiter als bislang aufgehen. In den USA wurde zumindest jetzt eine Rekordkluft festgestellt: Das Einkommen des reichsten 1 Prozents hat zwischen 2003 und 2005 das gesamte Einkommen der ärmsten 20 Prozent der Bevölkerung bereits weit überschritten.

Der vom Congressional Budget Office (CBO) veröffentlichte Bericht macht deutlich, wie sich der Abstand zwischen den Reichen und Armen in den letzten Jahren enorm vergrößert hat. Dabei wird nicht nur das versteuerte Einkommen zugrunde gelegt, sondern auch unversteuerte Sozialleistungen wie Lebensmittelmarken oder Zahlungen der Sozial- und Gesundheitsversicherung. Das Einkommen, das durch Löhne erzielt wird, sinkt dabei gegenüber den anderen Einkommensarten immer weiter ab, was zur weiteren Erosion der Mittelschicht führt und langfristig die gesellschaftliche Stabilität gefährden könnte, wenn die Reichen und Armen noch weiter auseinanderdriften.

Die reichsten 1-Prozent der US-Amerikaner, das sind 3 Millionen Menschen oder 1,2 Millionen Hauhalte, haben 2005 insgesamt 1,8 Billionen Dollar oder 18 Prozent des Einkommens der Gesamtbevölkerung verdient. Dass sich der Reichtum der Wenigen an der Spitze gegenüber dem fallenden Einkommen des Rests der Gesellschaft explosiv schnell vermehrt, lässt sich daran erkennen, dass die reichsten 1 Prozent 2003 "nur" einen Anteil von 14,3 Prozent am Gesamteinkommen hatten. Betrachtet man die gesellschaftlichen Extreme, dann wird die Entwicklung noch deutlicher. Das reichste 1 Prozent erzielte mit 524 Milliarden Dollar ein Einkommen, das 37 Prozent höher ist, als das des ärmsten Fünftel der Bveölkerung (383 Milliarden Dollar)...

· Kommentieren

:: Hat irgendjemand Krise gesagt? ::

· tar, den 15.12.07 in Amerika, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: spiegel.de

Kreditkrise? Welche Kreditkrise? In Florida läuft das Geschäft mit Immobilien so heiß und irrsinnig wie eh und je - Superreiche zahlen Unsummen für opulent ausgestattete Villen. Ein Ortstermin in den Luxusvorstädten Miamis.

"Dies ist in ganz Miami das beste Deal am Meer", strahlt Renate Smith. Sie wartet vor der Liegenschaft 13060 Mar Street, einer Villa in Coral Gables, Miamis feinstem Vorort. Wie eine Burg umringt das Haus einen schattigen Innenhof. Durch einen Torbogen geht der Blick in den Garten mit Schwimmbecken, Jaccuzzi-Whirlpool und Bootsanlegestelle. Dahinter öffnet sich die Bucht zum Atlantik.

Smith, eine der Top-Immobilienmaklerinnen Miamis, hat gleich zwei Kollegen mitgebracht, die dieses exklusive Objekt betreuen: Nicolas Boucher und Jorge Lluch von der Firma Fortune International Realty. Ihr Credo: "Begüterten Klienten persönlichen Service zu bieten." Die meisten ihrer Millionärskunden kommen aus Südamerika. "Mögen die etwas, schnappen sie es sich", weiß Boucher, ein tiefgebräunter Exil-Franzose. "Egal wie teuer."

4,75 Millionen Dollar müsste ein Interessent für 13060 Mar Street hinblättern - unmöbliert. "Ein Schnäppchen", proklamiert Lluch. Denn immerhin hat die Villa 663 Quadratmeter Wohnfläche auf einem 2000-Quadratmeter-Gründstück: Wohnzimmer, Esssalon mit Decken-Fresko, sechs Schlafzimmer, sechs Bäder, zwei Küchen, Panzerglasfenster (gegen Hurrikane), Dachterrasse mit einem zweiten Jaccuzzi und Seeblick auf Key Biscayne und die Skyline Miamis in der Ferne...

· Kommentieren