.: Oktober 2007 :.


:: Virusinfektion oder entfesselte Kriminalität? ::

· tar, den 31.10.07 in Amerika, Deutschland, Krise, Liberalismus, Politik, Soziales, Verschwörung, Wirtschaft

Quelle: wirtschaftsverbrechen.de (PDF)

Wie die Banken nach der Immobilien-Spekulation auf Kosten der Gemeinschaft gerettet werden

Als im Sommer des Jahres 2007 immer mehr US-amerikanische Häuslekäufer ihre Kredite nicht zurückzahlen konnten, drohte daraus eine Weltfinanzkrise zu werden. Es hieß, eine „Virusinfektion“ breite sich im Weltfinanzsystem aus, sie sei so gefährlich, dass die Regierungen einschreiten und insolvenzbedrohte Banken retten müssten. Wie aber können Kleinkredite von Häuslebauern in einem entfernten Staat solche Wirkungen ausüben? Und steckt hinter der globalen „Virusinfektion“ möglicherweise eine normal gewordene, staatlich geförderte Kriminalität?

Auch sie alle hatten die Katastrophe nicht kommen sehen: Sie, die absoluten Profis, die Spitzen des privaten und staatlichen Finanzsystems in Deutschland, hatten sich Anfang August 2007 in aller Eile zusammentelefoniert. Sie versammelten sich im Sitzungssaal einer Bank in Düsseldorf, deren Namen das Publikum meist noch nie gehört hatte: IKB.

Die Abkürzung IKB steht für Industrie- Kreditbank. Jochen Sanio fand sich ein, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Ingrid Matthäus- Maier, Direktorin der deutschen Staatsbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), dazu ein Abteilungsleiter des Bundesfinanzministeriums. Einige wichtige Personen konnten sich wegen der Eile nur per Fernschaltung beteiligen, so der Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, Bundesbankpräsident Axel Weber, Josef Ackermann, Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Sparkassenpräsident Heinrich Haasis und der Chef der Commerzbank, Klaus-Peter Müller.

Sie alle sollen sehr nervös gewesen sein, sollen sich allerdings gleichzeitig „sehr gelassen“ gezeigt haben.

Kreditverträge von US-Häuslebauern als globales Spekulationsprodukt?

Was war geschehen? Waren deutsche mittelständische Unternehmen, die mit Krediten auszustatten als Aufgabe der IKB gilt, plötzlich haufenweise in Insolvenz geraten? Nein, nichts dergleichen. Es war die Deutsche Bank, die Alarm geschlagen hatte: Sie kündigte die Kredite, die sie zwei „Investmentvehikeln“ der IKB gegeben hatte. Die Investmentvehikel heißen „Rhineland Funding“ und „Rhinebridge“ und haben ihren Sitz im US-Bundesstaat Delaware.

Die Namen „Rhineland“ und „Rhinebridge“ haben offensichtlich damit zu tun, dass die IKB mit Zentrale in Düsseldorf am urdeutschen Fluss Rhein liegt. Aber eine Erklärung, wofür die IKB etwa 20 Milliarden Euro in diesen „Investmentvehikeln“ mithilfe der Kredite der Deutschen Bank und anderer Banken investiert hatte, ergab das auch nicht.

Die Investments hatten weder etwas mit Deutschland noch dem Mittelstand noch mit dem Rhein und dem Rheinland zu tun. Und was sind überhaupt Investmentvehikel, fragte sich das deutsche Publikum, soweit es, von dem jahrelangen Globalisierungsgerede abgestumpft und desorientiert, überhaupt zu Fragen in der Lage war...

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:: Party für Reiche ::

· tar, den 31.10.07 in Deutschland, Europa, Krise, Liberalismus, Soziales, Wirtschaft

Quelle: spiegel.de

Über Jahre hinweg haben die Notenbanken die Welt mit billigem Geld überschwemmt - und damit die Wohlhabenden noch wohlhabender gemacht. Jetzt droht die Inflation. Und die macht die Armen ärmer.

Wirtschaftliche Not kündigt sich an den Börsen an. Jede Stagnation, jeder Abschwung und jede Rezession geht mit fallenden Aktiennotierungen einher, oft sogar mit einem Absturz. Schwarzer Freitag heißt das dann, wie im Jahr 1929, oder Schwarzer Montag, wie 1987.

Manchmal aber schickt das Unheil als Vorboten ein Kursfeuerwerk. Axel Weber, Chef der Bundesbank und Mitglied im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), weiß das. Misstrauisch beobachtet er seit einigen Monaten die steil nach oben zeigenden Kurven der internationalen Wertpapier-Indizes, vor allem an den Warenterminbörsen.

Frühjahrsweizen beispielsweise, gehandelt an der Getreidebörse in Minneapolis, hat sich seit Mai von 5,50 Dollar pro Scheffel - etwa 35 Liter - auf 9 Dollar verteuert. Vor einem Jahr kostete das Getreide nur 4,60 Dollar pro Scheffel, ein Plus von fast hundert Prozent.

Der Preis von Mais und Sojabohnen ist binnen Jahresfrist an den wichtigsten Handelsplätzen um bis zu 70 Prozent gestiegen. Auch viele Metalle, Bauholz, Kautschuk, Wolle und andere Rohstoffe, die für Konsumartikel relevant sind, steigen seit Monaten stetig an. Weitere statistische Daten und Preisentwicklungen lassen ebenfalls nichts Gutes ahnen. Und außerdem übersteigt der Ölpreis immer neue Rekordmarken.

Am vergangenen Sonntag schlug Weber Alarm. "Als Notenbank machen wir uns in der Tat Sorgen", sagte der Geldpolitiker. "Was beunruhigt, ist der Anstieg der Preise auf breiterer Front, also nicht nur bei Energie und Nahrungsmitteln. Bis zum Jahresende könnte die Inflation auf drei Prozent steigen." Das wäre der größte Preisschub sei 14 Jahren...

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:: Firmen drohen neue Kosten im Anti-Terror-Kampf ::

· tar, den 31.10.07 in Amerika, Deutschland, Europa, Liberalismus, Politik, Probleme, Wirtschaft

Quelle: ftd.de

Der Kampf gegen den internationalen Terrorismus geht in die nächste Runde. Unternehmen in der EU müssen sich auf neue Regeln und höhere Kosten gefasst machen - und Verbraucher womöglich auf steigende Preise.

So sehen Industrie und Verkehrsexperten derzeit keine Vorteile durch die EU-Zollrechtsreform, die am 1. Januar 2008 in Kraft tritt, sondern befürchten mehr Bürokratie. Unternehmen können ab Januar erstmals den Status des "zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten" beantragen. Erfüllen sie die geforderten Sicherheitsstandards, sollen sie im Gegenzug EU-weit Handelserleichterungen erhalten. Noch ist alles freiwillig - auf absehbare Zeit sollen die Firmen nicht gezwungen werden, sich zertifizieren zu lassen.

"Es wird ein böses Erwachen geben, weil viele Kleinbetriebe und Mittelständler noch nicht auf den Status vorbereitet sind, andererseits aber Handel und Hersteller diesen Status beim Logistikdienstleister voraussetzen werden", warnt Florian Eck, stellvertretender Geschäftsführer beim Deutschen Verkehrsforum. Die Organisation ist nach eigenen Angaben die einzige verkehrsträgerübergreifende Wirtschaftsvereinigung in Europa. Mitglieder sind beispielsweise die Logistikdienstleister Schenker, Kühne & Nagel oder die Post-Tochter DHL...

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:: Aktuelles zu Eva Herman von Michael Klonovski ("Focus") ::

· tar, den 31.10.07 in Beziehungen, Deutschland, Geschichte, Medien, Politik, Probleme, Soziales

Quelle: forumromanum.de

SÜNDERIN SOWIESO

Nach ihrem Rausschmiss bei „Kerner“ befindet sich Eva Herman auf dem Weg zur Unperson. Der mediale Umgang mit ihr wirft die Frage auf: Wie frei ist die Rede in Deutschland?

Diese Frau muss ein verdammt dickes Fell haben. Oder eine Idealistin reinsten Wassers sein. Jedenfalls ist kaum jemand — und vor allem keine Frau — in letzter Zeit hierzulande dermaßen beschimpft und verunglimpft worden. Dennoch hat sich Eva Herman zu ihrer öffentlichen Hinrichtung quasi selbstständig bereitgefunden und ins Studio des ZDF begeben.

Dort saß, als eine Art freundlicher Inquisitor, Johannes Baptist Kerner, der genau wie Frau Herman wusste, was vorher so alles über sie geschrieben worden war. Etwa dass ihre Ansichten „zwischen Steinzeitkeule und Mutterkreuz“ zu verorten wären, wie Alice Schwarzer meinte. Dass sie gar „zum Knochenkotzen“ seien, vermutlich nach Einsatz der besagten Keule, wie die Schriftstellerin Karin Duve elegant formulierte. Dass die Autorin Thea Dorn in Hermans Bestseller „Das Eva-Prinzip“ einen „antifreiheitlichen, totalitären Kern“ ausfindig und dann prompt das „Eva-Braun-Prinzip“ daraus gemacht hatte.

Dass der Vorabendserienschauspieler Jan Fedder coram publico „Eva, du hast ein Loch im Kopf, Eva, mach dir einen Nazi-Zopf“ gesungen und die „Bild“-Zeitung gefragt hatte: „Ist Eva Herman braun oder nur doof?“, was die „Welt am Sonntag“ wiederum abwandelte in: „Ist Eva Herman eine verkappte Braune? Eine Durchgeknallte?“ Dass die „Frankfurter Rundschau“ sie zur „Mutterkreuzzüglerin“ erklärte und der Kabarettist Oliver Pocher sie nach Hitlers Schäferhund „Blondi“ genannt und gewitzelt hatte, ihr nächstes Buch werde wohl „Mein Kampf“ heißen. Und ganz sicher hat Kerner gewusst, dass die „Bild am Sonntag“ die Gesinnungssünderin neben dem „Führer“ abgebildet und geschlagzeilt hatte: „Eva Herman lobt Hitlers Familien-Politik.“...

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:: Aufschwung muss sich anderes Volk suchen ::

· tar, den 31.10.07 in Deutschland, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: fr-online.de

Die Regierung und die tonangebenden Wirtschaftsinstitute haben sich offenbar verrechnet. Die mit Inbrunst vorgetragene Hoffnung, dass die Kauflaune der Deutschen den Wirtschaftsaufschwung ins nächste Jahr hinüber rettet, könnte trügen. Das legt zumindest der gestern veröffentlichte Konsumklima-Index nahe. Er fiel deutlich schwächer aus als von Analysten erwartet.

"Steigende Inflationsangst drückt im Herbst dieses Jahres auf die Konsumstimmung", teilten die Nürnberger Marktforscher mit. Genähert wird diese Angst außer vom Anstieg der Preise für bestimmte Lebensmittel und Energie vor allem durch die höhere Mehrwertsteuer, auf deren Konto nach Schätzungen der Bundesbank etwa die Hälfte der Teuerungsrate geht.

Um sich ein Bild von der Kauflaune zu machen, befragen die Marktforscher jeden Monat rund 2 000 Verbraucher. Abgefragt werden die Erwartungen an die künftige Einkommensentwicklung und ob die Befragten ihr Geld eher ausgeben oder auf die hohe Kante legen möchten. Aus den Antworten berechnen die Marktforscher der GfK den Konsumklima-Index...

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:: Umweltschock in China - immer mehr missgebildete Babys ::

· tar, den 31.10.07 in Biologie, Fernost, Geologie, Liberalismus, Medizin, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: spiegel.de

China bezahlt sein rasantes Wirtschaftswachstum mit einer katastrophalen Umweltverschmutzung. Eine aktuelle Studie zeigt jetzt: Die Zahl von Missbildungen hat dramatisch zugenommen. Alle 30 Sekunden wird in China ein Kind mit Geburtsfehlern geboren.

Bis zu sechs Prozent der Kinder, die jedes Jahr in China geboren werden, sind von Fehlbildungen betroffen. Die Neugeborenen haben Gaumenspalten oder überzählige Finger und Zehen, leiden von Geburt an an Herzfehlern oder kommen mit einem Wasserkopf zur Welt. In den vergangenen sechs Jahren ist die Zahl der Säuglinge, die mit derartigen Defekten zur Welt kommen, um 40 Prozent gestiegen, wie einer eben veröffentlichten offiziellen Statistik zu entnehmen ist.

Jiang Fan von der Nationalen Bevölkerungs- und Familienplanungskommission sagte bei der Präsentation der Daten laut der Agentur "United Press International": "Alle 30 Sekunden wird in China ein Kind mit Geburtsfehlern geboren, und die Situation wird von Jahr zu Jahr schlimmer." Ein wichtiger Grund für die dramatische Zunahme ist Chinas Wirtschaftsboom. Die mit dem rasanten Wachstum einhergehende Umweltverschmutzung, vermuten Fachleute, ist mit Schuld an der großen Zahl der Geburtsfehler...

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:: Krisenmanagement ::

· tar, den 31.10.07 in Amerika, Börse, Krise, Liberalismus, Politik, Soziales, Verschwörung, Wirtschaft

Quelle: welt.de

Erstmals aufgedeckt: Die Brände in Kalifornien folgen einem groß angelegten Plan

Wieso lassen die Amerikaner ganz Kalifornien abbrennen? Weil das der eleganteste Weg ist, um ihre Kreditkrise zu überwinden.

Monatelang zermarterte ich mir das Hirn, wie es die Amerikaner wohl schaffen könnten, aus ihrer selbst angerichteten Finanzkrisenmisere wieder herauszukommen, ohne dabei ganz Wall Street zum Einsturz zu bringen. Rein ökonomisch gesehen gibt es da keinen Ausweg: Der Dollar muss fallen, die Rezession muss kommen, halb Amerika wandert in den Schuldturm und kommt erst wieder raus, wenn die Chinesen nach Olympia beschließen, ihre Dollar-Überschüsse in den Kauf von ein paar Millionen Ferienhäusern in Florida und Kalifornien zu investieren - müssen die ehemaligen Bewohner halt nach Arkansas, Utah und Wisconsin umziehen.

Aber weil sich die Amerikaner nur dann an ökonomische Gesetze halten, wenn sie ihnen auch nutzen, wird es natürlich so nicht kommen. Aber wie dann? Wie lange wird das sagenumwobene Plunge Protection Team (Kurseinbruchverhinderer-Team, PPT) noch den Dow Jones über Wasser halten können?

Das PPT, angeblich nach dem großen Börsencrash 1987 gegründet, um den US-Aktienmarkt vor neuerlichen Katastrophen zu bewahren, besteht mutmaßlich aus einer kleinen Gruppe von Eingeweihten: normalen Bankern, Investmentbankern, Zentralbankern, Freimaurern und Illuminaten, natürlich ausgestattet mit praktisch unbegrenzten Finanzmitteln...

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:: EU-Umweltminister streiten über Genmais ::

· tar, den 31.10.07 in Biologie, Europa, Liberalismus, Politik, Probleme, Wirtschaft

Quelle: tagesschau.de

Wie wirkt sich der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen auf das traditionelle Saatgut aus? Wie auf die Gesundheit der Verbraucher? Viele offene Fragen, die auch die EU-Umweltminister bei ihrem Gipfel diskutieren. Die Lager von Gegnern und Befürwortern der Gentechnik sind dabei fast gleich stark.

Es sind ausnahmsweise mal nicht die Gallier, die sich in Europa wehrhaft zeigen - es sind die Österreicher. Seit nunmehr fast zehn Jahren stemmen sie sich dagegen, in ihrem Land den Verkauf und den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen zuzulassen. Das führt immer wieder zu Auseinandersetzungen mit der EU-Kommission in Brüssel, aber auch mit anderen Mitgliedsländern. Der Vorwurf: Die Österreicher würden mit diesem Gentech-Verbot den freien Warenverkehr in Europa behindern.

Mit dem gleichen Argument haben Amerikaner und andere große Futtermittel-Exportländer ein Verfahren vor der Welthandelsorganisation angestrengt - und gewonnen. Dies hat zur Folge, dass die Regierung in Wien die Einfuhr von Genmais genehmigen muss - und zwar bereits bis Ende des Monats. Der konservative Umweltminister der Alpenrepublik Josef Pröll stellte aber auch klar, der Anbau bleibt weiter verboten. "Wir lassen uns den Anbau von niemandem aufzwingen", sagte Pröll...

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:: Patente statt Bomben ::

· tar, den 31.10.07 in Amerika, Biologie, Liberalismus, Nahost, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: umweltinstitut.org

Um 8500 v.Chr. begannen kleine Gruppen von Jägern und Sammlern im fruchtbaren Gebiet des heutigen Irak, Samen von Wildpflanzen aufzubewahren und die besten Körner wieder auszusäen. Allgemein wird dieser Schritt als Übergang zur Kultur der Ackerbauer und Viehzüchter angesehen. Der Irak wurde damit zur Wiege der Landwirtschaft, die unsere Kultur heute entscheidend prägt.

Einige der wichtigsten Nahrungspflanzen der Menschheit wie Weizen oder Gerste wurden in diesem Gebiet kultiviert und im Laufe der Jahrhunderte weitergezüchtet. Auf diese Weise entstanden Tausende verschiedener Sorten, angepasst an verschiedene Boden- und Klimaverhältnisse oder mit Resistenzen gegen verschiedene Krankheiten und Schädlinge. Schätzungen zufolge geht ein Großteil der 200 000 bekannten Weizensorten auf die Bauern im Zweistromland zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris zurück. Diese sind nicht nur ein zentraler Teil des kulturellen Erbes des Irak, sondern der gesamten Menschheit. Darüber hinaus sind die Eigenschaften dieser Sorten angesichts des bevorstehenden Klimawandels oder eines möglichen Auftretens neuer Schädlinge zentral für die künftige Züchtungsarbeit. Der freie Austausch von Saatgut unter den Bauern und das Aufbewahren eines Teils der Ernte zur Wiederaussaat ist bis heute die Grundlage kleinbäuerlicher Landwirtschaft im Irak und vielen Ländern der so genannten Dritten Welt. Laut Angabe der Ernährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist dies auch bei 97 Prozent der irakischen Bauern Praxis. Freier Nachbau und Saatguttausch sind für 1,4 Milliarden Kleinbauern auf der Welt nicht nur die Basis für das Überleben, sondern auch für die Weiterentwicklung und Erhaltung der biologischen Vielfalt. Weltweit befinden sich schätzungsweise noch 75 Prozent des Saatgutes in den Händen der Bauern und sind damit der Kontrolle durch die großen multinationalen Konzerne des Agrarsektors entzogen...

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:: "Mann des Friedens"? ::

· tar, den 31.10.07 in Amerika, Buddhismus, Fernost, Politik

Quelle: freace.de

Der Dalai Lama sagt, er "liebt" George W. Bush

Der als Lhamo Dhondrup geborene und jetzt Tenzin Gyatso genannte 14. und derzeitige Dalai Lama, wird häufig als "Mann des Friedens" bezeichnet. Berichte vom Wochenende lassen allerdings deutliche Zweifel hieran aufkommen.

Gyatso hatte am Freitag die Universität Purdue in West Lafayette im US-Bundesstaat Indiana besucht und an einer 90-minütigen Gesprächsrunde im Auditorium der Universität teilgenommen, wie beispielsweise der britische Guardian am Samstag auf Grundlage einer AP-Meldung berichtete...

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