.: November 2007 :.


:: Zinseszinsrechnung: warum die Händler aus dem Tempel vertrieben wurden ::

· tar, den 22.11.07 in Probleme, Wirtschaft

Quelle: bwl-bote.de

Die Mathematik ist bei vielen Teilnehmern an Aus- und Fortbildungen unbeliebt, was sie aber nicht verdient hat. Schon früher demonstrierten wir numerische Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten, die für manche Überraschung gut sind (Beispiel 1, Beispiel 2). Heute versuchen wir das wieder, jahreszeitengerecht in vorweihnachtlicher Art und Weise.

In Bethlehem gab es einst schon eine kommunale Sparkasse, gleich neben dem weithin berühmten Stall. Als Maria sich von den Strapazen der Geburt erholt hatte, zahlte sie dort einen Euro in ein Sparkonto ein. Mehr hatte sie damals nicht. Leider konnte die Familie wegen Ihrer Flucht nach Ägypten das Geld nie mehr abheben. Erst im Jahre des Herrn 2000 erhielt der Vatikan als Rechtsnachfolger und Erbe der Heiligen Familie Kenntnis von dem Guthaben in der immer noch bestehenden Sparkasse, denn die Erstellung der Kontoauszüge hatte sich etwas verzögert da Jesus schließlich die Händler aus dem Tempel vertrieben hatte als diese auch im damaligen Jerusalem schon den Euro einführen wollten...

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:: Gaspreise sollen 2008 um 50 Prozent steigen ::

· tar, den 22.11.07 in Deutschland, Europa, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft

Quelle: welt.de

Der russische Gaskonzern Gazprom will die Preise für die Abnehmer in Westeuropa anheben. Gazprom-Chef Medwedew gibt der EU die Schuld: Der Wettbewerb der Verbraucherpreise stört die Umsatzpläne von Gazprom. Medwedew geht noch weiter und droht mit Konsequenzen bei der Versorgung.

Kunden in Deutschland können sich auf eine drastische Steigerung der Preise für Erdgas im kommenden Jahr einstellen. Alexander Medwedew, Vize-Vorstandschef des weltgrößten Erdgasmonopolisten Gazprom, prognostiziert für 2008 einen Anstieg der Erdgaspreise für europäische Abnehmer um etwa 50 Prozent. Medwedew sagte am Rande der Moskauer Messe „Gas Russlands - 2007“ vor Analysten, die Erdgaspreise würden von 250 Dollar auf 300 bis 400 Dollar per 1.000 Kubikmeter erhöht.

Für den drohenden Preissprung macht Gazprom nicht nur die Entwicklung der Erdölpreise verantwortlich – der Preis für Erdgas bildet den für Erdölprodukte mit drei- bis sechsmonatiger Verzögerung ab –, sondern die EU. Die Pläne der EU-Kommission, den Erdgasmarkt in Europa weiter zu liberalisieren, führten „unweigerlich zu einer Situation, in der die Preise steigen“...

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:: Der Präsident bat ihn zu lügen ::

· tar, den 21.11.07 in Amerika, Lügen, Politik

Quelle: sueddeutsche.de

George Bushs ehemaliger Pressesprecher Scott McClellan gibt zu, gegenüber der Presse gelogen zu haben - weil der Präsident ihn dazu angestiftet habe.

Ein ehemaliger Pressesprecher von George W. Bush hat schwere Vorwürfe gegen den Präsidenten erhoben. Bush habe ihn im Fall einer enttarnten CIA-Agentin in die Irre geführt, erklärte der ehemalige Pressesprecher des US-Präsidialamts, Scott McClellan.

Er habe deshalb unwissentlich Fehlinformationen an die Presse weitergegeben, hieß es in einem Ausschnitt aus einem Buch McClellans, der am Dienstag veröffentlicht wurde.

Er habe Bushs Berater Karl Rove und Lewis Libby in Schutz genommen, weil der Präsident, Vize-Präsident Dick Cheney und weitere Mitarbeiter ihn gebeten hätten, das Ansehen der Regierung nach dem Irak-Krieg mit aufzupolieren. "Es gab ein Problem. Es (meine damalige Aussage) war nicht wahr", erklärte McClellan...

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:: 1,3 Millionen Arbeitnehmer beziehen zusätzlich Hartz IV ::

· tar, den 21.11.07 in Deutschland, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: spiegel.de

Wenn der Lohn zum Leben nicht reicht: 1,33 Millionen Menschen in Deutschland müssen ihr Gehalt mit Hartz-IV-Mitteln aufstocken - das sind über eine halbe Million mehr als noch vor zwei Jahren. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarktforschung.

Besonders betroffen sind Beschäftigte in Zeitarbeitsfirmen - sie müssen überdurchschnittlich oft Hartz IV beantragen, weil ihr Lohn zum Leben nicht ausreicht. Das ergab eine neue Studie des zur Bundesagentur für Arbeit gehörenden Instituts für Arbeitsmarktforschung, über die die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichtet. Insgesamt müssen in Deutschland inzwischen 1,33 Millionen Menschen ihr Gehalt aufstocken lassen, darunter waren im Januar 2007 453.000 Menschen, die einen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjob haben...

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:: Ölpreis über 99 Dollar ::

· tar, den 21.11.07 in Amerika, Börse, Wirtschaft

Quelle: n-tv.de

Der Ölpreis ist in der Nacht zum Mittwoch erstmals über die Marke von 99 US-Dollar je Barrel gestiegen. Das neue Allzeithoch liegt nun bei 99,29 US-Dollar. Die Marke von 100 US-Dollar je Barrel (rund 159 Liter) rückt damit in greifbare Nähe.

Händlern zufolge lassen Sorgen über Lieferschwierigkeiten während des bevorstehenden Winters den Preis steigen. Hinzu kommen die aktuell unterdurchschnittlichen Temperaturen im Nordosten der USA, dem größten Heizölmarkt der Welt. "Das einzige, was Käufer jetzt abschrecken könnte, wäre ein überraschender Anstieg bei den Lagerbestandsdaten", schreibt John Kilduff, Manager bei MF Global...

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:: Datenschützer kritisiert Ausdehnung der bundesweiten Videoüberwachung ::

· tar, den 21.11.07 in Deutschland, Politik, Probleme, Soziales, Technik

Quelle: heise.de

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat bemängelt, dass der Bundestag in einer "Nacht- und Nebelaktion" die Vorgaben zur Löschung von Videoaufnahmen der Bundespolizei durch eine bis zu 30-tägige Speichermöglichkeit ersetzt hat. "Ich bin überrascht, dass solch eine Sache so geräuschlos an der Öffentlichkeit vorbei und ohne gründliche parlamentarische Beratung eingeführt werden konnte", sagte der Hüter der Privatsphäre der Nation in einem Gespräch mit der Märkischen Oderzeitung. Er kritisierte vor allem, dass die große Koalition den entsprechenden Antrag (PDF-Datei) zur Verschärfung des Bundespolizeigesetzes erst am vergangenen Mittwoch einen Tag vor der Bundestagsentscheidungeinbrachte...

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:: Kein Markt, kein Preis ::

· tar, den 21.11.07 in Amerika, Börse, Krise, Liberalismus, Wirtschaft

Quelle: wiwo.de

Die US-Banken glänzten bislang mit ihren Gewinnen. Nach dem Ausbruch der Finanzkrise steht die Branche vor dem Kollaps.

Neue Besen kehren gut. So auch Win Bischoff. Der Übergangs-Chef der Citigroup kehrte zu seinem Amtsantritt am vergangenen Dienstag erst einmal Risiken in Höhe von elf Milliarden Dollar aus der überbewerteten Bilanz des weltgrößten privaten Finanzinstituts. Sein Vorgänger Charles Prince hatte erst zwei Wochen zuvor 6,5 Milliarden Dollar Abschreibungen wegen der Krise am US-Hypothekenmarkt einräumen müssen. Zu wenig, die Salami-Taktik kostete Prince den Kopf.

Gut 17 Milliarden Dollar an bisherigen Abwertungen aus der Finanzkrise bei der Citigroup, 8,4 Milliarden Dollar bei Merrill Lynch – die Banken sind von erdbebenartigen Stößen erschüttert. Dabei sind sie, neben den Verbrauchern, die treibende Kraft der US-Wirtschaft: 40 Prozent der Gewinne aller börsennotierten Unternehmen stammen aus der Finanzwelt.

Merrill Lynch fuhr zuletzt mit einem Minus von 2,3 Milliarden Dollar den höchsten Quartalsverlust seiner Geschichte ein. Auch Merrill-Chef Stan O’Neal musste daraufhin seinen Hut nehmen...

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:: Goldman erwartet 15 Mrd Dollar Abschreibungen bei Citigroup ::

· tar, den 21.11.07 in Amerika, Krise, Liberalismus, Wirtschaft

Quelle: de.today.reuters.com

Die größte US-Bank Citigroup muss nach Einschätzung von Goldman Sachs wegen der Kreditkrise in den kommenden Monaten mit Abschreibungen in Höhe von 15 Milliarden Dollar rechnen.

Neben den auch von der Citigroup im vierten Quartal erwarteten Wertberichtigungen von elf Milliarden Dollar sagten die Goldman-Analysten auch im ersten Quartal 2008 Abschreibungen in Höhe von vier Milliarden Dollar voraus...

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:: Wie schlimm wird es werden? ::

· tar, den 21.11.07 in Amerika, Krise, Liberalismus, Politik, Soziales, Wirtschaft

Quelle: heise.de

In der US-amerikanischen Öffentlichkeit werden längst Umfang und Dauer der kommenden Rezession diskutiert

Eigentlich sei die Rezession in den USA schon da, so die Einschätzung des Wirtschaftsreporters Leonhard Zehr in einem kürzlich publizierten Artikel. Der berühmte amerikanische Verbraucher, der mit seinem privaten Konsum einen Großteil der Nachfrage der US-Wirtschaft generiert, habe dies noch vor der Wall Street gemerkt, erklärte der seit den 70ern das Wirtschaftsgeschehen kommentierende Zehr. Die Ergebnisse einer jüngst veröffentlichten Studie der Universität von Michigan zum Konsumentenvertrauen zitierend, musste dieser Veteran des Wirtschaftsjournalismus sein Gedächtnis doch arg strapazieren, um sich an ähnlich miese Werte erinnern zu können. So seien die Kaufabsichten für "größere Haushaltsgeräte" der amerikanischen Verbraucher im Jahresvergleich dramatisch zurückgegangen. Es gebe in der dreißigjährigen Geschichte dieser Statistik nur zwei Perioden, die einen ähnlichen Einbruch im Konsumverhalten aufweisen. Das sei im Oktober 2001 und im Oktober 1990 der Fall gewesen, als die amerikanische Ökonomie in eine Rezession schlitterte.

Die Lager sind voll

Diese plötzliche Kaufzurückhaltung der scheinbar nimmermüden US-Konsumenten spiegeln die übervollen Lagerbestände zwischen New York und Los Angeles, die einen essenziellen Indikator einer aufziehenden, klassischen Überproduktionskrise kapitalistischer Ökonomien bilden. Laut der kürzlich von der US-Regierung veröffentlichten Daten nahm der Umfang der Lagerbestände des amerikanischen Großhandels allein im vergangenen September um 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat zu. Prognostiziert wurden hingegen nur 0,2 Prozent.

Ein vorläufiger Bericht des "Institute for Supply Management" kommt zum Schluss, dass dieser Trend auch im Oktober anhielt. Demnach seinen die "Hersteller zusehendes besorgt über das Inventarniveau ihrer Kunden [der Großhändler – T.K.], mit wachsenden Vorräten bei einer weiten Anzahl von Sektoren, vom Plastik und Gummiprodukten, bis zu Nahrungsmitteln und Tabak."...

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:: Uno räumt Fehler in Aids-Statistik ein ::

· tar, den 20.11.07 in Beziehungen, Lügen, Medien, Medizin, Probleme, Soziales

Quelle: spiegel.de

Die Zahl der HIV-Infizierten weltweit ist von fast 40 Millionen 2006 auf 33,2 Millionen in diesem Jahr gesunken. Die Uno und die Weltgesundheitsorganisation WHO erklären den Rückgang mit bereinigten Statistiken, frühere Schätzungen seien überhöht gewesen.

Es sieht aus wie ein großer Erfolg in der Aids-Bekämpfung - doch in Wahrheit stecken hinter dem deutlichen Rückgang der Infiziertenzahl ungenaue Schätzungen in der Vergangenheit. Waren 2006 weltweit offiziell noch fast 40 Millionen Menschen mit HIV infiziert, so sind es laut WHO- und Uno-Angaben 2007 nur noch 33,2 Millionen. Man habe frühere Statistiken um überhöhte Schätzungen bereinigt, erklärte der Leiter des HIV-Programms der WHO, Kevin De Cock. Zum ersten Mal gebe es aber einen Rückgang bei der weltweiten Zahl der Aids-Toten...

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