.: Januar 2007 :.


:: Linksammlung vom Januar 2007 ::

· tar, den 31.01.07 in Pax Aeterna

· Ein Kommentar

:: Eifersucht ::

· tar, den 08.01.07 in Soziales

EIFERSUCHT ist Vergleichen. Man hat uns beigebracht, uns zu vergleichen, immer nur zu vergleichen. Jemand hat ein besseres Haus, jemand hat einen schöneren Körper, jemand hat mehr Geld, jemand hat eine charismatischere Persönlichkeit.

Vergleiche! Vergleiche dich ständig mit jedem anderen, dem du begegnest; was dabei herauskommt, ist riesige Eifersucht. Sie ist eine Folge der gesellschaftlichen Programmierung, uns immer zu vergleichen.

Ansonsten verschwindet die Eifersucht, wenn du aufhörst zu vergleichen. Dann weißt du, dass du einfach du bist und kein anderer. Und dass es unnötig ist. Es ist gut, dass du dich nicht mit Bäumen vergleichst, sonst würdest du sehr eifersüchtig werden. Warum bist du nicht grün? Warum wirst du keine 1000 Jahre alt? Und warum war Gott so gemein zu dir? Nicht mal Blüten hast du! Es ist besser, dass du dich nicht mit Vögeln vergleichst, mit Flüssen, mit Bergen... sonst würdest du noch mehr leiden. Du vergleichst dich nur mit Menschen, weil man dich darauf programmiert hat, dich nur mit Menschen zu vergleichen. Du vergleichst dich nicht mit Pfauen und Papageien. Sonst wäre Deine Eifersucht noch größer - du wärest so damit belastet, dass du gar nicht leben könntest.

Sich zu vergleichen ist ein ziemlich dummes verhalten, denn jeder Mensch ist einzigartig und unvergeleichlich. Hast du dies einmal wirklich verstanden, verschwindet die Eifersucht. Jeder ist einzigartig und unvergleichlich. Du bist einfach du. Niemand ist jemals wie du gewesen, und niemand wird jemals wie du sein. Und du brauchst auch nicht wie irgendjemand anderes zu sein.

Gott erschafft nur Originale; er hält nichts von Kopien.

Sie erzeugt Eifersucht, doch Eifersucht ist nur ein Nebenprodukt. Deshalb geht es nicht darum, wie man Eifersucht loswird. Du kannst sie nicht loswerden, weil Sex nicht loswirst. Es geht darum, wie du Sex in Liebe verwandelst. Dann verschwindet die Eifersucht. Wenn du jemanden liebst, ist die Liebe Garantie genug. Die Liebe selbst reicht dir als Sicherheit. Wenn du jemanden liebst, weißt du, dass er zu keinem anderen geht. Und wenn er geht, dann geht er. Was kannst du tun? Du kannst ihn umbringen, aber eine Leiche nützt dir nicht viel. Wenn du jemanden liebst, vertraust du, dass er nicht zu einem anderen geht. Wenn er geht, ist keine Liebe da. Du kannst dann nichts daran ändern. Liebe gibt dir Verständnis. Dann ist keine Eifersucht da. Wenn also Eifersucht da ist, kannst du sicher sein, dass keine Liebe da ist. Du machst dir etwas vor; du spielst Liebe vor - dahinter steckt Sex.

Das Wort "Liebe" ist dann nur der Lack - die Realität dahinter ist Sex.

Die Gesellschaft beutet das Individiuum aus - und zwar auf so viele verschiedene Arten, dass man es gar nicht glauben kann. Sie wendet dermaßen geschickte und hinterhältige Tricks an, dass man sie fast nicht mehr als solche erkennt. Mit diesen Tricks wird der Einzelne ausgebeutet, seine Integrität zerstört und ihm alles, was er hat, weggenommen, ohne dass er den geringsten Verdacht schöpft, ohne dass er überhaupt merkt, was ihm angetan wird. Eifersucht und Neid sind solche Tricks, und sie sind sehr machtvoll. Jede Gesellschaft, jede Kultur, jede Religion bringt uns allen seit frühester Kindheit bei, uns zu vergleichen.

Vorgefasste Meinungen machen dich zum Gläubigen, nicht zum Wissenschaftler. Wenn ich sage: "Meditiere darüber", meine ich, beobachte es. Sei ein Wissenschaftler in deiner inneren Welt. Mach deinen Verstand zu deinem Versuchslabor und beobachte, was vorgeht. Und zwar ohne zu verurteilen, vergiss das nicht. Sage nicht: "Eifersucht ist schlecht." Wer weiß? Sage nicht: "Wut ist schlecht." Wer weiß? Ja, du hast es gehört, man hat es dir gesagt. Doch das sagen die anderen; es ist nicht deine Erfahrung. Du musst sachlich und empirisch vorgehen: Solange dein Experiment es nicht beweist, sagst du zu nichts ja oder nein. Du musst ganz ohne Vorurteil sein. Dann ist das Beobachten von Eifersucht, Wut oder Sex ein Wunder.

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:: Angst ::

· tar, den 08.01.07 in Soziales

Es gibt nur eine grundlegende ANGST. Alle anderen kleinen Ängste sind Nebenprodukte dieser einen Grundangst, die jeder Mensch in sich herumträgt. Es ist die Angst, sich selbst zu verlieren – sei es durch den Tod, sei es durch die Liebe; die Angst ist dieselbe: Du hast Angst, dich selbst zu verlieren. Und am merkwürdigsten ist, dass nur diejenigen Angst haben, sich selbst zu verlieren, die sich selbst gar nicht haben. Wer sich selbst hat, hat keine Angst. Also geht es nur darum, dies zu entdecken. Du hast gar nichts zu verlieren. Du glaubst lediglich, du hättest etwas zu verlieren.

Wir haben Angst vor dem Leben. Und wir haben Angst zu leben, weil Leben nur dann möglich ist, wenn man wild sein kann. Sei wild in deiner Liebe, wild in deinem Lied, wild in deinem Tanz. Davor haben wir Angst. Wer hat Angst vor dem Tod? Ich habe noch nie jemanden getroffen. Aber fast jeder Mensch, den ich getroffen habe, hat Angst vor dem Leben.

Hab keine Angst vor dem Leben! Denn entweder kannst du Angst haben, oder du kannst leben – es hängt von dir ab. Und wovor muss man wirklich Angst haben? Du hast nichts zu verlieren. Du hast alles zu gewinnen! Lass alle Ängste los und springe ins eben!
Dann wird der Tod eines Tages ein willkommener Gast sein, nicht ein Feind.

Und du wirst den Tod noch mehr genießen, als du das Leben genossen hast, denn der Tod hat seine eigenen schönen Seiten. Und der Tod ist etwas seltenes; er kommt nur ab und zu. Leben kannst du jeden Tag.

Angst ist gut, wenn du nicht genau weißt, wovor du Angst hast. Es bedeutet einfach, dass du an der Schwellezum Unbekannten stehst. Wenn die Angst ein Objekt hat, ist es gewöhnliche Angst. Man hat Angst vor dem Tod – das ist eine ganz gewöhnliche Angst, instinktiv; nichts Großartiges, nichts Besonderes. Wenn man vor Alter oder Gebrechlichkeit, vor Krankheit Angst hat, sind dies gewöhnliche Ängste… ganz normale, lanläufige Sorten von Angst. Etwas Besonderes ist Angst dann, wenn du kein Objekt dafür finden kannst, wenn sie ohne jeden Grund da ist. Dann kriegt man wirklich Angst! Wenn du einen Grund finden kannst, ist der Verstand zufrieden. Wenn du eine Antwort geben kannst, warum sie da ist, hat der Verstand eine Erklärung, an der er sich festhalten kann. Alle Erklärungen helfen dabei, die Dinge wegzuerklären; ansonsten helfen sie nicht, aber sobald du eine rationale Erklärung hast, gibst du dich zufrieden. Aus diesem Grund gehen die Leute zum Psychoanalytiker: um Erklärungen zu finden. Selbst eine dumme Erklärung ist besser als keine. Man kann sich an etwas festhalten. Du hast Angst – frage nicht, warum!

Angst ist natürlich, Schuld ist eine Schöpfung der Priester. Schuld ist von den Menschen erfunden. Angst ist in unser System eingebaut; sie ist lebenswichtig. Ohne Angst kannst du nicht überleben. Angst ist normal. Angst ist der Grund, dass du die Hand nicht ins Feuer hälst. Angst ist der Grund, dass du rechts oder links fährst, je nachdem, wie die Gesetze des Landes sind. Angst ist der Grund, dass du zur Seite springst, wenn der Lastwagenfahrer auf die Hupe drückt.

Wenn ein Kind sich vor nichts fürchtet, kann es unmöglich übeleben. Seine Furcht ist eine Überlebensmaßnahme. Es ist eine natürliche Tendenz, sich selbst zu schützen. Und daran ist nichts falsch – du hast Recht, dich zu schützen. Du hast ein kostbares Leben zu beschützen, und die Angst hilft dir dabei. Angst ist Intelligenz. Nur Idioten haben keine Angst. Schwachsinnige haben keine Angst, deshalb muss man sie schützen, sonst würden sie sich verbrennen oder aus dem Fenster springen, oder sie würden ins Meer gehen, ohne schwimmen zu können, oder eine Schlange essen… sie können alles machen.

Angst kann abnormal werden; sie kann pathologisch werden. Dann hast du Angst vor Dingen, vor denen man keine Angst haben braucht, obwohl du natürlich auch für deine abnormale Angst Argumente finden kannst. Zum Beispiel hat jemand Angst, in ein Haus zu gehen. Du kannst ihm keinen logischen Beweis geben, dass er Unrecht hat. Er sagt: „Wer garantiert mir, dass das Haus nicht zusammenbricht?“ Ein anderer hat Angst, auf Reisen zu gehen, weil Züge verunglücken. Ein anderer hat Angst, in ein Auto zu steigen, weil es Autounfälle gibt. Und wieder ein anderer hat Angst vor Flugzeugen… Wenn deine Angst diese Formen annimmt, ist sie nicht intelligent. Dann solltest du auch vor deinem Bett Angst haben, denn 97 % der Menschen sterben im Bett – das ist der allergefährlichste Ort, wo man sein kann. Logischerweise sollte man dem Bett so fern wie möglich bleiben, ihm ja nicht zu nahe kommen. Aber dann wird es unmöglich für dich zu leben.

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